Justiz
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Zwischenfall im Jugendgefängnis

Sanel M. prügelte die 23-jährige Tugce ins Koma – jetzt hat ihm ein Mithäftling im Knast die Nase gebrochen



Die Bild berichtet, dass Sanel M., der mutmassliche Täter der tödlichen Prügelattacke auf die deutsche Studentin Tugce Albayrak, nun selbst Opfer von Prügel geworden sei. Als er in Untersuchungshaft im Jugendgefängnis Wiesbaden sass, lauerte ihm ein Mithäftling auf, verpasste dem 18-Jährigen einen Faustschlag und brach ihm das Nasenbein. Danach habe er sich in seine Zelle verkrochen. 

Das hessische Justizministerium bestätigte den Angriff, gab aber keine weiteren Details bekannt. Das Motiv des Mithäftlings bleibt damit vorerst im Dunkeln. Laut «Bild» streitet Sanel M. den körperlichen Übergriff auf seine Person ab.

Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge

Zweieinhalb Monate nach der Tat hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Sanel M. erhoben. Dem 18-Jährigen werde Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit.

Der junge Mann soll die Lehramtsstudentin Mitte November vor einem Schnellrestaurant in der deutschen Stadt Offenbach niedergeschlagen haben. 

Video der Überwachungskamera

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video: youtube/timelapsetr

Tugce schlug hart mit dem Kopf auf dem Boden auf und wurde so schwer verletzt, dass sie ins Koma fiel. Knapp zwei Wochen später, an ihrem 23. Geburtstag, wurden die lebenserhaltenden Maschinen auf Wunsch der Eltern abgeschaltet.

Der Fall hatte für grosses Aufsehen und landesweite Anteilnahme gesorgt. Tugce soll vor der tödlichen Auseinandersetzung auf dem Parkplatz zwei Mädchen im Restaurant geholfen haben, als diese von dem 18-Jährigen und seinen Begleitern belästigt worden sein sollen. 

(rof/sda/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 03.02.2015 16:31
    Highlight Highlight Das ist noch zu wenig für den, ich hoffe das war nicht das letzte mal, dass ihm einer im Knast einer auflauert!
  • zombie1969 03.02.2015 13:48
    Highlight Highlight "das Nasenbein gebrochen"
    Kommt noch viel schlimmer für diesen Mörder. Richtig!
    • pun 03.02.2015 14:46
      Highlight Highlight Quelle: "Bild".
      Dem Blatt ist gar nichts zu glauben. Auch die Bilder der Überwachungskameras wurden während dem laufenden Verfahren ohne Erlaubnis publiziert von "Bild". Für Klicks machen die einfach alles und respektieren gar nichts. Inklusive nicht-authorisierte Privatfotos von Opfern und Tätern.

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