Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

9 Marvel-Filme, die so richtig, richtig schlecht sind



Heutzutage sind Marvel-Filme die Blaupausen für moderne Superhelden-Streifen, und Blockbuster wie «Avengers: Endgame» spielen locker über eine Milliarde Dollar ein. Doch es gab einmal eine Zeit, da hat Marvel ihre Filme nicht selbst produziert, sondern Lizenzen für ihre Comic-Helden vergeben. Ein Fehler, denn nicht selten hatten diese Filme grosses Fremdschämpotential.

«Nick Fury: Agent of S.H.I.E.L.D.»

Jap, es gab bereits einen Film über den Agenten Nick Fury. Der kam 1998 raus und hatte auf Deutsch den etwas speziellen Titel «Agent Nick Fury – Einsatz in Berlin». Mit diesem wollte man wohl die deutschen Fans des Hauptdarstellers mobilisieren, denn in Deutschland ist die Person hinter Nick Fury noch heute populär.

Es ist *Trommelwirbel*:

BildBild aufdecken

Bild: FOX BROADCASTING COMPANY

Genau. David Hasselhoff!

59814 NICK FURY:  David Hasselhoff (pictured) stars in the title role of NICK FURY in its world broadcast premiere Tuesday, May 26 (8:00-10:00 PM ET/PT) on

Bild: FOX BROADCASTING COMPANY

Der Film kam übrigens nicht ins Kino sondern wurde direkt im TV ausgestrahlt. Das war auch gut so, denn im gleichen Jahr erschien «Blade» im Kino und gegen den hätte der Hasselhoff-Nick-Fury definitiv alt ausgesehen.

«Ghost Rider»

Ghost Rider

Bild: Sony Pictures

Irgendwann war Nicolas Cage einmal ein guter Schauspieler, der einen Oscar gewonnen hatte und für einen zweiten nominiert war. Eigentlich ist er noch immer ein guter Schauspieler, aber irgendwann hat sich sein Image bei den Zuschauern zum Schlechten gewandelt.

Ghost Rider

Bild: Sony Pictures

«Ghost Rider» dürfte wohl einiges dazu beigetragen haben. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass dies der Wendepunkt in Cages Karriere war. Irgendwie haben sich aber doch genug Leute diesen Film angeschaut, damit es mit Mühe und Not für einen zweiten Teil gereicht hat. Dieser erschien 2011 und war noch schlechter. Inzwischen sieht das auch Nicolas Cage ein, der rückblickend bereut, dass das Studio nicht den Mut hatte, einen R-Rated-«Ghost Rider» zu machen.

«Fantastic Four»

Fantastic Four 1994 (nicht erschienen)

Das Promofoto, das kurze Zeit verwendet wurde. Bild: Neue Constantin Film

«Die Fantastischen Vier» sind die geprügelten Stiefkinder aller Marvel-Filme. Kein einziger der bisher erschienen Adaptionen konnte wirklich überzeugen. Die Schlimmste von allen dürfte aber die Adaption von 1994 gewesen sein. Viele Gerüchte ranken sich um diese Produktion, die zwar gedreht wurde, aber nie offiziell erschienen ist.

Der Film wurde mit einem minimalen Budget von einer Million US-Dollar gedreht und sollte – glaubt man den Gerüchten – nur dazu da gewesen sein, die Vertragsbedingungen zu erfüllen. Hätte das deutsche Studio Neue Constantin Film den Streifen nicht gedreht, wären die Lizenzrechte an Marvel zurückgegangen.

Tatsächlich gab es Pläne, den Film in die Kinos zu bringen. Marvel soll der Streifen allerdings so peinlich gewesen sein, dass sie dem Produzenten Geld anboten, damit dieser den Film versenkt. Ob das wirklich stimmt, ist bis heute unklar. Stan Lee sagte in einem Interview, dass der Film nie für ein Kino-Release geplant war – dem Widersprechen die damaligen Produzenten.

«Fantastic 4»

Fantastic 4

Bild: 20th Century Fox

2005 und 2007 kamen dann schliesslich zwei Big-Budget-Verfilmungen der «Fantastic Four» heraus. Diese waren zwar beide finanziell einigermassen erfolgreich, doch 2015 wollte 20th Century Fox die Reihe trotzdem neu starten.

Regisseur Josh Trank – damals ein vielversprechender Regie-Newcomer – allerdings soll mit der Produktion völlig überfordert gewesen sein. Das sagt das Studio. Trank wiederum behauptet, dass man ihm kaum kreative Freiheiten gelassen habe und die Produzenten den Film schlussendlich an sich gerissen hätten. Tatsächlich hat 20th Century Fox Trank vor Fertigstellung des Films gefeuert.

Die Schlammschlacht zog sich aber auch noch danach weiter und dauert bis heute an. Der Film war dabei das traurige Zwischenergebnis der ganzen Streitereien. Die Kritiker hassten ihn, die Fans hassten ihn, Josh Trank hasste ihn. Er hasst den Film so sehr, dass er sich nicht einmal mehr als Regisseur von «Fantastic 4» bezeichnet.

«Daredevil»

Daredevil

Bild: 20th Century Fox

Es war klar, dass dieser Film in dieser Liste landet, oder? «Daredevil» war der Grund, warum der blinde Superheld lange Zeit als absolut uncool galt. Selbst Hauptdarsteller Ben Affleck lässt kein gutes Haar an dieser Adaption. Glücklicherweise hat Netflix später mit der Serie «Marvel's Daredevil» den schlechten Ruf des Superheldens wieder hergerichtet.

