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Britain's Prime Minister Theresa May at center right front row, speaks to lawmakers in the House of Commons, London, Wednesday March 13, 2019. Political crisis in Britain is sparking anxiety across the European Union, as fears rise that Britain will crash out of the bloc on March 29 without a withdrawal agreement to smooth the way. (Mark Duffy/UK Parliament via AP)

Theresa May am Mittwoch im House of Commons. Bild: AP/UK Parliament

May will 3. Abstimmung ++ Unterhaus lehnt harten Brexit ab

Nach dem Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May hat das britische Unterhaus nun auch einen Austritt ohne Abkommen abgelehnt. Nun soll das Parlament über eine Brexit-Verschiebung entscheiden.



Chaos im Unterhaus: Nur etwa zwei Wochen vor dem geplanten Brexit hat das britische Parlament gegen einen EU-Austritt ohne Abkommen gestimmt. Die Abgeordneten verabschiedeten am Mittwoch mit 321 zu 278 Stimmen gegen den Willen der Regierung einen Beschluss, der einen ungeordneten Brexit in jedem Fall ablehnt. Die Entscheidung ist rechtlich allerdings nicht bindend.

John Bercow verkündet das Resultat.

May will das Parlament in London ein drittes Mal über das von ihr ausgehandelte Abkommen mit der EU zum Brexit abstimmen lassen. Einen entsprechenden Antrag für ein solches Votum bis zum 20. März will May am Donnerstag den Abgeordneten vorlegen, wie die Regierung am Mittwochabend mitteilte. Das Abkommen war bereits zwei Mal im britischen Unterhaus gescheitert.

Die Parlamentarier müssten sich am Donnerstag zwischen einer kurzen und einer langen Verschiebung des eigentlich für den 29. März geplanten Austritts entscheiden, sagte May. «Wenn das Unterhaus in den nächsten Tagen einen Weg findet, ein Abkommen zu unterstützen, würde das der Regierung die Gelegenheit geben, um eine kurze befristete technische Verlängerung von Artikel 50 zu ersuchen», sagte May. Andernfalls sei ein sehr viel längerer Aufschub des EU-Austritts notwendig.

Voraussetzung für eine Verschiebung des Brexits ist, dass alle 27 übrigen Mitgliedstaaten dem zustimmen. Grossbritannien will die Europäische Union eigentlich am 29. März verlassen.

EU-Kommission reagiert zurückhaltend

Die EU-Kommission reagierte zurückhaltend auf das Unterhaus-Votum. «Um einen No-Deal vom Tisch zu nehmen, reicht es nicht, gegen einen No-Deal zu stimmen - man muss einem Deal zustimmen», erklärte eine Kommissionssprecherin. «Wir haben einen Vertrag mit der Premierministerin vereinbart und die EU ist bereit, ihn zu unterzeichnen.»

Eine Trennung von der Europäischen Union ohne Abkommen hätte chaotische Folgen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche gehabt. Noch kurz vor der Abstimmung warnte Schatzkanzler Philip Hammond die Parlamentarier, Grossbritannien wäre im Fall eines sogenannten No Deals «erheblichen Verwerfungen» ausgesetzt.

Britain's Prime Minister Theresa May, speaks during a media conference after a meeting with European Commission President Jean-Claude Juncker at the European Parliament in Strasbourg, eastern France, Monday, March 11, 2019. Prime Minister Theresa May is making a last-ditch attempt to get concessions from EU counterparts on elements of the agreement they all reached late last year. (AP Photo/Jean-Francois Badias)

Theresa May erreichte von der EU Zugeständnisse, doch die waren für die Brexit-Hardliner nicht gut genug. Bild: AP/AP

In der Beschlussvorlage der Regierung sollte der Brexit ohne Vertrag nur für den 29. März abgelehnt werden. Für die Zeit danach sollte er auf dem Tisch bleiben. Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten wollte sich damit jedoch nicht zufrieden geben.

Am Dienstag hatte das Unterhaus zum zweiten Mal gegen den zwischen May und Brüssel ausgehandelten Deal gestimmt, obwohl die Regierungschefin kurz zuvor Zugeständnisse der EU erreicht hatte.

