Justiz
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Millionen für nigerianische Fischer und Farmer

Shell zahlt wegen Ölkatastrophen



Crude oil flows at the banks of a river, after a Shell pipeline leaked, in the Oloma community in Nigeria's delta region November 27, 2014. Niger Delta fishermen are no strangers to seeing oil spill into their waters from leaky pipelines, but even they were shocked by the scale of the slick stretching for miles from a Shell facility across the swamps and into the ocean. Some 3,800 barrels spilled, according to an investigation by Shell and government officials. It ranks as one of the worst in Nigeria for years, local environmental activists said. Picture taken November 27. To match story SHELL-OILSPILL/ REUTERS/Tife Owolabi  (NIGERIA - Tags: ENVIRONMENT DISASTER ENERGY)

Die Schadenersatzzahlung betrifft zwei Katastrophen im Jahr 2008. Hier handelt es sich um Öl, das im vergangenen November aus einer Pipeline im Niger-Delta ausgelaufen ist. Bild: STAFF/REUTERS

Der Shell-Konzern zahlt rund 84 Millionen Franken Schadenersatz (55 Mio. Pfund) an 15'600 Fischer und Farmer für zwei Ölkatastrophen in Nigeria. Es ist der höchste aussergerichtliche Vergleich, der wegen einer Ölpest in Nigeria je ausgehandelt wurde.

Auf den Vergleich verständigten sich das Unternehmen mit der betroffenen Kommune Bodo im Nigerdelta, wie beide Seiten mitteilten. Damit endet ein seit drei Jahren schwelender Rechtsstreit vor Beginn des Gerichtsprozesses. Royal Dutch Shell hatte rund 45 Millionen Franken angeboten, die Geschädigten forderten mindestens das Zehnfache.

Anwälte der betroffenen Bauern und Fischer aus dem Ort Bodo bezeichneten es als «zutiefst enttäuschend», dass der Konzern das Ausmass des Schadens so lange nicht anerkannt habe. Es sei der erste Vergleich dieser Art und solle Shell als Vorlage dienen für künftige Fälle in Nigeria und anderen Ländern.

Die Katastrophen ereigneten sich im Jahr 2008. Aus zwei Pipelines traten nach Darstellung der Kläger insgesamt 500'000 Barrel Öl aus und verschmutzten die Umwelt. (trs/sda/reu/dpa)

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