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Saudi-Aramco-Deal: Am 11. Dezember wollen die Saudis an die Börse



epa07968925 (FILE) - A view of Shaybah oilfield in Rub Al-Khali, Saudi Arabia, 17 December 2018 (reissued 03 November 2019). Shaybah oilfield started production in 1998 and began operations by Saudi Aramco. According to media reports Saudi Arabia said it has approved plans for the state-owned oil producer Saudi Aramco to go public on the Saudi stock exchange Tadawul on 11 December 2019.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Saudi Aramco wird teil-privatisiert. Bild: EPA

In fünf Wochen soll es soweit sein: Der weltgrösste Ölkonzern Saudi Aramco hat sich Insidern zufolge den 11. Dezember als Ziel gesetzt für den womöglich grössten Börsengang aller Zeiten.

Geplant ist die Börsennotiz am Finanzplatz in Riad. Eine Aktienplatzierung an einer internationalen Börse, auf die potenzielle Investoren auch hoffen, ist für mindestens ein Jahr ausgeschlossen, wie drei mit der Sache vertraute Personen am Dienstag zur Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Die Regierung in dem Königreich wolle nun zwei Prozent an Saudi Aramco an den Aktienmarkt bringen und dürfe danach ein Jahr lang keine weiteren Anteile an der Börse verkaufen. Das Unternehmen und die Regierung in Saudi-Arabien waren für Stellungnahmen zunächst nicht zu erreichen.

Mit der Roadshow, also der Präsentationen bei potenziellen Investoren, wollen die Banken am 18. November beginnen, wie die Insider sagten. Am 5. Dezember solle der Aktienpreis festgelegt werden. Die Pläne für einen Börsengang hatte der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman bereits 2016 öffentlich gemacht, jedoch wurden sie immer wieder verschoben. Er will sein Land unabhängiger machen von den Öleinnahmen und die Erlöse aus der Aktienemission in andere Industriezweige investieren.

Rätselraten um Börsenwert

Ursprünglich hatten Anleger damit gerechnet, dass Saudi-Arabien fünf Prozent an dem Ölriesen platziert. Bin Salman hatte eine Gesamtbewertung von zwei Billionen Dollar angestrebt. Analysten sind sich allerdings uneins, wie viel Saudi Aramco tatsächlich wert ist. Die Experten der Bank of America schätzen den Wert des Staatskonzerns auf 1.2 bis 2.3 Billionen Dollar.

Der Broker Bernstein hält dagegen maximal 1.5 Billionen Dollar für realistisch. Die Aktienemission könnte den Berechnungen zufolge 20 bis 40 Milliarden Dollar bringen und wäre damit grösser als der Börsengang des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba. Dessen Erstemission im Jahr 2014 war 25 Milliarden Dollar schwer.

Saudi Aramco ist eines der profitabelsten Unternehmen der Welt. Der Konzern stellt Firmendokumenten zufolge ein Barrel (159 Liter) Öl für 2.80 Dollar her. Der Marktpreis für ein Fass liegt derzeit bei gut 60 Dollar. Saudi Aramco produziert jeden Tag 10.3 Millionen Barrel und sitzt auf mehr Ölreserven als die vier Ölriesen Exxon Mobil, Royal Dutch Shell, Chevron und BP zusammen. 2018 fuhr der Staatskonzern, der weltweit 76'000 Menschen beschäftigt, einen Nettogewinn von 111 Milliarden Dollar ein. (aeg/sda/awp/reu)

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