Das Parlament in London ist in Sachen Brexit heillos zerstritten. Mays Pläne zum EU-Austritt hatten zu zahlreichen Rücktritten von Ministern geführt. Darunter waren auch die Brexit-Minister David Davis und Dominic Raab sowie Aussenminister Boris Johnson.

Backstop als Streitpunkt

Heftig gestritten wurde vor allem um den sogenannten Backstop. Das ist eine in dem Austrittsabkommen festgeschriebene Garantie für eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland. Die Regelung sieht vor, dass Grossbritannien in einer Zollunion mit der EU bleibt, bis eine bessere Lösung gefunden ist.

Brexit-Hardliner fürchten, dies könnte das Land dauerhaft an die EU fesseln und eine eigenständige Handelspolitik unterbinden. Sie hatten daher eine zeitliche Befristung oder ein einseitiges Kündigungsrecht für den Backstop gefordert.

May führt seit einer verpatzten Neuwahl im Sommer 2017 eine Minderheitsregierung an, die die Unterstützung der nordirischen Partei DUP benötigt. Die Regierungschefin ist auf jede Stimme im Parlament angewiesen.

epa07418926 (26/66) A defaced sign designates the border between the Republic of Ireland and Northern Ireland on the A13 Road near Londonderry in Britain, 01 March 2019.  Neither the UK nor the EU wants a hard border, and the Irish backstop is the mechanism that negotiators agreed upon to prevent that from happening. The open border, a now-invisible, 499-kilometer (310-mile) line running through countryside, farmland and bisecting main roads, is enshrined in an international peace deal that in 1998 helped to extinguish decades of sectarian and political violence in Northern Ireland; a period known as the Troubles. Over 3,000 people died during the Troubles, which saw unionist paramilitaries from largely Protestant areas, who identify as British, and republican militias from largely Catholic areas, who sought a re-unified Ireland, trade terror. Britain is scheduled to leave the European Union on 29 March 2019, two years after Prime Minister Theresa May invoked Article 50, the mechanism to notify the EU of her country's intention to abandon the member's club after the tightly-contested 2016 referendum. The results of that referendum exposed a divided nation. Leave won, claiming 52 percent of the overall vote. Voters in England and Wales came out in favor of leave, while Scotland and Northern Ireland plumped for remain.  EPA/NEIL HALL  ATTENTION: For the full PHOTO ESSAY text please see Advisory Notice epa07418899 , epa07418900

Bleibt einer der Hauptstreitpunkte: Die Grenze zwischen Irland und Nordirland. Bild: EPA/EPA

Nicht nur Mays Konservative Partei ist im Brexit-Kurs uneins, sondern auch die grösste Oppositionspartei Labour. Insgesamt ein knappes Dutzend unzufriedener Abgeordneter aus beiden Parteien hat kürzlich eine eigene «Unabhängige Gruppe» gegründet und weitere Parlamentarier ermuntert, sich ihnen anzuschliessen.

Mitten im Brexit-Streit sieht sich die Regierung auch noch mit einem schwächeren Wachstumsausblick konfrontiert. Schatzkanzler Hammond sagte im Unterhaus, in diesem Jahr sei mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent zu rechnen. Bisher hatte die Prognose 1,6 Prozent betragen. Für 2020 wurde die Erwartung bei 1,4 Prozent belassen.

Die Briten hatten bei einem Referendum im Jahr 2016 mit knapper Mehrheit für den Austritt aus der Staatengemeinschaft votiert. (cma/sda/dpa/afp)

Im Netz sind die Briten längst zur Lachnummer avanciert

Ein chaotischer Brexit hätte für die EU verheerende Folgen

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74
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    Alle Leser-Kommentare
  • dho 14.03.2019 14:33
    Highlight Highlight Wenn wir uns wünschen, dass England/Wales in 40 Jahren wieder Mitglied der EU werden (allerdings mit allem drum und dran, inklusive der Abschaffung des Pfundes), wenn wir uns das also wünschen, sollte das UK jetzt mit no-Deal aussteigen.. die Schotten und die vereinigte Republik der Iren würde dann zur Begrüßung bereitstehen. Eventuell sogar die Schweiz... und jetzt blitzt x schön in alle Himmelsrichtungen 🌞
  • Oberon 14.03.2019 00:49
    Highlight Highlight Wenn man aus dem 3. wichtigsten Binnenmarkt austreten will sollte man schon einen Plan haben.

