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Emma Amour

5 Tipps, wie du heartbroken Corona-Weihnachten überstehst

Ich will mir schon gar nicht Mühe geben, um so zu tun, als würde ich mich auf Weihnachten freuen. Wir stecken mitten in einer Pandemie. Ausserdem habe ich Herzschmerz. Und eine sehr aufgelöste Mutter an der Backe.



Von wegen stille Nacht, heilige Nacht. Das wäre ja noch schön. Vor allem die Stille. Die würde ich heute, morgen und übermorgen sehr gerne zelebrieren. Ich, meine Wolldecke, mein TV. Und Soulfood. Und last but not least: mein Herzschmerz!

Mir ist bewusst, dass die Story mit dem Doc und mir nur ein Date und etwas virtuellen Austausch beinhaltete. Dennoch ist es nun so, dass ich immer noch sehr auf ihn stehe. Er hingegen steht auf seine Ex. Klassiker. Drei Sekunden vor Weihnachten noch beschissener als sonst.

Als wäre das also zusammen mit Corona nicht alles kacke genug, heult mir meine Mutter die Tucke voll. Sie kommt nicht damit klar, dass wir dieses Jahr nicht im ganz grossen Kreis feiern können. In äussert emotionalen Momenten schreit sie mir Dinge wie «Ich lasse mir doch von einem Virus nicht mein Leben diktieren» ins Telefon.

Da wir aber vernünftige Menschen sind, handhaben wir es so, wie es das BAG empfiehlt. Kleiner Kreis. Sehr kleiner Kreis. In meinem Fall gibts also morgen ein Essen mit meinen Eltern und meinem Bruder, seiner Frau und deren Kartoffel.

Soweit, so machbar.

Es bleiben aber dennoch ganz viel Weihnachtsstunden, die ich als Single mit gebrochenen Herzen überstehen muss. Da ich, nun, doch schon des öfteren Liebeskummer – auch an Weihnachten – hatte, bin ich geübt und setze auf folgende 5 Überlebensstrategien (Reihenfolge ist unwillkürlich):

Iss dich happy: Scheiss auf die Linie. Wirklich. Es dauert noch ewig bis zur Bikini-Saison. Leg dir einen riesigen Vorrat an von all den Dingen, die du liebst. Und wenn Pizzaburger dazu gehören, dann kauf ohne schlechtes Gewissen ein Fünferpack.

Mach einen MM, einen *Masturbations-Marathon: Gut möglich, dass ihr diesen Tipp schon letztes Jahr an dieser Stelle gelesen habt. Aber was gut ist, soll/darf immer wieder propagiert werden. Und Masturbieren ist nicht nur gut, Masturbieren ist King! Für die Seele, das Herz und nicht zuletzt für die Gesundheit. Weil das so ist, nimm dir Zeit. Machs mit und ohne Pornos. Mit und ohne Toys. Im Bett und im Bad.

Miste aus: Mir ist klar, dass dieser Tipp zuerst einmal ätzend klingt. Wer will schon räumen, wenn er den ganzen Tag im Pischi vor dem TV gammeln kann? Aber: Wer aufräumt, macht Platz. Platz für Neues. Ich rede hier nicht nur von neuen Kleidern, Schuhen, Möbeln. Ich rede auch von neuen Geschichten, Bekanntschaften, Jobs, was weiss ich. Ich glaube einfach fest daran, dass es enorm gesund ist, Ende Jahr das Haus und das Herz aufzuräumen.

Verbring mal wieder einen ganzen Tag mit deiner/deinem BFF: Ich weiss nicht, wie es euch geht. Aber ich verbringe im normalen Alltag meistens einfach einen Abend oder mal zwei Stunden am Nachmittag mit meinen BFFs Cleo und Sophie. Man hat ja Jobs. Und die Wochenenden gehen schon sehr schnell vorbei. Ausserdem müssen wir uns da tagsüber von den Nächten erholen. Während der Feiertage haben wir aber endlich mal wieder Zeit. So am Stück. Ich nutze die gerne, um mal wieder einen ganzen Tag mit meinen Freundinnen zu verbringen. Vom Zmorgen bis tief in die Nacht. Essen, trinken, schwatzen, lachen, alte Nachrichten lesen, «Ich hab noch nie …» spielen und vieles mehr. Darauf muss man auch aktuell nicht verzichten, wir machen das jetzt halt einfach via Facetime oder vor dem Laptop.

Wein mal: Ich heule selten. Wobei nein, das ist unwahr. Ich heule ständig. Meist wegen herzigen Youtube-Videos, Serien oder Filmen. Wenn es aber um mein Leben geht, dann fliessen tatsächlich selten Tränen. Dabei empfinde ich Weinen als sehr befreiend, erlösend und aufbauend. Also werde ich mächtig auf die Tränendrüse drücken. Ich werde mich dabei eventuell theatralisch zu Boden werfen. Ich werde wegen des Docs weinen, wegen meines Kontostands und ein bisschen wegen der Krähenfüsse, die sich langsam zeigen. Was nicht stimmt, sagen meine Freundinnen. Sie haben mich ja gern.

So, wenn wir das geschafft haben, dann noch Kack-Silvester, liebe Freunde/Feinde und dann neues Jahr, neues Glück.

Ich habe keine Ahnung, woher mein Optimismus zeugt, aber ich glaube, es kommt gut!

*Weihnachts-Zusatztipp: Hast du schon mal von Audiopornos gehört? Bitte, gern geschehen!

Merry X-mas,

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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