DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04505853 Roberto Azevedo, Director General of the World Trade Organization (WTO), of Brazil, attends a special meeting of the General Council at the headquarters of the WTO in Geneva, Switzerland, 27 November 2014.  EPA/MARTIAL TREZZINI

WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo. Bild: EPA/KEYSTONE

Internationaler Handel

WTO nimmt erstes weltweites Freihandelsabkommen an

Ende 2013 bejubelte die Welthandelsorganisation den Durchbruch zu ihrem ersten weltweiten Abkommen. Nun wurde der auf Bali ausgehandelte Vertrag angenommen. Millionen neue Jobs sollen entstehen. 



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Welthandelsorganisation zeigt sich handlungsfähig: Das erste Mal seit ihrer Gründung vor rund 20 Jahren hat die WTO ein weltweitweites Abkommen angenommen. Der Durchbruch wurde bei einer Sitzung des WTO-Generalrates in Genf erzielt. Das Abkommen war bereits vor einem Jahr auf einem WTO-Gipfel auf Bali beschlossen worden. 

«Dies ist ein bedeutender Moment für die WTO.»

WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo

«Dies ist ein bedeutender Moment für die WTO», sagte Generaldirektor Roberto Azevêdo nach der Sitzung. Das Abkommen sei nun angenommen und sobald zwei Drittel der Mitgliedsstaaten das Abkommen bestätigten, werde es in Kraft treten. Die WTO hat 160 Mitglieder. 

Das Gremium bestätigte das Abkommen über Handelserleichterungen (TFA), womit zugleich das Inkrafttreten des gesamten Bali-Pakets aus mehreren Einzelverträgen ermöglicht wurde. Dadurch könnten nach Schätzung der Internationalen Handelskammer (ICC) weltweit Wachstumsimpulse im Umfang von bis zu einer Billion Dollar freigesetzt und Millionen neuer Jobs geschaffen werden. 

Sackgasse verlassen

Die EU und die USA würdigten die Einigung. Die WTO sei als «Zentrum der Handelspolitik» bestätigt worden, erklärte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Nun werde es besser möglich sein, Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft zu integrieren und Millionen Menschen aus der Armut zu befreien. Die WTO habe eine Sackgasse verlassen und könne nach vorn schauen, sagte der US-Handelsbeauftragte Michael Froman. 

Die TFA-Vereinbarung sieht den Abbau von Zöllen und weitere Erleichterungen im Warenverkehr vor. Indien hatte die Unterzeichnung verweigert und Ausnahmeregelungen für seinen Agrarsektor gefordert. Vor zwei Wochen hatten die USA und Indien einem Kompromiss ausgehandelt, der den Durchbruch ermöglichte. (kad/loe/dpa/AP)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

So stellen sich die Grünen den «grünen Aufschwung nach der Krise» vor

Mit Investitionen in den Klimaschutz, den Care-Bereich und die Digitalisierung will die Grüne Partei Schweiz zu einem grünen Aufschwung nach der Corona-Pandemie beitragen. Begleitet werden soll das Impulsprogramm von einer Bildungs- und Umschulungsoffensive.

«Mit unserem Impulsprogramm beschleunigen wir Grüne einen grünen Aufschwung nach der Krise, schaffen klimafreundliche Arbeitsplätze und legen den Grundstein für eine innovative und klimaneutrale Wirtschaft des 21. Jahrhunderts», sagte …

Artikel lesen
Link zum Artikel