Kultur
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«Die Verschwörung der Idioten» und andere lesenswerte Titel ... bild: bif-blog

Eine handverlesene Geschenke-Liste

Bücher gehören einfach unter jeden Baum – vor allem diese 7 Exemplare 

Diese Liste ist sehr, sehr subjektiv. Eigentlich sind es einfach die Lieblingsbücher der Autorin. Sie sollten ihr dennoch Glauben schenken und die Bücher auf der Stelle kaufen. Und verschenken. Oder selbst lesen. Oder beides.



Weihnachten heisst unter anderem auch Bescherungszwang. Und weil es so unendlich viele Bücher gibt – und nicht wenige davon richtiger Mist sind – werden Ihnen hier sieben grandiose Werke vorgestellt. Die Briten sind ein bisschen übervertreten, aber das liegt daran, dass sie einfach auch sehr lustige Menschen sind. 

1. John Kennedy Toole: Die Verschwörung der Idioten (1961)

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«Wenn ein wahres Genie in die Welt tritt, erkennt ihr es an den Idioten, die sich dagegen verschwören.» Bild: watson

«Diese liberale Nutte muss man auf dem Glied eines aussergewöhnlich grossen Zuchthengsts pfählen.»

Ignatius über seine Ex-Freundin. quelle: john kennedy toole

Zum Inhalt:
Machen Sie sich gefasst auf einen unausstehlichen Unsympathen: Ignatius ist 30, lebt von der kümmerlichen Rente seiner Mutter, und natürlich in deren Haus, wo er tagein tagaus den Fernseher einschaltet und dem Verfall seiner Zeit beiwohnt, um Futter zu sammeln für eine feurige Anklageschrift gegen sein Jahrhundert. 

Sonst macht er rein gar nichts, ausser essen und gelegentlich einen Käsedipp zubereiten. Jetzt ist aber Schluss damit. Mama schickt den Sohnemann zum Arbeiten. Selbst seine Lieblingsausrede hilft ihm nicht mehr aus der Misere: Mrs. Reilly will nichts mehr hören von seinem Magenventil, das sich bei zu viel Stress zu verschliessen pflegt. Also dringt er ins feindliche, kapitalistische System ein, um es von innen heraus mit sozialistischem Gedankengut zu infiltrieren. Sei dies als Sachbearbeiter der maroden Fabrik Hosen-Levy oder als Hotdog-Verkäufer ...

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John Kennedy Toole. Sein Buch ist auf books.ch erhältlich. bild: abrocomillas

Zum Autor: 
Im zarten Alter von 26 Jahren schrieb der Amerikaner Toole seinen sehr lustigen Schelmenroman über die wohl fetteste, faulste und egozentrischste Figur, die je in die Literaturgeschichte einging. Sein Buch selbst für ein Meisterwerk haltend, suchte er sechs Jahre lang nach einem Verleger. Vergeblich.

Das verdross ihn derart, dass er zu trinken anfing und sich dann das Leben nahm. Seine Mutter stürmte danach die Verlagshäuser, doch auch sie wurde abgewiesen. Also nötigte sie den Schriftsteller Walker Percy, der auf ihr unaufhörliches Gedränge das Manuskript las. Und er liebte es! Elf Jahre nach Tooles Selbstmord wurde sein Werk endlich verlegt. Leider machte auch der posthum verliehene Pulitzer-Preis John Kennedy Toole nicht wieder lebendig. 

2. Patrick Hamilton: Hangover Square (1941)

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«Warum so fahl und bleich, verliebter Narr?» Bild: watson

«Diese Frau trug ihre Attraktivität nicht, wie es sich für eine junge Frau ziemte, schlicht, bewusst, als heitere Krone der Freude, sondern als tödliche Waffe, mit der sie wahllos nach allen Seiten Wunden verabreichen konnte.»

Beschreibung Nettas. quelle: patrick hamilton

Zum Inhalt:
George Harvey Bone, ein gutmütiger, schlacksiger Kerl hängt nächtlich in den verrauchten Bars des Vorkriegs-London herum, gemeinsam mit seinen ihm eigentlich zutiefst verhassten Freunden, mit «der betrunkenen, faulen, mittellosen, neurotischen, arroganten, kneipensüchtigen, billigen Schweinebande».

