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WTO-Chef Azevêdo tritt zurück



WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo sprach von Krisenstimmung. Experten warnen seit Wochen vor eskalierenden Handelskriegen.

WTO-Chef Roberto Azevêdo. Bild: KEYSTONE

Der Chef der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevêdo, tritt vorzeitig von seinem Amt zurück. Er stelle seinen Posten nach sieben Jahren im Amt am 31. August zur Verfügung, teilte Azevêdo den Vertretern der Mitgliedsländer am Donnerstag in Genf mit.

Seine zweite Amtszeit wäre eigentlich noch ein Jahr länger gelaufen. Er habe sich aus familiären Gründen zu diesem Schritt entschieden, sagte er, fügte aber hinzu: «Ich bin überzeugt, dass diese Entscheidung im besten Interesse der Organisation ist.» Er habe keine Absicht, in die Politik zu gehen, sagte der Brasilianer.

Die WTO ist in einer tiefen Krise. Die USA blockieren seit langem die Ernennung neuer Experten für eines der Kernstücke der WTO, das Streitschlichtungssystem. Die wichtige Berufungsinstanz ist deshalb seit Dezember 2019 nicht mehr handlungsfähig.

Die USA verlangen allgemein weitreichende Reformen, ohne spezifische Forderungen auf den Tisch zu legen. Auf Kompromissvorschläge, die die Mehrheit der 164 Mitgliedsländer unterstützen, sind die USA bislang nicht eingegangen. (sda/awp/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Destiny // Team Telegram 15.05.2020 07:25
    Highlight Highlight Weshalb hat die USA in der WTO ein Veto?
  • Emperor 14.05.2020 19:38
    Highlight Highlight Je weniger die WTO ihre neoliberale Agenda durchdrücken kann desto besser.
    • swisskiss 14.05.2020 22:49
      Highlight Highlight Emperor: Die WTO sorgt dafür, dass die Handelsregeln auf einer weltweiten Basis gründen, die besonders die ärmsten und schwächsten Länder schützt und für gleichlange Spiesse zwischen ungleich starken Handelspartner sorgt. Die WTO sanktioniert und bestraft Länder, die illegalerweise die eigene Wirtschaft subventioniert und die Konkurrenz mit ungerechtfertigen Strafzöllen belegt. Wenn das Neoliberalismus ist, ist dieses System der illegalen und unfairen Handelspraktiken des Herrn Trump vorzuziehen.

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