    Ich hoffe wir stellen uns besser an.
  • Sophia 13.03.2019 23:33
    Highlight Highlight Die Brexiters haben das Volk schamlos belogen und es auch über die Mordoch-Medien jahrelang mit Lügen eingedeckt. (Mordoch will kein starkes EU Parlament, das er nicht so leicht kontrollieren könnte, wie das eines kleinen Landes!) Für alles, was (auch in jedem anderen Staat der Welt) schief läuft oder lief, hat man in Britanien die EU verantwortlich gemacht. Es wäre nichts als eine Richtigstellung, das Volk nochmals zu befragen, denn inzwischen ist ihm klar geworden, wie sehr es hinters Licht geführt wurde! Allein des Friedens in Nordirland wegen sollte man nochmals abstimmen.
  • Posersalami 13.03.2019 23:24
    Highlight Highlight GB hat sich Zeit gekauft, um doch noch etwas auszuhandeln. Mutmasslich bis zur Europaratswahl am 23. Mai. Es ist schon fraglich, ob man in 2 Monaten zu einem anderen Ergebnis kommt als in 3 Jahren. Ich bin auf alle Fälle gespannt.
    • Baba 14.03.2019 12:12
      Highlight Highlight Die Verschiebung kann maximal bis zum Ende der Legislaturperiode des Europarats dauern und diese geht meines Wissens Ende Juni 2019 zu Ende.

      Ich habe den Eindruck, dass das Parlament so gearbeitet hat: "Brexit-Verhandlungen - ach ja... Es ist ja noch soooo viel Zeit. Es ist ja noch so viel Zeit. Es ist ja noch Zeit. Huch - es ist Zeit!" Die Frage, ob in zusätzlichen drei Monaten noch was vernünftiges erreicht werden kann, ist völlig berechtigt.

      Wie lange würde es dauern, ein neuerliches Referendum zu organisieren? Könnte Art. 50 in einem solchen Fall (Referendum) auch 'ausgesetzt' werden?
  • Militia 13.03.2019 23:10
    Highlight Highlight Die beste Lösung wäre beinahe ein neues Referendum mit der Hoffnung dass der Brexit dieses Mal abgelehnt wird. Falls er nochmals angenommen werden sollte ist man immerhin nicht blöder dran als man nun eh schon ist.
  • Froggr 13.03.2019 22:57
    Highlight Highlight Was habt ihr eigentlich alle für ein Problem mit dem Brexit? Geht uns ja nichts an. Die einzigen, die möglicjerweise Leiden sind die Briten und die EU. Wobei auch da nichts bewiesen ist, bis es dann soweit ist. Also kommt mal von eurem EU-Tripp runter. Irgendwann wird auch diese zu Bruch gehen.
    • Sophia 14.03.2019 10:37
      Highlight Highlight Lieber Frogg, weshalb um Himmelswillen sollen wir nicht für ein vereintes Europa sein? Das ist kein Tripp, sondern eine Sache der Vernunft. Du magst das ja emotional sehen, das ist deine Sichtweise und dein Temperament, die aber nicht auf uns zutrifft, wir bleiben auf dem Boden! Du dürftest ja wissen, dass unsere Multis nur wenig im eigen Land verdienen und erwirtschaften. Das geht nur so lange gut, wie wir alles abnicken und den Amis sogar Milliarden Strafen zahlen ohne aufzumucken. Wir wollen in die EU, dort mitreden und sie zum Erfolg führen, weil das auch uns nützt.
  • Trump's verschwiegener Sohn 13.03.2019 22:16
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig zwischen den Linien, dass die EU einen harten Brexit erzwingen kann, wenn nicht alle 27 Mitgliedsstaaten bestimmten Vorschlägen zustimmen? (Unabhängig davon ob das den Briten passt oder nicht)
    • Astrogator 13.03.2019 22:41
      Highlight Highlight Nein, das ist nicht korrekt. Ob es einen harten Brexit gibt ist alleine die Entscheidung von GB. Sie können mit dem Vertrag aussteigen ohne Vertrag oder das Austrittsgesuch zurückziehen.