 Und er macht das nur, weil er verliebt ist in Netta. Netta das Netz. Netta, die Frau, die nie das Wort an ihn richtet, die arrogante, schöne Netta, die nur mit ihm ausgeht, wenn er sie in die schicken Läden ausführt. Wie viele Male hintergeht sie ihn, zahlt ihm das geliehene Geld nicht zurück, nutzt und saugt ihn aus wie eine Bluthündin und lässt ihn dann, wenn er leer ist, angewidert liegen. 

Als Leser beginnt man sie aufrichtig zu hassen. Und man wird wütend auf Bone, der sich demütigen, ja prügeln lässt von dieser Dämonin. Zu begrüssen sind deshalb Georges «tote Momente», in denen eine Klappe vor sein Gehirn fällt und er taub wird für die Welt um ihn herum. Nur dann hat er einen einzigen, klaren Gedanken: Er muss Netta töten. 

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Patrick Hamilton. Sein Buch ist beim Dörlemann-Verlag auf Deutsch erhältlich. bild: wikipedia

Zum Autor:
Dieses Talent von einem Schriftsteller liebte es, mit seinem Velo durch London zu radeln, stets angezogen von den finstersten Ecken dieser Stadt. Er brauchte «den Whisky wie ein Auto das Benzin», was ihm 1962 auch eine Leberzirrhose einbrachte. Sein berühmtestes Theaterstück ist «Rope», das 1948 von Alfred Hitchcock als «Cocktail für eine Leiche» verfilmt wurde. 

3. Markus Werner: Zündels Abgang (1984)

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«Zum Warmwerden lag allem Anschein nach keine Ursache vor.» Bild: watson

«Das neue Wörterbuch. Eine Handreichung für mich und andere Nachzügler: Eigensucht heisst jetzt Selbstentfaltung. Rücksichtnahme heisst Selbstverlust. Unzuverlässigkeit heisst Selbstbestimmung. Stinken heisst duften. Duften heisst stinken.»

Auzug aus Zündels Tagebuch. quelle: markus werner

Zum Inhalt: 
Der Lehrer Konrad Zündel hat Ferien, die er allein in Genua verbringt, weil seine Frau grad genug von ihrem Ehemann hat. Dort geniesst er den allgegenwärtigen, ehrlichen Schmutz, den Unrat der Menschen, der so unverpackt daliegt und stinkt. Vielleicht, weil ihn der Gestank an sein eigenes Leben erinnert. Er trinkt viel und schreibt seine wirren, dunklen Gedanken in sein Tagebuch.

Es ist der Alltag, der ihn langsam auffrisst, die Repetition des immer Gleichen. Die fade Realität ist ihm zuwider, und die Vorstellung, sie mit jedem dazugelebten Jahr noch ein bisschen inbrünstiger bejahen zu müssen, treibt ihn in den Wahnsinn. Dennoch klammert er sich an seine Wirklichkeit, an diese kleine Welt mit seiner Frau, die im Begriffe ist, zu zerbrechen. 

Als er heim kommt, kahlgeschoren und verwirrt, erklärt man ihn für verrückt. Einzig der Leser hat bis dahin längst sein Geheimbündnis mit Konrad Zündel geschlossen. 

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Markus Werner. Sein Buch ist auf books.ch erhältlich. bild: admin.ch

Zum Autor: 
Natürlich braucht unsere Liste auch einen Schweizer Schriftsteller. Markus Werner wurde im Thurgau geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Uni Zürich und war Lehrer an der Kantonsschule Schaffhausen. Heute lebt dieser Meister des Tragikomischen als freier Autor nur noch vom Schreiben. 

4. Anthony Burgess: Das Reich der Verderbnis (1985)

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Überhaupt könnt ihr dieses Buch ins Feuer werfen, wenn der Ekel unerträglich wird; ich aber muss es schreiben. Bild: watson

«Schenkt euch ein Glas Wein ein und nehmt es hin, dass wir Menschen ein übler Haufen sind.»

Aus der Einleitung. quelle: anthony burgess

Zum Inhalt:
Sadok, der Sohn des Asor, liegt an den Rändern des ebenfalls langsam dahinsiechenden Römischen Reiches im Sterben und schreibt die Geschichte seines Lebens nieder. Er fängt damit an, dass er vor einigen Jahren in Jerusalem einer mehr oder minder interessanten Hinrichtung eines gewissen Jesus aus Nazareth beiwohnte.

