Leben
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Warum ihr aufhören solltet, eure Babys zu posten 

Christina Zur Nedden / watson.de



Am Sonntag war Muttertag. Da haben mal wieder alle ihren Mamas mit herzzerreissenden digitalisierten Analog-Fotos auf Instagram gratuliert (obwohl die Mütter es da nicht sehen, weil die sind meist nicht auf Instagram).

In meinem Freundeskreis gibt es auch schon einige Eltern. Und was tun die Partner meiner Freundinnen? Sie posten ein Foto ihrer Liebsten mit dem gemeinsamen Baby, auf Instagram, auf Facebook, auf Twitter. Die ganze Welt soll die jungen Mütter und vor allem den süssen Nachwuchs bewundern.

Kaum geboren, schon auf Instagram

Neulich öffnete ich Instagram und scrollte lethargisch über meinen Newsfeed, da sah ich: Ein nacktes, schutzloses Wesen, zerknautschtes Gesicht, Schläuche an der Brust, sein kleines Ärmchen in einen Gips gesteckt. Es handelte sich nicht um ein Unfallopfer, sondern um das Neugeborene eines Freundes. Dazu der Text: «Willkommen in der Welt, Jonas. Babys sind toll». Toll, auch für die Likes meines Freundes. 111 Personen gaben ihm ein Herzchen für das Foto und kommentierten mit «Glückwunsch!» und «Wie süss!».

Wenn ich so etwas sehe, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Auch weil ich anderes erwartet hatte von diesem Freund. Wir hatten uns vor einiger Zeit sogar mal über Persönlichkeitsrechte unterhalten. Für sein Baby gelten diese anscheinend nicht. Ich weiss nicht, ob die Hormone mit einem durchgehen, wenn man ein Kind bekommt und man es einfach teilen MUSS, aber fast alle meine Freunde posten ihre Babys. Und ich denke mir jedes Mal: «Ihr wisst nicht, was ihr tut.»

Bild

Influencerin Kylie Jenner ist jetzt auch Mutter – und wird auch nicht müde, ihre Stormi zu zeigen. bild: instagram

Würdelos: Nackte, vollgeschissene, weinende Babys 

Bloggerin Toyah Diebel kritisierte die Inszenierung von Kleinkindern bis vor Kurzem auf ihrem Instagram-Account. Ihre 35'000 Follower amüsierten sich über ihre Fotos, die sie von anderen Seiten kopierte um ihr eigenes Gesicht auf das Gesicht des Kleinkindes zu setzen. Das gab dem Bild oft eine absurde, lächerliche Note und hielt natürlich auch den Eltern einen Spiegel vor.

Am Anfang fand Toyah es nur witzig, das Instagram-Game durch den Kakao zu ziehen, doch dann sah sie immer mehr Fotos von Kindern, die ihrer Meinung nach wirklich nichts im Internet zu suchen hatten.

«Ich habe nackte, heulende, vollgeschissene Babys gesehen. Ich habe Kinder in Netzstrumpfhosen und Overknee-Stiefeln gesehen. Das verletzt die Würde der Kleinkinder und die ist laut Artikel 1 des Grundgesetzs unantastbar.»

Toyah Diebel aka «Toyahgurl» gegenüber watson

Bild

bild: toyah diebel

Noch schlimmer findet sie es (und ich stimme ihr zu), wenn Eltern ihre Kinder gezielt für Marketing missbrauchen, ohne dass sie das jemals hätten mit entscheiden können. Das fängt zum Teil schon vor der Geburt des Kindes an:

«Es gibt Frauen, die posten ihren Babybauch und Ultraschall-Bilder auf eigens angelegten Accounts für ihre Kinder. Das bedeutet es gibt Profile im Internet von Menschen, die noch gar nicht auf der Welt sind.»

