Iran
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Ehemalige Kriegsbeute

Irak bekommt vom Iran die eigenen Kampfjets zurück, um Stellungen der ISIS zu bombardieren



Mehrere neue irakische Kampfflugzeuge stammen laut Analysten womöglich nicht aus Russland, sondern aus dem Iran. Drei Kampfjets vom Typ Su-25, die auf Aufnahmen des Verteidigungsministeriums in Bagdad beim Landeanflug zu sehen sind, würden die typische Bemalung und die Seriennummern iranischer Kampfflugzeuge tragen.

Das erklärte das International Institute of Strategic Studies (IISS) am Mittwoch in London. Zudem seien die Maschinen auf dem Luftweg im Irak eingetroffen, wohingegen die Flugzeuge aus Russland zerlegt in mehreren Frachtflugzeugen geliefert wurden.

Der Irak hatte vor einer Woche mitgeteilt, ein Dutzend Kampfflugzeuge vom Typ Su-25 aus Russland gekauft zu haben. Nachdem am Sonntag fünf Maschinen geliefert wurden, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit, dass fünf weitere Maschinen im Irak eingetroffen seien.

Das Video, das die Mitteilung begleitete, lässt jedoch den IISS-Experten zufolge annehmen, dass die drei gezeigten Maschinen aus dem Iran stammen. Gemäss den wegen seines Atomprogramms verhängten UNO-Sanktionen darf der Iran seit 2007 keine Rüstungsgüter mehr exportieren.

Die IISS-Experten wiesen darauf hin, dass ein Grossteil der iranischen Su-25-Flotte ursprünglich aus dem Irak stammte. Während des Golfkriegs 1991 hätten die Piloten von sieben irakischen Kampfflugzeugen Zuflucht im Nachbarland gesucht, wo sie gegen Bagdads Willen in die iranische Luftwaffe eingegliedert wurden.

Die Suchoi-Flugzeuge sollen die irakische Luftwaffe im Kampf gegen die Dschihadisten verstärken. Diese hatten in den vergangenen Wochen die Grossstadt Mossul und weite Teile des Nordirak in ihre Gewalt gebracht und dort am Dienstag ein bis nach Syrien reichendes Kalifat ausgerufen. (kri/sda/afp)

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