Sadok erzählt die christliche Frühgeschichte und parallel dazu hüpft er immer wieder ins römische Lager; erst in die Welt des feigen Kaisers Tiberius, dann in die des wahnsinnigen Caligula, in die des wackelköpfigen und dümmlichen Claudius und zuletzt in das brennende Reich des Möchtegern-Künstlers Nero. 

Dieses Buch hält, was der Chronist zu Beginn verspricht: «Im Folgenden dürft ihr alle Formen der Verderbnis erwarten – Schweinefleischgenuss, Wolllust, Ehebruch, Bigamie, Unzucht, Rohheit, die ausgesuchtesten Spielarten von Grausamkeit, Mord, die Anbetung falscher Götter und die Sünde, nicht beschnitten zu sein. Ihr dürft euch ruhig die Lippen in der Erwartung lecken, gleichsam stellvertretend unter der Hand eures Autors verdorben zu werden.» 

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Anthony Burgess. Sein Buch ist vergriffen, aber bei Amazon finden Sie noch ein paar (gebrauchte) Exemplare.  bild: wikipedia

Zum Autor:
Wenn man diesen Wunderbriten kennt, dann meist nur als Schöpfer von «A Clockwork Orange». Dabei war und ist er viel mehr als das. Anthony Burgess war eine schreibende Enzyklopädie und ausserordentlich lustig. Er wusste alles und er machte über alles Witze. Als er aber in seinem 42. Lebensjahr die Diagnose «unheilbarer Hirntumor» bekam und ihm von den Ärzten nahegelegt wurde, er solle seine verbleibenden zwölf Monate gut nutzen, fing er an wie ein Wahnsinniger zu schreiben. 

Er wollte der Welt und seiner Frau etwas hinterlassen. 50 Bücher hat er uns in diesem einen Jahr beschert, nur um dann doch noch nicht zu sterben. Das tat er erst 1993 durch Lungenkrebs. 

5. Tilman Rammstedt: Der Kaiser von China (2008)

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«Es ist viel Raum in den Hautfalten des Buddha.» Bild: watson

«Sein Ehrgeiz, nicht zu sterben, wurde nach und nach zu einer ausgewachsenen Obsession. Alle paar Tage mussten wir mit ihm zum Friedhof, wo er dann Grab um Grab abschritt und triumphierend ‹Jünger›, ‹Viel jünger›, ‹Fast gleich alt› rief.»

Beschreibung des Grossvaters. quelle: tilman rammstedt

Zum Inhalt: 
Keith Stapperfennig wächst mit seinen vermeintlichen Geschwistern bei seinem Grossvater auf. Dieser trotzt seinem hohen Alter, als hege er den Wunsch, unsterblich zu sein oder vom Tod zumindest einfach vergessen zu werden. In seiner Angst, doch noch das Zeitliche zu segnen, verdächtigt er zuweilen sogar seine Enkel, ihm nach dem Leben zu trachten – mit heimlich unters Essen gemischter Butter, die ihn mitsamt seinem hohen Cholesterinspiegel ins Grab befördern sollte. 

Sterben tut er aber dann doch ganz ohne Hilfe. Und das bevor Keith seine China-Reise mit ihm angetreten hat. Für sein Gewissen und seine Geschwister erfindet er nun sein eigenes China, in dem der oft grobe und undurchsichtige Grossvater ganz zart wird. Die beiden spüren das Varieté Tamtam auf, in dem einst die «Weltsensation Lian» auftrat. Das war die grosse Liebe des jungen Grossvaters. Eine Hantel-Jongleuse mit dem masslosesten und gleichzeitig stärksten Körper, den die Welt je gesehen hat. Sie hat das Wort Sensation verdient. Obwohl sie eigentlich lieber Seiltänzerin geworden wäre. 

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Tilman Rammstedt. Sein Buch ist auf books.ch erhältlich. bild: logbuch-suhrkamp 

Zum Autor:
Tilman Rammstedt ist 1975 in Bielefeld geboren und lebt jetzt in Berlin. Er macht auch Musik und seine Band heisst «Fön». In China war er nie. Für die Beschreibungen des Landes hat er sich vom Reiseführer «Lonely Planet» inspirieren lassen. 

6. Tibor Fischer: Stalin oder ich (1992)

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«Für alle, die da kämpften. Nicht nur '56, nicht nur in Ungarn.» bild: watson

Marxismus-Leninismus Prüfung: «Was geschah 1874?»
«Keine Ahnung.»
«Da wurde Lenin vier.»

