DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Activists protest the Shell Oil Company's drilling rig Polar Pioneer which is parked at Terminal 5 at the Port of Seattle, Washington May 16, 2015. Hundreds of activists in kayaks and small boats fanned out on a Seattle bay on Saturday to protest plans by Royal Dutch Shell to resume oil exploration in the Arctic and keep two of its drilling rigs stored in the city's port.      REUTERS/Jason Redmond

Weltweit wurde gegen die Bohrungen in Alaska protestiert – wie hier in Seattle, USA
Bild: JASON REDMOND/REUTERS

Mangels Erfolg: Shell stoppt umstrittene Bohrungen in der Arktis

Der Ölkonzern Shell will seine Erkundungen vor der Küste Alaskas einstellen. Mit der Kritik an dem Arktis-Projekt soll das nichts zu tun haben – die Erfolgschancen seien zu gering, die Kosten zu hoch.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Projekt sorgte weltweit für Protest: Vor der Küste Alaskas bohrte Shell nach Öl und Gas. Greenpeace schickte Aktivisten, vielerorts gingen Menschen auf die Strasse. Erst am Samstag wurde in 40 deutschen Städten demonstriert. Nun hat Shell den Stopp der Erkundungen angekündigt.

Doch nicht etwa Umweltbedenken sind der Grund für das Ende des Arktis-Projekts. Vielmehr sind dem britisch-niederländische Ölkonzern die Kosten zu hoch und die Erfolgsaussichten zu gering. Der Stopp bringt für das Unternehmen finanzielle Belastungen in Milliardenhöhe mit sich, wie es am Montag in London mitteilte.

Rund 240 Kilometer vor Alaskas Küste hatte Shell in diesem Sommer eine Bohrung bis zu einer Tiefe von 2 Kilometern unternommen. Dabei war das Unternehmen auf Anzeichen von Öl und Gas gestoßen – jedoch nicht genug um eine weitere Erschliessung zu rechtfertigen, hiess es nun.

Zudem seien die staatlichen Vorgaben herausfordernd und unpräzise. Die finanziellen Belastungen für den Stopp bezifferte Shell auf etwa drei Milliarden US-Dollar, bezogen auf den Buchwert des Projektes. Weitere 1,1 Milliarden Dollar dürften für zukünftige Vertragsverpflichtungen anfallen. Weitere Details will das Unternehmen bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal geben.

Umweltschützer kritisieren die Bohrungen scharf, weil sie negative Folgen für die Tierwelt in der Arktis fürchten. Auch unter Politikern sind die Öl- und Gasbohrungen in der Arktis umstritten: US-Präsident Barack Obama hatte Shell die Erkundungen im Mai unter Auflagen zwar erlaubt. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton allerdings sprach sich Mitte August dagegen aus. Sie nannte die Arktis einen «einzigartigen Schatz», das Risiko der Bohrungen sei zu groß.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Welche Pandemie? So reich wurden die Reichsten im Corona-Jahr

Jedes Jahr publiziert das «Forbes»-Magazin eine Liste mit den reichsten Menschen des Planeten. Für dieses Jahr zeigt sich: Reich sein während einer globalen Pandemie lohnt sich.

Das letzte Jahr war ein Spezielles. Ein speziell gutes für die Reichsten unter uns. Die Vermögen der Milliardäre dieser Welt explodierten regelrecht. Zeit für einen Überblick und ein paar Zahlenspielereien.

Die Liste wird nach wie vor von Amazon-Gründer Jeff Bezos angeführt. Schlappe 177 Milliarden US-Dollar besitzt der Mann. Das sind 64 Milliarden mehr als letztes Jahr. Eine unvorstellbar grosse Menge an Geld. Zu den Zahlenspielereien kommen wir aber weiter unten.

An zweiter Stelle ist neu Elon …

Artikel lesen
Link zum Artikel