Der Film war 20th Century Fox' zweiter Versuch, ein Superhelden-Universum aufzubauen, welches parallel zu den «X-Men» existieren sollte. Dazu wurde im Film unter anderem die Superheldin Elektra eingeführt, die zwei Jahre später ihren eigenen Film bekam.

«Elektra»

Elektra

Bild: 20th Century Fox

2005 kam also «Elektra» in die Kinos und beerdigte nicht nur das Superheldinnen-Genre (zusammen mit «Catwoman»), sondern versetzte Jennifer Garners Karriere einen gehörigen Dämpfer.

Der Film war so schlecht, dass selbst die Marvel-Fans ihn hassten, was sich dementsprechend in den Einnahmen widerspiegelte. Nur gerade knapp die Hälfte seiner Produktionskosten konnte «Elektra» wieder einspielen – dabei betrug das Bugdet nur 43 Millionen Dollar. Dass der Film den Weg für weitere Superheldinnen-Streifen tatsächlich verbaute, bewies eine E-Mail von 2014, die durch den berühmten Sony-Hack aus dem gleichen Jahr an die Öffentlichkeit gelangte.

In dieser Mail macht der damalige CEO von Marvel, Ike Perlmutter, dem Sony-Boss Michael Lynton klar, dass Superheldinnen-Filme einfach keinen Erfolg haben würden. Nebst «Supergirl» und «Catwoman» führte er auch «Elektra» als warnendes Beispiel an:

«Sehr schlechte Idee, und das Endresultat war sehr, sehr schlecht.»

«Captain America» (1990)

Schon klar, man muss Filme immer im Kontext ihrer Zeit betrachten. Inhaltlich als auch optisch. Doch auch wenn man all das berücksichtigt, ist «Captain America» von 1990 einfach nur grottenschlecht.

10'000 User können sich nicht irren:

Captain America

Bild: Screenshot Rotten Tomatoes

Selbst die Produktionsgeschichte dieses Films spricht nicht für ihn. Unzählige Produzenten und Drehbuchautoren dokterten fast fünf Jahre am Script herum. Als der Film schliesslich 1989 endlich gedreht wurde, sollte er noch amerikaweit in die Kinos kommen. Im Herbst 1990, kurz vor dem Kinostart, verschob das Studio den Release-Termin unerwartet auf den Winter. Doch auch das neue Datum verstrich, ohne dass «Captain America» in die Kinos kam. Zwei Jahre lang liess das Studio die Fans im Ungewissen, bevor der Film dann still und leise direkt auf Video erschien.

«Howard the Duck – Ein tierischer Held»

Howard the Duck

Bild: United International Pictures

Ja, «Howard the Duck» ist ein Marvel-Film. Und er ist so schlecht, dass er schon fast wieder Kult ist. Aber eben nur fast. Weil als der Film 1986 in die Kinos kam, meinten das die Macher durchaus ernst. Unter ihnen war auch George Lucas, der den Film produziert hatte und dessen Namen als Publikumsmagnet fungieren sollte. Genützt hat's nichts, denn die inhaltlichen Peinlichkeiten kann man auch nicht mit dem Namen des Star-Wars-Erfinders überspielen.

An den Kinokassen machte sich das entsprechend bemerkbar. Der Film blieb tief in den roten Zahlen hängen und gilt bis heute als Paradebeispiel eines peinlichen Films. 2015 widmete Marvel-Fan und Regisseur James Gunn der sprechenden Ente eine Szene in «Guardians of the Galaxy»: Dort sah man Howard in einer der Post-Credit-Szenen.

«Blade: Trinity»

Blade: Trinity

Bild: Warner Bros.

1998 erschien die Verfilmung von «Blade». Der Film war nicht nur ab 16 Jahren (zumindest die geschnittene Fassung), sondern hatte auch einen schwarzen Superhelden in der Hauptrolle. Das hatte zwar ein Jahr zuvor schon die Comic-Adaption von «Spawn» vorweisen können, doch im Gegensatz zu diesem war «Blade» äusserst erfolgreich. Darum folgte 2002 Guillermo del Toros «Blade II», der ebenfalls ein Hit wurde. Und dann kam «Blade 3» aka «Blade: Trinity».

David S. Goyer, der bei den ersten zwei Teilen beim Drehbuch mitschrieb, führte nun erstmals Regie. Das fand Hauptdarsteller Wesley Snipes nicht cool. Und das zeigt er auch. Die Produktion soll eine wahre Hölle gewesen sein, und es darf nun spekuliert werden, ob sich das auf die Qualität des Filmes ausgewirkt hat. Jedenfalls war dieser finanziell solch eine Enttäuschung, dass die Reihe nicht fortgesetzt wurde. War vielleicht auch besser so, denn zwei Jahre später wurde Snipes wegen Steuerbetrug angeklagt und 2008 zu drei Jahren Haft verurteilt.

PS: Diese ganzen schlimmen Streifen haben dazu geführt, dass Marvel anfing, selbst Filme zu produzieren. Dadurch entstand schliesslich das Marvel Cinematic Universe. Happy End, könnte man also sagen. (Ausser, du magst keine Superheldenfilme).

Eure Meinung? Findet ihr die Häme für einen Film ungerechtfertigt? Schreibt eure Meinung in die Kommentarspalte.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Geld? Kunst? Kunstgeld?

Wenn Superhelden texten ...

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Cute News

15 lustige Bilder von Tieren, die auf frischer Tat ertappt wurden 

Cute news, everyone! Man kennt das: Da wird man auf frischer Tat ertappt und muss dann irgendwie mit der Situation klarkommen. Bei Tieren ist das nicht anders:

Artikel lesen
Link zum Artikel