      Einer Verschiebung des Austrittsdatums müssen aber alle 27 Staaten einstimmig zustimmen.
    • satyros 13.03.2019 23:02
      Highlight Highlight Die EU kann - wie das Vereinigte Königreich auch - einen harten Brexit erzwingen, in dem sie keinen anderslautenden Vertrag unterschreibt. Im Moment ist es eher das UK, das diesen Weg wählt.
    • Asmodeus 13.03.2019 23:08
      Highlight Highlight Sie behaupten es.

      Aber Grossbritannien kann den Austritt zurück nehmen in diesem Fall (was eh klüger wäre)
  • DemonCore 13.03.2019 22:11
    Highlight Highlight Das Parlament muss entweder für den Deal oder gegen Brexit stimmen, d.h. die Regierung zwingen den Artikel 50 zu widerrufen. Oder May findet ihr Verantwortungsgefühl und macht es selbst.
    • Gurgelhals 13.03.2019 22:29
      Highlight Highlight Artikel 50 kann nur mit einem Parlamentsbeschluss widerrufen werden.

      Der Europäische Gerichtshof hat in dieser Sache ja entschieden, dass der UK das Recht hat, einseitig und ohne Zustimmung der restlichen EU Staaten die Austrittserklärung zu widerrufen. Das Gericht hat aber auch entschieden, dass dies nach dem exakt gleichen Ablauf erfolgen muss, wie die Erklärung ursprünglich eingereicht wurde. Da der Austrittserklärung ein Parlamentsbeschluss voranging, braucht es also auch einen Parlamentsbeschluss, um sie allenfalls wieder zu widerrufen.
  • Juliet Bravo 13.03.2019 22:03
    Highlight Highlight Also, Raus ist nichts und drinnen bleiben auch nicht. Der Maydeal aber auch nicht. Ja was?! Was wollt ihr denn?
    • Gurgelhals 13.03.2019 22:24
      Highlight Highlight May will das Parlament will jetzt offenbar noch ein drittes mal über ihr blödes Austrittsabkommen abstimmen lassen... 🤦‍♀️

      Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Brexiter schreien Zeter, Mordio und "Will of the People!!!1einself!!", wenn jemand den Vorschlag eines zweiten Referendums auch nur erwähnt. Aber May kann den überdeutlichen Willen des Parlaments – des Souveräns des UK! – beliebig oft missachten und es x mal über die gleiche Vorlage abstimmen lassen und das scheint die gleichen Leute "komischerweise" überhaupt nicht zu stören. Verlogene Bande, alle!
    • Mike Shivago 13.03.2019 22:25
      Highlight Highlight Maoam
    • hcb78 13.03.2019 22:40
      Highlight Highlight MAOAM!
    Weitere Antworten anzeigen
  • amazonas queen 13.03.2019 21:57
    Highlight Highlight Ich bin gespannt, ob irgendwann die Queen ein Machtwort spricht. Einer muss das mal beenden.
    • Beat Heuberger 13.03.2019 22:08
      Highlight Highlight In so Situationen antwortet üblicherweise jemand mit Krieg. Schaunwermal.
    • Juliet Bravo 13.03.2019 22:24
      Highlight Highlight Krieg gegen wen denn? Die sind ja selber schuld.
    • Astrogator 13.03.2019 22:45
      Highlight Highlight "Krieg gegen wen denn?"
      Naja, die Brexiteers um Boris könnten ja in Rüstungen steigen und wieder mal gegen Schottland ins Feld ziehen
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 13.03.2019 21:44
    Highlight Highlight Eine zweite Abstimmung zum Brexit würde die EU zum Abwarten zwingen.
    Sie wäre die ideale Ausrede, um jetzt nicht entscheiden zu müssen!
    Corbyn von Labour hat also recht:
    Second Vote!
  • eBart! 13.03.2019 21:41
    Highlight Highlight Kindergarten mit viel mimimi.