Eine Prüfungsfrage. quelle: tibor fischer

Zum Inhalt: 
«Lach nicht. Spiel kein Basketball. Hab keinen Sex in Ungarn. Ignoriere dieses Buch und entscheide dich für Stalin.» Diese Zeilen schrieb der britische Schriftsteller Lawrence Norfolk zu Fischers Buch. Die Protagonisten dieser schwarzen Komödie sind die Basketball-Spieler der Mannschaft «Lokomotive» und sie reisen kreuz und quer durch das kommunistische Ungarn der Nachkriegsjahre. Stets nackt, versteht sich.

Gyury das Klassen-Alien und sein Freund Róka, der schwer Sexsüchtige, der auf Entzug nur noch in kleinen Achten herumläuft, Pataki, der ausgefuchste Schelm und Star der «Lokomotive» – sie alle lehnen sich auf gegen ein System, das längst aufgeflogen ist, gegen das korrupte Lügengebäude der Chruschtschow-Ära und träumen von einem freien Ungarn.

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Tibor Fischer. Sein Buch ist vergriffen, aber bei Amazon noch erhältlich.  bild: larisadebilbao

Zum Autor:
Aufgewachsen ist Fischer in England, wohin seine ungarischen, Basketball spielenden Eltern 1956 flohen. «Stalin oder ich» war sein erster Roman und der brachte ihm sogleich den Betty Trask Preis ein, der unter 35-jährigen Autoren für ihre Debutromane verliehen wird. 1988 bis 1990 war er Auslandkorrespondent in Budapest.

7. Wolf Haas: Brennerova (2014)

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«Jetzt ist schon wieder was passiert.» bild: watson

«In Wahrheit sind einem die Leute doch unsympathisch, weil sie so dasitzen. Dasitzen und Dreinschauen, das sind die Hauptgründe, warum einem jemand zuwider ist.»

Die Meinung des Erzählers. quelle: wolf haas

Zum Inhalt:
«Brennerova» ist der 8. Roman aus der Brenner-Krimiserie. Ein heruntergekommener Detektiv, der immer wieder in die unmöglichsten, absurdesten Geschichten hineinstolpert. In diesem Fall hat er es mit Rotlichtphilosphen zu tun, mit abgehackten Händen und Tattoo-Rätseln. Obwohl er eigentlich frauentechnisch zur Ruhe gekommen ist bei seiner zwangspensionierten Lehrer-Freundin, zieht es ihn doch ein bisschen auf diese Russinnen-Internetseite.

Irgendwann findet er sich in Moskau wieder, wo er erstmal eine saftige Runde verprügelt wird. Von einem Strassenkind. Während seine Herta sich in Marrakesch mit ihrer Reisetruppe ohne Grenzen im «Rausch der Farben und Düfte» und den tiefdunklen Augen ihres Wüstenführers verliert. 

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Wolf Haas. Sein Buch ist auf books.ch erhältlich. bild: galore

Zum Autor: 
Dazu lesen Sie am besten das Interview mit diesem österreichischen Erzählergott.

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • smoe 06.12.2014 21:23
    Highlight Highlight «Die Verschwörung der Idioten», muss ich jetzt fast lesen, nur um zu sehen, ob die Figur mit der Faulheit von Gontscharows «Oblomow» (1859), dessen Zentrum und Schwerpunkt der täglichen Verrichtungen der Mittagsschlaf ist, mithalten kann :)

    Um die Liste noch um ein Geschenk für Kinder zu erweitern:
    Philip Ardaghs «Schlimmes Ende» (2000) als Hörbuch gelesen von Harry Rowohlt. Die Kombination des skurrilen Humors des Autors und Rowohlts Stimme ist so unglaublich gut, so witzig, dass ich es auch jedem Erwachsenen nur wärmstens empfehlen kann.

    Die Geschichte dreht sich um den Jungen Eddie Dickens, der sein Elternhaus verlassen muss, weil diese an einer Krankheit leiden, welche sie ganz gelb, wellig an den Rändern und nach alten Wärmflaschen riechen lässt. Eigentlich sollte er bei seinem wahnsinnigen Grossonkel Jack und dessen noch wahnsinnigerer Frau Maud unterkommen, landet aber wegen einer Verwechslung zunächst im Sankt-Fürchterlich-Heim für dankbare Waisen.

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