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Schon wieder 200 Wale an der Küste Neuseelands gestrandet – und niemand weiss, warum

11.02.2017, 11:2411.02.2017, 13:34

An der Küste Neuseelands sind am Samstag schon wieder 200 Wale gestrandet. Hunderte Helfer versuchten den ganzen Tag lang vergeblich, die Tiere bei Farewell Spit, einer Landzunge im äussersten Norden der neuseeländischen Südinsel, im Wasser zu halten.

Gestrandete Wale am Samstag bei Farewell Spit.
Gestrandete Wale am Samstag bei Farewell Spit.Bild: ANTHONY PHELPS/REUTERS

Bei Einbruch der Dunkelheit entschied die Naturschutzbehörde aus Sicherheitsgründen, die Tiere an dem Strand an der Golden Bay vorerst sich selbst zu überlassen.

Bei Farewell Spit waren bereits am Freitag mehr als 400 Grindwale gestrandet. Die meisten von ihnen verendeten.

Die Rettungsaktion am Samstag in vollem Gange.
Die Rettungsaktion am Samstag in vollem Gange.Bild: ANTHONY PHELPS/REUTERS

Am Samstag gelang es den Helfern zunächst, die hundert überlebenden Tiere nach Einsetzen der Flut wieder ins Wasser zu bugsieren. Die Wale schlossen sich jedoch einer zweiten Gruppe von rund 200 Grindwalen an, die sich ebenfalls vor der Küste versammelt hatte. Trotz einer Hai-Warnung wateten die Helfer bis zum Hals ins Wasser, um mit einer Menschenkette eine erneute Strandung zu verhindern.

Mit einer Menschenkette sollte am Freitag verhindert werden, dass die Wale erneut an Land kommen.
Mit einer Menschenkette sollte am Freitag verhindert werden, dass die Wale erneut an Land kommen.Bild: ANTHONY PHELPS/REUTERS

Trotz «grösster Bemühungen» aller Helfer seien die 200 Grindwale bei Ebbe aber schliesslich auch gestrandet, sagte der Behördensprecher Herb Christophers. «Vielleicht können wir einige der gestrandeten Wale retten», fügte er hinzu.

Vermutlich könnten aber nicht alle Tiere zurück ins offene Meer geleitet werden. Auch eine erneute Strandung könne nicht ausgeschlossen werden. Rund 20 Wale, die im Laufe des Tages an Land kamen, wurden bereits eingeschläfert.

Hunderte Helfer versuchten trotz Hai-Alarm, die Wale zu retten.
Hunderte Helfer versuchten trotz Hai-Alarm, die Wale zu retten.Bild: ANTHONY PHELPS/REUTERS

An den Küsten Neuseelands stranden immer wieder Wale. Warum die Meeressäuger die Orientierung verlieren, ist unklar. Vermutlich folgen sie einem verirrten oder kranken Tier in seichtes Gewässer.

Warum die Wale stranden, ist nach wie vor ein Rätsel.
Warum die Wale stranden, ist nach wie vor ein Rätsel.Bild: EPA/NEW ZEALAND DOC

Warum die grosse Grindwal-Gruppe am Samstag strandete, ist nach Angaben von Umweltschützern ebenfalls unklar. Möglicherweise reagierten die Tiere auf Rufe ihrer am Freitag gestrandeten Artgenossen, wie Daren Grover von der an der Rettung beteiligten Tierschutzgruppe Project Jonah sagte.

Die Naturschutzbehörde vermutet, dass die Wale aus Angst vor Haien ins seichte Wasser geschwommen sein könnten. Vor Farewell Spit gebe es Weisse Haie und an einem der verendeten Wale seien Bisswunden gefunden worden, sagte der Behördenvertreter Mike Ogle im Radio New Zealand.

Einige Tiere konnten gerettet werden.
Einige Tiere konnten gerettet werden.Bild: ANTHONY PHELPS/REUTERS

Grindwale werden bis zu sechs Meter lang. Sie sind die häufigste Walart in neuseeländischen Gewässern. Die grösste Massenstrandung von Grindwalen in Neuseeland gab es 1918, als auf der abgelegenen Insel Chatham tausend Säuger landeten.

1985 strandeten 450 Grindwale in Auckland. An der Landzunge Farewell Spit, die rund 150 Kilometer westlich der Touristenstadt Nelson liegt, hat es in den vergangenen zehn Jahren mindestens neun Massenstrandungen gegeben. (meg/sda/afp)

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Weasel
11.02.2017 13:11registriert Oktober 2016
Testet das Militär etwa wieder ein neues Sonar...?🤔
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Zeit_Genosse
11.02.2017 13:09registriert Februar 2014
Gibt es keine Möglichkeit mit Schallwellen oder Sonar die Tiere von den Küsten und Buchten fernzuhalten? Auf dem offenen Meer ist das Überleben sichergestellt. Nur weiss man leider nicht wann und wo sie stranden. Und das Warum ist spekulativ. So bleibt nur Symptombekämpfung.
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Rogidog
11.02.2017 13:45registriert Februar 2017
Tja, vielleicht wollen diese Geschöpfe der Menschheit verzweifelt mitteilen endlich mit der Vergiftung der Meere mit Chemikalien, Abfall und Plastik aufzuhören!?
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