    Ihr wolltet raus? Also, Ende der Diskussion.
  • Sherlock_Holmes 13.03.2019 21:36
    Highlight Highlight Für einmal spinnen nicht (nur) die Römer... 🧐 wenn es bloss nicht so ernst wäre...
    Ein schwer zu lösender – hoffentlich nicht aussichtsloser – Fall.
    Benutzer Bild
    • G. 14.03.2019 02:58
      Highlight Highlight Asterix und Obelix bei den Briten

      😂😂😂
  • irgendwie so: 13.03.2019 21:28
    Highlight Highlight Ich mag ja den trockenen, schwarzen britischen Humor und die 'stiff upper lipp' oder wie das auch immer heisst. Aber bei 308 zu 312 finden das wahrscheinlich nur noch die Briten lustig und die ganz hatgesottenen sehen sich um das Vergnügen gebracht, sich über den realexistierenden harten Brexit lustig zu machen. Da sind heute Abend ein paar ganz dunkle Pointen verhindert oder zumindest verschoben worden.
    Naja, was nicht idt kann ja noch werden... spätestens beim Rahmenabkommen🤓
  • LLewelyn 13.03.2019 21:13
    Highlight Highlight Was in der ganzen Brexit Debatte deutlich zu tage tritt, ist wie durch und durch reguliert das Leben im Westen ist. Man stelle sich als Beispiel nur folgendes vor: In der UK gibt es jemand der ein Medikament braucht und dieses auch kaufen will. In Kontinentaleuropa gibt es jemanden, der dieses Medikament herstellt und es auch verkaufen würde. An dieser grundlegenden Ausgangslage ändert auch ein Brexit nichts. Nun kommt aber der Brexit und plötzlich soll dieser Handel nicht mehr möglich sein. Ein wohl besseres Beispiel für die Verrbürokratisierung des Lebens gibt es wohl nicht.
    • Astrogator 13.03.2019 22:22
      Highlight Highlight Auch nach einem harten Brexit ist Handel möglich, nur umständlicher weil mit mehr Bürokratie verbunden und damit auch teurer
    • Radesch 13.03.2019 22:24
      Highlight Highlight Ja. man stelle sich vor, ein Afrikaner will in der Schweiz wohnen und in der Schweiz stehen auch genug leere (weil überteuerte) Wohnungen zur Verfügung. Ach warte... (Äquivalent: Pole, Tscheche, ... der nach England will)

      Das Leben braucht Gesetze und Regulierungen, damit ein anständiges Zusammenleben möglich ist. Das ist in Einzelfällen oft mühsam, in der Gesamtheit aber nötig.
    • LLewelyn 14.03.2019 13:25
      Highlight Highlight @Astrogator - das ist ja gerade der Punkt.
      @Radesh - zum ersten Teil: Theoretisch ja, praktisch ist der Warenverkehr eben doch etwas komplett anderes als Immigration (ganz im Sinne von Frisch: Es kommen halt nicht Arbeitskräfte sondern Menschen).

      Was den zweiten Teil angeht: Ich behaupte nicht es brauche KEINE Gesetze und Regulierungen (bin ja kein Anarchist), aber die goldene Mitte hat man längst verfehlt, wenn grundsätzlich handlungswillige Briten und Kontinentaleuropäer um Lieferengpässen und -ausfällen wegen bürokratischen Hürden Sorgen machen müssen.
  • Sarkasmus x pi und die Wurzel daraus 13.03.2019 21:12
    Highlight Highlight Hmm, unseriös zusammengefasst bedeutet dies: Wir wollen gefälligst nicht gewinnen, verlieren ist aber auch keine Alternative, Unentschieden hatten wir doch schon zwei Mal.... Wo bleibt der VAR wenn man ihn einmal wirklich brauchen könnte :-)
    +++good luck empire+++ ((Die Queen wirds richten)) :P
  • Midnight 13.03.2019 20:52
    Highlight Highlight Das soll noch einer verstehen... 😜
  • Cityslicker 13.03.2019 20:48
    Highlight Highlight Was bin ich froh, dass hier in Kontinentaleuropa keine Popcorn 🍿 Shortage in Sicht ist - in UK könnte das schon bald ganz anders aussehen, dabei war eine stabile Popcorn-Versorgung nie wichtiger als in diesen geschichtsträchtigen Tagen... Popcorn, anyone 🍿? 😉
  • Oh Dae-su 13.03.2019 20:42
    Highlight Highlight Wow! Die stimmen tatsächlich fast für einen No-Deal Brexit. Das Spektakel an der Börse hätte ich ja gerne gesehen.
    • marcog 13.03.2019 20:51
      Highlight Highlight In spätestens 2 Wochen wirst Du es auch sehen...
    • AdvocatusDiaboli 13.03.2019 22:14
      Highlight Highlight Das ist alles halb so wild. Auch bei einem no-deal Brexit bleibt grenzenüberschreitendes Angebot und Nachfrage bestehen. Nach etwas stocken wird sich das schnell normalisieren.
    • Sophia 14.03.2019 10:45
      Highlight Highlight AdvocatusDiaboli, dein Wort in Gottes Ohr!
  • Sabrina Flückiger 13.03.2019 20:40
    Highlight Highlight Die Briten wissen doch selber nicht was sie wollen?!
    • Gonzolino_2017 13.03.2019 22:03
      Highlight Highlight Nein, die Briten wissen genau was sie wollen - die Politiker weigern sich schlicht, den Mehrheitsentscheid des Volkes und damit den Volkswillen umzusetzen! Und nein, es war immer klar, dass ein Austritt schwierig wird - es muss niemand sagen, sie hätten nicht gewusst was das heisst! Die EU macht sicher keinen vorgängigen Vertragsentwurf als Grundlage für eine Austrittsabstimmung - wer das ernsthaft glaubt, glaubt auch an den Osterhasen!
    • supremewash 13.03.2019 22:54
      Highlight Highlight Das ist politisches Versagen auf ganzer Linie. Man kann doch nicht über eine Vorlage abstimmen lassen, welche diesen Namen mangels objektiver Entscheidungsgrundlage gar nicht verdient. Ich weiss zwar nicht im Detail, wie man das im UK aufgleisen muss, aber man arbeitet doch erst einen Deal mit der EU aus (ev. nach einer nicht bindenden Volksbefragung) und lässt dann über diesen abstimmen.
    • Der_Andere 14.03.2019 00:22
      Highlight Highlight Aber ist das heute noch der Volkswille? Keiner weiss es und niemand will nachfragen. Warum stimmt man dann nicht ein zweites Mal ab? Drei Optionen: May Deal Brexit, No Deal Brexit, gar kein Brexit.