Toyah Diebel aka «Toyahgurl» gegenüber watson

Toyah bekam täglich über 500 Nachrichten, auch von Eltern, die beschlossen, Bilder ihrer Kinder nicht mehr zu posten, nachdem sie sahen, was mit den Bildern passieren kann. Natürlich regten sich auch viele Eltern auf und fühlten sich beleidigt. Am Ende wurde Toyahs Account gesperrt, da zu viele Eltern sie wegen Missachtung von Bildrechten meldeten. (Leider können wir keine Fotos einfügen, weil wir sonst auch Bildrechte verletzten würden, aber glaubt mir: Die Fotos sind zum Schreien)

Wenn Eltern die Grundrechte ihrer Kinder verletzen

Die Kinder und Jugendlichen von heute sind die erste Generation, deren Aufwachsen komplett im Internet dokumentiert wird. Unter dem Hashtag #instakids gibt es 14,9 Millionen Beiträge. Noch extremer sind eigene Kinder-Accounts, mit denen sich Eltern nicht nur Likes abholen, sondern sogar richtig Kohle machen.

Rechtlich gesehen müssten Eltern ihre Kinder ab dem 14. Lebensjahr ausdrücklich fragen, ob sie ein Foto von ihnen verwenden dürfen. Aber auch Babys und Kleinkinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden, denn Kinder haben laut UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Privatsphäre.

Bevor sie 14 sind, sind Kinder ihren Eltern schutzlos ausgeliefert und müssen mit den Konsequenzen der Veröffentlichungen leben. Denn Kinder, die als Säugling im Internet landen, werden vielleicht später in der Schule damit gehänselt. Schlimmer wird es, wenn Fotos ungefragt auf Werbe- oder auf Pornoseiten landen. Ich frage mich was die ganzen Mami-Bloggerinnen denken würden, wenn sie wüssten, dass sich jemand zu ihrem Baby einen runterholt.

Laut Kinderhilfswerk sind in Deutschland derzeit vier Millionen Kinder und Jugendliche davon betroffen, dass Fotos von ihnen ins Internet gestellt werden – in aller Regel ohne deren Zustimmung, die nur knapp ein Drittel der Eltern einholt.

Bild

bild: kinderhilfswerk

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert allerdings nicht, Kinder aus dem Internet zu verbannen. Im Gegenteil:

«Kinder sollten im Internet ganz zwingend auftauchen, denn sie gehören zu unserem Leben dazu. Eltern müssen sich aber bewusst machen, dass sie eine Persönlichkeitsverletzung riskieren und dass es Wege gibt, diese zu verhindern.»

Luise Meergans vom Deutschen Kinderhilfswerk gegenüber watson

Luise Meergans rät Eltern unter anderem sich zu fragen, ob die Fotos den Kindern später peinlich sein könnten. Und dass es besser sei, Kinder von hinten zu fotografieren oder nur ihre Hände und Füße abzubilden. Auch die Lösung vieler Bloggerinnen, die Gesichter ihrer Kinder mit Emojis zu verdecken, findet sie gut.

Yo Monday!

Ein Beitrag geteilt von Mini Journelles (@minijournelles) am

«Du hast keine Kinder, du verstehst es einfach nicht»

Wer jetzt denkt: «Du hast gut reden, du hast ja keine Kinder und weisst nicht wie man vor Glück und Mitteilungsbedürfnis platzt», dem entgegne ich: «Stimmt. Aber ich habe den süssesten Neffen der Welt. Trotzdem sind mir seine Sicherheit und seine Persönlichkeitsrechte tausendmal wichtiger als mein Komplimente-haschendes Ego.»

Und deswegen kommt er nicht auf Social Media. Auch nicht mit einem Smiley auf dem Gesicht oder umständlich von hinten fotografiert, denn das sieht einfach nur unheimlich aus und dann kann man es meiner Meinung auch gleich lassen. 

Und an alle Eltern: Eure Babys sind zuckersüss. Ihr könnt sie ja fragen, ob ihr sie posten dürft, wenn sie 14 sind.

