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Angehörige trauern um die verstorbene Marie. (Bild aus dem Jahr 2013)
Angehörige trauern um die verstorbene Marie. (Bild aus dem Jahr 2013)Bild: KEYSTONE

Keine lebenslängliche Verwahrung für den Mörder im Fall Marie

07.03.2018, 12:4107.03.2018, 13:31

Das Bundesgericht hat die lebenslängliche Freiheitsstrafe für den Mörder der jungen Frau «Marie» bestätigt. Die vom Kantonsgericht Waadt angeordnete lebenslängliche Verwahrung haben die Lausanner Richter hingegen aufgehoben.

Das Bundesgericht führt aus, dass die gesetzlichen Voraussetzungen dafür nicht erfüllt seien. Nur ein Sachverständiger gehe davon aus, dass der Verurteilte «dauerhaft untherapierbar» sei. Für eine lebenslängliche Verwahrung brauche es zwei unabhängige Gutachten, die zu diesem Schluss kämen.

Der Verurteilte war im Jahr 2000 wegen Mordes und weiterer Delikte zu einer Zuchthausstrafe von 20 Jahren verurteilt worden. 2012 erfolgte eine bedingte Entlassung. Ab März 2013 stand er in Kontakt mit Marie. In der Nacht vom 14. Mai 2013 erdrosselte der Mann die junge Frau.

Das Kantonsgericht Waadt bestätigte die Verurteilung zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe und die lebenslängliche Verwahrung. In einem Entscheid vom 26. Februar hat das Bundesgericht die Beschwerde des Mörders im Punkt der lebenslänglichen Verwahrung gutgeheissen.

Das Kantonsgericht ist gemäss Bundesgericht fälschlicherweise davon ausgegangen, dass beide Gutachter den Verurteilten für dauerhaft untherapierbar hielten. Einer der Gutachter habe dies nicht ausdrücklich festgestellt. (cma/sda)

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Vintage
07.03.2018 14:53registriert November 2015
Es war sein zweiter Mord, im Freigang, das sollte doch reichen für eine Verwahrung.
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Armend Krasniqi
07.03.2018 13:26registriert März 2018
Ist ja auch ganz ein Armer mit schwerer Kindheit und und überhaupt wie kann man es solch einer Person zumuten eingesperrt zu bleiben 😥😥
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