Klima
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A delegate rests during a break of the plenary session at the U.N. Climate Change Conference COP 20 in Lima December 13, 2014. U.N. talks on slowing climate change were threatened with collapse on Saturday after China clashed with the United States and led emerging nations to reject a compromise outline of an agreement.    REUTERS/Enrique Castro-Mendivil (PERU - Tags: ENVIRONMENT POLITICS)

Erschöpft nach der Einigung in Lima. Bild: ENRIQUE CASTRO-MENDIVIL/REUTERS

Minimalkonsens

Einigung am Klimagipfel – aber «ein gefährlich schwacher Text»



Die UNO-Klimakonferenz hat sich in einem Minimalkonsens auf erste Grundlagen für einen Weltklimavertrag verständigt. Die 195 Länder verabschiedeten in der Nacht zum Sonntag in Lima einen Beschlusstext.

Dieser enthält aber nur sehr vage Kriterien für die nationalen Klimaschutzzusagen, die im Frühjahr 2015 vorgelegt werden sollen. Umweltverbände sprachen von einem «gefährlich schwachen Text».

«Das Dokument ist verabschiedet», sagte Perus Umweltminister Manuel Pulgar-Vidal, der als Gastgeber die Verhandlungen leitete, zum Applaus und Jubel der erschöpften Delegierten. Zudem wurde ein allgemeiner Zeitplan für die weiteren Verhandlungen beschlossen, die beim UNO-Klimagipfel in Paris in Dezember 2015 zum Abschluss eines neuen dauerhaften und bindenden Klimaabkommens führen sollen.

Der in Lima verabschiedete Rohentwurf für einen Weltklimavertrag ist dem Beschluss als Textanhang angefügt. Die 37 Seiten umfassende Vorlage enthält allerdings mehr Fragen als Antworten, denn sie listet zahlreiche unterschiedliche Optionen auf, die von den Delegationen in Lima lediglich als eine erste Verhandlungsgrundlage formell anerkannt wurden.

Einzelheiten werden in Paris verhandelt

Die Details werden erst Anfang Dezember 2015 bei der UNO-Klimakonferenz in Paris verhandelt und entschieden. Das übergreifende Ziel ist es, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen.

Nach Studien des Weltklimarates müssten für eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad die Emissionen weltweit um 40 bis 70 Prozent bis 2050 reduziert werden, und auf nahe null bis Ende des Jahrhunderts.

Insgesamt war zwei Wochen lang in Lima um die Aufteilung der Lasten zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern gerungen worden, wobei bis zuletzt eine Einigung fraglich schien. (sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 14.12.2014 10:19
    Highlight Highlight Es ist zumindest erfreulich, dass die Thematik weiterhin die notwendige Aufmersamkeit erfährt. Neben der dringenden Energiewende und einer schnellstmöglichen Abkehr von den fossilen Brennstoffen noch deutlich vor dem Jahr 2100, sollte das
    ursächliche Problem, die Überbevölkerung der Erde, als vorrangiges Ziel angegangen weden, die Senkung der Weltbevölkerung mit politischen Strategien.
    Bleibt es bei der Vereinbarung, dass es erst 2100 eine Abkehr von den fossilen Brennstoffe geben wird, wird die Erderwärmung deutlich über dem 2 Grad Ziel liegen, mit entsprechenden verherrenden Auswirkungen.

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