Und hier: Eltern, bevor sie Kinder hatten und heute

«Kinder in den sozialen Medien? Das geht nicht!»

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bacchus75 19.05.2018 10:25
    Highlight Highlight Ich bin Vater und durchaus aktiv auf Facebook und Instagram. Bei meinen Profilen ist aber nicht erkennbar ob ich Kinder habe (Weder mit Texten noch mit mit Bilder).

    Das sollen die Kinder dann mal selber entscheiden können.
  • Don Huber 19.05.2018 09:38
    Highlight Highlight Würde ich auch niemals ins Internet stellen. Ich hab zwar keine Kinder, aber wenn sie/er dann mal gross wird und sich überall auf Facebook, Instagramm, Twitter und was weiss ich findet, könnte das unter Umständen einen riesen Streit entfachen.
  • Charlie Runkle 19.05.2018 08:26
    Highlight Highlight Die entscheidung ein kind zu kriegen ist eh eine sehr egoistische, man mutet den anderen menschen das kind einfach zu. Dabei is das eigene noch beste klügste und schönste...... Ausserdem haben die dümmsten menschen am meisten kinder.
    Ich bin über die entwicklung der welt und baby posts im internet überhaupt nicht überrascht!
    • Lamino 420 21.05.2018 07:40
      Highlight Highlight Hast du Kinder?
    • Charlie Runkle 21.05.2018 19:57
      Highlight Highlight Nein 👍
  • Dr.Beany 19.05.2018 07:56
    Highlight Highlight Guter Artikel. Lasst die Kinder wenn sie älter sind selber entscheiden ob und wie sie sich"präsentieren"wollen.
  • Usagi 19.05.2018 06:13
    Highlight Highlight Eigentlich traurig, dass das nicht für jeden selbstverständlich ist. Ich habe selbst nie ein Bild meiner Tochter irgendwo gepostet und Fotos, die ihr irgendwann peinlich sein könnten (wegen Nacktheit o.Ä.) werden gar nicht erst gemacht. Daran müssen sich auch Verwandte und Bekannte halten. Für mich hat das mit Respekt zu tun. Kinder sind kleine Persönlichkeiten, keine Objekte, die man zur Schau stellt, um das eigene Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zu befriedigen.
  • Lululuichmagäpfelmehralsdu 19.05.2018 06:10
    Highlight Highlight Kindererziehung. Kinderlose Menschen fragen, die wissen alles. Wenn ich solche Artikel lese, läufts mir kalt den Rücken runter.
    • River 19.05.2018 11:05
      Highlight Highlight Kinderlose haben nicht so einen Röhrenblick auf dein Kind und eine andere Sichtweise. Ich finde es gut, ab und an mal eine andere Sichtweise vorgehalten zu bekommen. Also auch ohne Kinder. Regt zum (über-) denken der jeweiligen Situation an. Wenn dir jemand mal einen Mupf gibt, es aus einer anderen Perspektive zu betrachten, wenn man sich auf etwas verkrampft, kann das zu erstaunlichen Geistesblitzen führen.
    • River 19.05.2018 11:08
      Highlight Highlight Ich mein, zum Beispiel, ich muss selber kein Tierhalter sein, um zu erkennen, wenn ein Tier nicht gerecht gehalten wird. So muss ich doch auch kein Kind haben, um zu erkennen, wenn einem Kind nicht Recht getan wird.
  • Elefant01 19.05.2018 06:03
    Highlight Highlight Müsste Watson nicht konsequenterweise für die Rechte der Kinder am FailDienstag und im Picdump auf das zur schau stellen von Kindern verzichten?
    • Feihua 20.05.2018 09:01
      Highlight Highlight Sogar direkt unter diesem Artikel hats eine Bildstrecke mit peinlichen (Kinder-)Bildern.
      Leider fällt mir bei Watson diese Inkonsequenz zwischen guten Artikeln und dann wieder deren Gegenteil für billige Klicks oft auf.
  • Astrogator 19.05.2018 04:27
    Highlight Highlight Ich schreibe als Vater meine Meinung mal ziemlich deutlich: Ich will nicht, dass Fotos meiner Kinder in den Tiefen des Internets als Wichsvorlage enden. Deshalb klar Nein zu solchen Fotos.
  • Duweisches 19.05.2018 02:13
    Highlight Highlight Und unter dem Artikel:
    Eine Slideshow über Eltern, in der Kinder zum Teil genauso dargestellt werden wie es im Artikel selber kritisiert wird.
  • Eine_win_ig 19.05.2018 02:03
    Highlight Highlight Wieso? Gesunder Menschenverstand! Darum!
  • My Senf 19.05.2018 00:33
    Highlight Highlight Das ganze wird ad absurdum geführt!

