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Irak
Syrien

UNO will islamistischen Terror im Irak und in Syrien bekämpfen

Sanktionen gegen Unterstützer

UNO will islamistischen Terror im Irak und in Syrien bekämpfen

Zumindest beim Vorgehen gegen den Islamismus sind sich die UNO-Vetomächte einig. Mit Unterstützung Russlands und Chinas soll die Finanzierung der Terrorgruppen gestoppt werden. Notfalls will die Staatengemeinschaft noch weiter gehen.
16.08.2014, 08:11

Mit Druck auf die Hintermänner wollen die Vereinten Nationen den islamistischen Terrorismus im Irak sowie im Nahen Osten insgesamt bekämpfen. Der UNO-Sicherheitsrat beschloss am Freitag einstimmig eine Resolution, die sechs Unterstützer auf eine Schwarze Liste mit Sanktionen setzt. 

Zudem werden alle 193 UN-Staaten verpflichtet, Finanzierung und Rekrutierung für Terrorgruppen zu unterbinden. Der Beschluss richtet sich insbesondere gegen die Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) im Irak und Al-Nusra-Front in Syrien.

Die sechs Männer gelten als Hintermänner und Financiers der Terroristen. Zu den Strafen zählen Reiseverbote und auch das Einfrieren von Auslandskonten. Gegen Islamischer Staat und Al-Nusra-Front selbst gelten bereits ähnliche Sanktionen. Die Schwarze Liste kann verlängert werden, Beobachter rechnen mit weiteren Namen in Kürze.

«Eine klare Botschaft»

 Grossbritanniens UNO-Botschafter Mark Lyall Grant am 15. August 2014 in New York.
 Grossbritanniens UNO-Botschafter Mark Lyall Grant am 15. August 2014 in New York.Bild: AFP

«Diese Resolution ist eine klare Botschaft, dass die internationale Gemeinschaft nicht danebensteht, wenn Islamisten eine ganze Region destabilisieren», sagte Grossbritanniens UNO-Botschafter Mark Lyall Grant, in diesem Monat Präsident des Rates.

«Die Bedrohung wächst. Wir sehen mit Schrecken die Verbrechen der Islamisten: Erschiessungen, Entführungen und massenhafte sexuelle Gewalt.» Das Sinnvollste sei es, gegen die Hintermänner und die Finanzierung vorzugehen. «Diese Resolution ist nicht das letzte Wort, sie kann weiter angepasst werden. Wir müssen entschlossen, geschlossen und kreativ sein.»

«Terrorismus ist zum Faktor der Politik im Nahen Osten geworden», hiess es aus der russischen Vertretung. «Die Welt muss dagegen aufstehen, weil die ganze Region in Gefahr ist.» US-Botschafterin Samantha Power sprach über eine Bedrohung gerade für die Christen: «Islamischer Staat bietet nur die Wahl zwischen Konversion zum Islam oder Tod. Menschen, die kein Muslim werden wollten, wurde öffentlich die Kehle durchgeschnitten.» (viw/sda/dpa)

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