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Bild: Getty Images AsiaPac

Geplündert, verkauft, verwittert: 1962 Kilometer der chinesischen Mauer sind verschwunden



Die chinesische Mauer bekommt mehr und mehr Lücken: Allein der Abschnitt, der aus der Ming-Dynastie (1368-1644) stammt, habe bis heute über 30 Prozent seiner Länge verloren, berichteten chinesische Medien am Montag.

Chinas grosse Mauer erstreckt sich über mehr als 21'000 Kilometer. Der Bau an der Grenzbefestigung begann bereits im dritten Jahrhundert, der wichtigste Teil aber – knapp 9000 Kilometer – entstand während der Ming-Dynastie.

epa04234784 Tourists make their way through the Badaling section of the Great Wall in Beijing, China, 01 June 2014. As the Dragon Boat Festival which is also known as the Duanwu Festival is observed with a three-day holiday from 31 May to 02 June, local and foreign tourists are trooping to popular attractions in Beijing to enjoy and boost tourism. Duanwu Festiv the fifth lunar month in honor of Qu Yuan, an ancient Chinese poet and statesman.  EPA/ROLEX DELA PENA

So kennt man sie: die Grosse Mauer bei Badaling in der Nähe von Peking Bild: ROLEX DELA PENA/EPA/KEYSTONE

epa02145831 Unrestored stretches of the Huanghua section of the Great Wall dip into a reservoir 60km north of Beijing, China 06 May 2010. The Great Wall is one of 37 UNESCO recognised World Heritage sites in China. The wall's history dates back to the second century BCE though this section is from the Ming Dynasty (1348-1644) and was reputed to have been built by a Lord Cai whose excessive attention to detail and slow progress got him beheaded.  EPA/ADRIAN BRADSHAW

Und so sieht sie an vielen Orten aus. Bild: EPA

Davon seien über die Jahrhunderte 1962 Kilometer komplett verschwunden, weitere 1200 Kilometer seien in schlechtem Zustand, hiess es in der «Beijing Times» unter Berufung auf die staatliche Verwaltung der chinesischen Kulturgüter.

Einige Teile sind komplett verwittert, andere durch Plündereien armer Anwohner zerstört worden, die mit den Steinen Häuser bauten oder sie als Souvenirs verkauften. Für erheblichen Schaden sorgten aber auch die vielen Besucher des Weltkulturerbes, berichtete das Blatt.

Die «Global Times» erinnerte daran, dass auf den Diebstahl von Mauer-Steinen eine Geldstrafe von umgerechnet über 70 Franken steht. Doch gebe es keine Behörde, die derartige Vergehen ahndet, klagte der Denkmalschützer Jia Hailin gegenüber der Zeitung. (mlu/sda/afp)

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