    Accounts die Leuten gehören die noch gar nicht am Leben sind(?). So viel zu den echten userzahlen von fb & co..,

    Und zum Thema

    Es ist leider der Spiegel der Gesellschaft in der wir leben!
    Es wird geheiratet um zu Posen. Je grösser die Hochzeit desto mehr Protz Posts (wenn’s noch für ne Daytona reicht muss halt mit der Hochzeit geprotzt werden)!

    Und dann die ach so tollen süssen Babys 👶 die so gescheit sind wie kein anderes. Und ach sind wir glückliche Eltern! Die Krippe haben wir auch schon ausgesucht für die 23,5h in denen wir keine Fotos machen...
    • Charlie Brown 19.05.2018 07:35
      Highlight Highlight Den Kausalzusammenhang zur Krippe erschliesst sich mir jetzt auch nicht.

      Ich weiss, Kitas sind des Teufels weil sie Frauen davon abhalten, sich ausschliesslich als Mütter zu betätigen und in ihrem natürlichen Habitat (in der Küche und wenige Meter drum rum) zu bleiben. Weil ja der Vorwurf, mann solle sich gefälligst selbst um die Kinder kümmern wenn mann denn schon unbedingt welche wolle immer und immer nur an Frauen gerichtet wird. Pöse Krippen. Feinde des natürlichen Familienbildes.
    • Anam.Cara 19.05.2018 08:48
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass my Senf die Krippen und Kitas kritisieren wollte, Charlie Brown.
      Ich habe das eher als Kritik an jenen Eltern verstanden, die das Leben des Kindes noch vor der Geburt perfekt durchgeplant haben. Welche Kita, welches Instrument, welche Sportart, welche Sprachaufwnthalte, welche Uni und welche Fachrichtung etc. etc.

      Aber du hast recht: kaum hat man eigene Kinder, haben alle das Gefühl, einem sagen zu müssen, wie 'man' es richt macht. Bei uns waren es v.a. Frauen, die uns mit Vorwürfen überhäuften...
    • My Senf 19.05.2018 09:54
      Highlight Highlight Der Kausalzusammenhang!

      Wenn Eltern ihr Kind 👶 gefühlte 23,5 h in der Krippe haben (ab dem ersten Lebensjahr) und gleichzeitig „ach was sind wir doch für glückliche Eltern“ Bilder posten, die sie dann in der 0,5 h in der sie das Kind tatsächlich bei sich haben Posten, dann besteht ein Kausalzusammenhang (so einen langen Satz hab ich glaub noch nie geschrieben 😂)

      Meinst Du z.B. die B-Promis die jeden Abend auf einer anderen Party 🎉 sein müssen um B-Promis zu bleiben kümmern sich selber um ihre Kinder?

