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Epstein-Opfer sprechen bei BBC über Vergewaltigungen

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«Ihm gefiel die Angst in unseren Augen»: Opfer sprechen über Jeffrey Epstein

Fünf Frauen, die vor Jahren von Jeffrey Epstein vergewaltigt worden sind, erzählten am Dienstagabend in der Sendung «BBC Newsnight» von ihren Erfahrungen mit dem Sexualstraftäter.
25.03.2026, 11:4025.03.2026, 11:40

Joanna Harrison, Chauntae Davies, Lisa Phillips, Jena-Lisa Jones und Wendy Pesante sprechen in der Sendung über Vorfälle auf der Privatinsel Little St. James sowie auf seiner Ranch in New Mexico.

Joanna Harrison erzählt, dass Epsteins Übergriffe sie bis heute mit Scham und Peinlichkeit erfüllen. Eigentlich wollte sie anonym bleiben und nie über ihre Erlebnisse sprechen. Ihr Name tauchte jedoch in den Epstein-Files auf, weshalb sie sich gezwungen sah, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Epstein-Opfer, Interview mit BBC
Fünf Vergewaltigungsopfer des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein sprachen am Dienstagabend in der Sendung «BBC Newsnight» über ihre Erfahrungen.screenshot bbc

Es sei schwierig, Epstein ständig im Fernsehen zu Gesicht zu bekommen. «Es ist nicht normal, das Gesicht seines Peinigers sechs Jahre lang jeden Tag im Fernsehen zu sehen», sagt Harrison.

Für die Frau sei es, wie bei vielen anderen Opfern auch, mit einer Massage losgegangen. Zunächst habe alles normal gewirkt – bis er angefangen habe zu masturbieren. «Ich erstarrte völlig», so Harrison. Zu einem späteren Zeitpunkt habe der Sexualstraftäter sie an seinem Geburtstag vergewaltigt.

epstein opfer joanna harrison
Joanna Harrison lernte Epstein mit 18 Jahren in Florida kennen.screenshot bbc

Chauntae Davies, eine ausgebildete Massagetherapeutin, gibt an, von Epstein auf seiner berüchtigten Privatinsel Little St. James vergewaltigt worden zu sein. Sie war ebenfalls für Massagen engagiert worden. Der Grossteil der Übergriffe habe allerdings auf der Zorro Ranch im US-Bundesstaat New Mexico stattgefunden. Dort habe «eine kalte, dunkle, unheimliche Atmosphäre» geherrscht.

Davies habe auf einer Reise auch dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton eine Nacken- und Rückenmassage gegeben. Ihm von Epsteins Taten zu erzählen, habe sie nie in Erwägung gezogen. «Ich hatte nie vor, mit irgendjemandem darüber zu sprechen», sagt Davies.

Die in der Sendung befragten Opfer äussern die Überzeugung, dass alle einflussreichen Personen im Umfeld von Jeffrey Epstein von seinen Taten gewusst hätten.

Ghislaine Maxwell, Jeffrey Epstein und Bill Clinton (1993).
https://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Epstein#/media/Datei:Maxwell_Epstein_Clinton_1993_2.jpg
Bill Clinton (r.) weist jegliche Vorwürfe von sich.Bild: Wikimedia

Clinton hat wiederholt beteuert, er habe Epsteins Missbrauch nicht beobachtet. Sein Name taucht jedoch hunderte Male in den Epstein-Akten auf. Das Erscheinen in Dokumenten im Zusammenhang mit Epstein bedeutet nicht zwangsläufig, dass ihm ein Fehlverhalten nachgewiesen werden kann.

Lisa Phillips, die damals als Model arbeitete, erzählt die Geschichte einer Freundin, die anonym bleiben wolle. Epstein soll sie angewiesen haben, mit Andrew Mountbatten-Windsor Sex zu haben. Phillips habe Epstein im Anschluss gefragt, warum er das getan habe. Dieser habe gegrinst und geantwortet: «Ich mag es, Dinge über Leute in der Hand zu haben.»

Vorwürfe gegen Ex-Prinz Andrew
Andrew Mountbatten-Windsor wurde im Februar wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch verhaftet. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Vorwürfe, er habe als britischer Handelsgesandter vertrauliche und sensible Informationen an Epstein weitergegeben.
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Bild: REUTERS

Über Epsteins Missbrauch sagt Phillips:

«Ihm gefiel die Angst in unseren Augen. Ich glaube, es gefiel ihm, dass wir wie gelähmt und verängstigt waren und nicht wussten, was wir tun sollten, und ich glaube, das hat ihn erregt.»

Die interviewten Überlebenden glauben zudem nicht, dass Epstein sich selbst umgebracht habe. «Wir kannten ihn, wir wussten, was für ein Mensch er war», sagt Phillips. Epstein wurde am 10. August 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Der zuständige New Yorker Gerichtsmediziner stufte es als Suizid ein. (hkl)

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Diese prominenten Namen tauchen in den Epstein-Files auf
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Diese prominenten Namen tauchen in den Epstein-Files auf

Donald Trump: Der US-Präsident pflegte jahrelang eine enge soziale und berufliche Beziehung zu Epstein.

quelle: archive photos / davidoff studios photography
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Trump und Epstein in Titanic Pose
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