International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Chelsea Manning addresses an audience, Sunday, Sept. 17, 2017, during a forum, in Nantucket, Mass. The forum is part of The Nantucket Project's annual gathering on the island of Nantucket. Manning is a former U.S. Army intelligence analyst who spent time in prison for sharing classified documents. (AP Photo/Steven Senne)

Seit dem 8. März sitzt Manning im Gefängnis. Bild: AP/AP

Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning bleibt in Haft



Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning bleibt in Haft. Ein US-Bundesgericht wies am Montag die Berufung der 31-Jährigen gegen ihre Beugehaft zurück.

Mit der Massnahme soll sie zur Aussage im Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange gezwungen werden. Das Bundesberufungsgericht im Bundesstaat Virginia erklärte, es habe «keinen Fehler» in der Beugehaft-Anordnung der untergeordneten Instanz gefunden.

Die Transgender-Frau – früher als Bradley Manning bekannt – befindet sich seit dem 8. März im Gefängnis. Sie weigert sich, vor einem Geschworenengremium über Assange auszusagen. Sie hatte Assange für seine Enthüllungsplattform in den Jahren 2010 und 2011 hunderttausende geheime Regierungsdokumente und -videos unter anderem zu den US-Militäreinsätzen in Afghanistan und im Irak zugespielt.

Manning hatte vor ihrer Geschlechtsumwandlung in der US-Armee gedient. 2010 wurde sie festgenommen und im August 2013 wegen Spionage zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Durch einen Gnadenerlass des früheren US-Präsidenten Barack Obama kam Manning dann 2017 vorzeitig frei, bevor sie im vergangenen Monat erneut festgenommen wurde.

Assange wurde am vergangenen 11. April nach siebenjährigem Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen. Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der Wikileaks-Gründer ankämpfen will. Die Entscheidung über den Auslieferungsantrag könnte sich jahrelang hinziehen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Sieben Jahre in der Botschaft: Der Fall Julian Assange

Der berühmteste Wachmann der Welt entschuldigt sich

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kubod 22.04.2019 23:57
    Highlight Highlight Eine hübsche Frau.
    Auch deshalb, weil sie sich jetzt sichtbar wohl fühlt im eigenen Körper.
    Ob man von ihr Neues über Asange erfahren wird,kann ich nicht beurteilen, bezweifle es aber stark. Nach Jahren der Informationssuche, ist den geheimen Diensten unterdessen eh alles bekannt.
    So gesehen, scheint mir die Beugehaft ein Kotau Trumps vor seinen Wählern. Und die justiz macht mit.
    Das find ich bedenkenswert. Ein Präsident gewährt Amnestie, der andere entzieht diese.
    Unabhängige Jutiz anyone?

  • Saraina 22.04.2019 19:51
    Highlight Highlight Können wir jetzt aufhören mit „früher als Bradley Manning bekannt“? Die Geschlechtsumwandlung interessiert auch nicht mehr, das ist eine Frau, und sie heisst Chelsea und ist unter diesem Namen bekannt.
    • Toerpe Zwerg 22.04.2019 19:59
      Highlight Highlight Wieso?
    • Chrigi-B 22.04.2019 20:15
      Highlight Highlight Es wird nie eine biologische Frau sein, jedoch kann man aus Respekt gegenüber dieser Person ruhig auf diesen Zusatz verzichten.
    • trio 22.04.2019 20:40
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg
      Wird doch im Kommentar erklärt. Ist es so schwer, nach dem 1. Satz weiterzulesen?
    Weitere Antworten anzeigen

«Psychische Folter»: Über 100 Ärzte und Psychologen fordern ein Ende von Assanges Haft

Er wollte im Internet eine sichere Plattform für die Aufdeckung heikler Geheimnisse schaffen. Doch die Veröffentlichung von US-Kriegsverbrechen brachte Julian Assange ins Visier der USA. Er ist in London in Haft; jetzt geht es um seine Zukunft und seine Gesundheit.

Knapp 120 Ärzte und Psychologen fordern ein Ende «der psychologischen Folter und medizinischen Vernachlässigung» des Wikileaks-Gründers Julian Assange. Er leide unter den Folgen des Aufenthalts in der ecuadorianischen Botschaft …

Artikel lesen
Link zum Artikel