      Es handelt sich um Poserfotos! Vir dem Kind waren es eben das Auto oder Ferien oder...
  • Adumdum 18.05.2018 22:34
    Highlight Highlight Babyfotos finde ich vollkommen ok - das mit den Emojis ist witzig, die erkennt man nach ein paar Jahren dich eh nicht mehr! 😊 schonmal versucht das Baby Passfoto einem Kind sinnvoll zuzuordnen? Vermarktung finde ich auch nicht schön - aber was ist denn dann mit Kindern in Werbung und Fernseh-/Kinofilmen?????
  • Bene_ 18.05.2018 22:23
    Highlight Highlight Als Hinweis: Es gibt keine fixe Altersgrenze im Schweizer Recht. Entscheidend ist die Urteilsfähigkeit des Kindes im Bezug auf die Veröffentlichung seiner Bilder. Und die ist im Regelfall bereits vor 14 Jahren gegeben.
  • Raffaele Merminod 18.05.2018 22:15
    Highlight Highlight Die Persönlichkeitsrechte meiner Kinder sind mir sehr sehr wichtig. Deswegen gehen sie niemals ohne Papiertüte über den Kopf aus dem Haus!
  • mein Lieber 18.05.2018 21:19
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach sollte niemend irgend ein Bild in den sozialen Medien teilen welches nicht nur einen selbst abbildet. Wenn die andere(n) Person(en) damit einverstanden ist finde ich das okay.
  • PlüschBerserker 18.05.2018 21:00
    Highlight Highlight Ui nei! Und die Hündchen die ohne Einwilligung gepostet werden! Und die armen Blumen, agerissen, gepostet, weggeworfen.

    Hier eine Kanne Moralin, für alle Seichtherzen ...
    • River 18.05.2018 22:24
      Highlight Highlight Die Kinder werden irgendwann gross und sich im Gegensatzt zum Hündchen und den Blumen irgendwann mal fragen, warum jeder ihrer Bewegungen im Internet dokumentiert wurde, oder gar vermarktet wurden, oder einfach für simple likes prostituiert wurden. Und somit für jedermann sichtbar. Chefs, Partner, Freunde, "Feinde". Alles ohne ihre Einwilligung. Das man da noch den Unterschied erklären muss. Smh
    • kadric 18.05.2018 22:58
      Highlight Highlight Schämst du dich das du ein Baby warst? Denn jede Babykacke sieht gleich aus. Jedes Kind trägt vilt einmal ein schreckliches selbstgenähtes Fasnachtskostüm. Ich bin nicht dafür das man seine Kinder permanent postet, aber umgekehrt ist es bescheuert es zuvermeiden wenn man Portale wie Insta oder FB nutzt. Sogar traurig Fotos hochladen aber die Kinder nur von hinten gezeigt. Weshalb sollten die Eltern ihren stoltz nicht teilen? Die Leute sind krank welche die Bilder nicht objektiv betrachten können und sich für die Eltern freuen. Einfach cool bleiben und für sich selber schauen das es stimmt.
  • Der Tom 18.05.2018 20:39
    Highlight Highlight Jeden Tag lerne ich dazu danke! Seit gestern frage ich ob ich sie wickeln soll. Jetzt frage ich auch ob ich Fotos posten darf. Am besten erstelle ich agb für die Elterndienstleistung. Die dürfen sie dann entweder annehmen oder annehmen.
    • MoistVonLipwig 19.05.2018 08:25
      Highlight Highlight Wir hatten einmal einen Pädophilen in unserem Wohnblock. Er stellte sich sehr gerne mit der Kamera ans Fenster und machte Fotos der spielenden Kinder im Garten.
      Sie dürfen sich gerne selbst ausmalen wofür er diese benutzt und was sie ihm mit posten von ihren Kinderfotos frei Haus liefern.
    • tinmar 19.05.2018 08:27
      Highlight Highlight Hänge die AGBs in der Nähe der Vagina auf, beim Austritt aus dem Geburtskanal werden diese dann quasi automatisch anerkannt.
    • Der Tom 19.05.2018 11:25
      Highlight Highlight @moist das kann ich nicht verhindern. Aber posten kann ich für von mir ausgewählte personen. Man muss ja nicht gleich alles public posten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platonismo 18.05.2018 20:38
    Highlight Highlight Ist watson.de eigentlich der Spiegel?
  • maljian 18.05.2018 20:37
    Highlight Highlight Mir tun die Kinder leid, die auf "Social" Media so zur Schau gestellt werden.

