Islamischer Staat (IS)
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Muslims gather in front of the Arrahma Mosque after Friday prayers in Nantes, western France, September 26, 2014 to pay tribute to French mountain guide Herve Gourdel who was beheaded by an Algerian Islamist group. Thousands of French Muslims, who at 5 million make up about eight percent of the population, are set to rally across the country on Friday to protest Islamic State, which many say does not represent their religion. The placard reads

«Nicht in meinem Namen:» Französische Muslime demonstrieren in Nantes gegen den IS Bild: STEPHANE MAHE/REUTERS

Französische Muslime demonstrieren gegen «Barbarei» der IS-Miliz



In Paris haben hunderte Muslime gegen die «Barbarei» der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) demonstriert. «Wir, die Muslime Frankreichs, sagen Stopp dieser Barbarei», rief der Präsident des Dachverbandes Französischer Rat des muslimischen Glaubens (CFCM), Dalil Boubakeur, vor hunderten Demonstranten am Freitag.

Der Protest vor der Grossen Moschee von Paris war zugleich eine Trauerbekundung für die in Algerien von Islamisten enthauptete französische Geisel Hervé Gourdel. Boubakeur hob hervor, dass der Islam «eine Religion des Friedens» sei, die zum Respekt vor dem Leben verpflichte. Einen Koran-Vers zitierend sagte er, einen Menschen zu töten sei, wie wenn «die ganze Menschheit» getötet würde.Die Demonstration sei der Ausdruck des Willens der französischen Muslime zur nationalen Einheit und zum friedlichen Zusammenleben.

Innerhalb der muslimischen Gemeinde Frankreichs waren allerdings auch kritische Stimmen zu der Demonstration laut geworden. So hatte das Kollektiv gegen Islamfeindlichkeit in Frankreich (CCIF) davor gewarnt, Muslime dürften sich nicht generell in die Rolle von Schuldigen drängen lassen. In der Zeitung «Le Figaro» vom Freitag hatten muslimische Persönlichkeiten einen Beitrag als Solidaritätsbekundung mit den IS-Opfern unterzeichnet, in dem sie erklären: «Auch wir sind 'dreckige Franzosen'.»

Die besonders im Irak und in Syrien aktiven sunnitischen Fanatiker vom so genannten Islamischen Staat (IS) hatten diese Woche ihre Anhänger dazu aufgerufen, wahllos Bürger aus Ländern zu töten, die sich der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz angeschlossen haben. Dabei wurden vor allem 'dreckige Franzosen' als Ziel genannt. Der 55-jährige Bergführer Gourdel wurde wenig später in Algerien von seinen islamistischen Entführern mit Verbindungen zum IS enthauptet. In Frankreich waren die Fahnen am Freitag wegen der Ermordung der Geisel landesweit auf Halbmast gesetzt worden. Dies sollte auch am Wochenende so bleiben. Landesweit waren am Freitag und am Wochenende weitere Trauerbekundungen für Gourdel und Demonstrationen gegen den IS geplant. (sda/afp)

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