      Man tut es nicht, aus Angst dass der Brexit verworfen wird. Die Abstimmung 2016 in allen Ehren. Aber es wurden damals 0 Konzepte ausgearbeitet, wie man sowas in die Tat umsetzen wollte. Man veranschlagte ein Ziel ohne den Weg zu kennen und das Volk sprang auf lustige "No EU"-Slogans an.

      Aber siehe das Chaos jetzt. Die Briten wissen sicher vieles. Aber nicht was sie wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Echo der Zeit 13.03.2019 20:30
    Highlight Highlight Seit zwei Jahren wird verhandelt - was das jetzt schon Gekostet hat und was es erst noch Kosten wird - Nur für das Ego der Nationalisten.
    • Go on... 13.03.2019 20:44
      Highlight Highlight Nein. Was man immer wieder hört, ist das den Briten die PFZ zu schaffen gemacht hat.
    • balzercomp 13.03.2019 21:15
      Highlight Highlight Die Briten haben bei der EU-Osterweiterung nur selbst auf die Übergangsfristen verzichtet. Anders als (fast) alle anderen EU-Staaten. Zusätzlich haben sie noch die Zuwanderung aus ihren ehemaligen Kolonien. Die hat nichts mit der PFZ der EU zu tun.
    • Ril 13.03.2019 21:36
      Highlight Highlight Die Migranten aus Polen und ferneren Ländern sind heutzutage das Rückgrat der Arbeiterschaft. Ohne die läuft nix. Das werden vor Allem die pflegebedürftigen pensionierten Brexiteers zu spüren bekommen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ril 13.03.2019 20:25
    Highlight Highlight 308 für no Deal? Spinnen die?
    • FrancoL 13.03.2019 20:32
      Highlight Highlight Hochmut kommt vor dem Fall und UK hat wohl noch nicht gemerkt dass sie keine Weltmacht mehr sind.
    • Pointer 13.03.2019 20:43
      Highlight Highlight Die wollten eventuell eine Ende mit Schrecken als gar kein Ende.
    • MrFaeh 13.03.2019 20:45
      Highlight Highlight Einige Briten haben leider noch nicht ganz verstanden um was es genau geht, und was genau im Land passieren wird, wenn England aus der EU ohne Deal austritt.. Vor allem was es im Norden Grossbritanniens anrichten kann. Sollte es wieder "harte Grenzen" geben, haben viele Angst, dass das Karfreitagsabkommen hinfällig werden könnte und der Krieg wieder entflammt...
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