    Klar hat man in dem Moment den Wunsch der ganzen Welt mitzuteilen, wie toll doch das eigene Kind ist.

    Die analogen Bilder, die von mir als Kind existieren, da kann ich entscheiden, wer die sehen darf, bei den digitalen, die auf den SM-Kanälen verbreitet werden, hat man keine Chance, egal wie gut die Privatsphäre Einstellungen sind.

    Ich habe auf FB nicht mal die Schwangerschaft bekannt gegeben und damit zähle ich heute wahrscheinlich auch eher zur Ausnahme.
  • fritteli 18.05.2018 20:37
    Highlight Highlight Bravo!
  • CASSIO 18.05.2018 20:27
    Highlight Highlight es ist ganz einfach und meine frau und ich haben diesen punkt bereits zu beginn der schwangerschaft geklärt. mein kleiner sohn hat auch persönlichkeitsrechte. somit werden keine bilder von ihm im netz gepostet, ganz simpel. das hat mit respekt zu tun.
    • Qwertzuiopü 18.05.2018 22:50
      Highlight Highlight Genau so hatten wir das auch entschieden. Jetzt ist unser Kind drei Jahre alt und wir haben noch nie ein Foto von ihm gepostet.
    • Pana 18.05.2018 23:07
      Highlight Highlight Je nach Baby macht das durchaus Sinn.
      Play Icon
    • Caulfield 19.05.2018 01:38
      Highlight Highlight Das selbe bei uns. Unsere Tochter werden wir auch nicht auf FB oder Instagram stellen. Persönlichkeitsrecht ist das eine. Das andere ist, dass man auch nicht weiss, welche dubiose Gestalten diese Fotos für irgendwelche Zwecke missbrauchen können. Die Moralkeule möchte ich aber nicht schwingen, das muss jeder für sich entscheiden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jjjj 18.05.2018 20:22
    Highlight Highlight Das mit den emojis ist quatsch. Kinder sind Teil unserer Realität. Wie es das auch das Internet ist...
    Europäer sind so verkrampft was das angeht...
    • Flötist 18.05.2018 20:56
      Highlight Highlight Ja genau, deshalb verklagen Kinder im Ausland schon ihre Eltern, weil sie Bilder posteten http://www.dailymail.co.uk/news/article-3788817/Daughter-18-sues-parents-posting-embarrassing-photographs-child-Facebook.html
    • Qwertzuiopü 18.05.2018 23:10
      Highlight Highlight Richtig, Kinder und Internet sind Teil unserer Realität. Genau darum sollte man sich Gedanken über die Konsequenzen machen - die sind schliesslich auch real. Das hat mit Weitsicht, nicht mit verkrampft sein zu tun.
    • jjjj 19.05.2018 07:58
      Highlight Highlight Und was ist die Gefahr von ein paar Kinderfotos!?
      Gleichzeitig wissen FB, google und co ALLES über euch. Aber hauptsache Jacqueline-Shakiras Gesicht ist mit einem Smiley abgedeckt....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 18.05.2018 20:18
    Highlight Highlight "Influencerin Kylie Jenner ist jetzt auch Mutter – und wird auch nicht müde, ihre Stormi zu zeigen."

    Cool, die Kleine wurde nach nem Pornostar benannt.
    • Carl Gustav 18.05.2018 22:14
      Highlight Highlight Wäre Stormis Mutter auch Pornostar, wüsste man wenigstens für was sie ihr Geld bekommt.
    • Astrogator 19.05.2018 04:27
      Highlight Highlight 😂

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