Leben
Film

Disney+ bekämpft Account-Sharing: Neue Streaming-Regeln ab Sommer

Disney+ bekämpft Account-Sharing: Neue Streaming-Regeln ab Sommer

Wer seinen Account bei Disney+ mit Familie und Freunden teilt, wird bald zur Kasse gebeten. Ab Sommer will der Konzern Ernst machen.
09.02.2024, 19:55
Marcel Horzenek / t-online
Mehr «Leben»
Ein Artikel von
t-online

Disney plant eine strikte Regelung gegen das sogenannte Account-Sharing, sprich: wenn mehrere Personen sich ein Benutzerkonto teilen. Im August 2023 hatte Disney-Chef Bob Iger diesen Schritt bereits angekündigt. Disney-Finanzchef Hugh Johnston hat nun erklärt, dass der Konzern ab Sommer aktiv gegen solche Nutzer vorgehen möchte. Das berichtet das IT-Magazin «heise online».

FILE - In this Nov. 13, 2019, photo, a Disney logo forms part of a menu for the Disney Plus movie and entertainment streaming service on a computer screen in Walpole, Mass. Disney reports earnings on  ...
Disney+ folgt mit seiner neuen Strategie dem Beispiel von Netflix.Bild: keystone

Durch die Eindämmung des Account-Sharings hoffe das Unternehmen auf zusätzliche Abonnements und höhere Umsätze. Netflix hat es bereits erfolgreich vorgemacht – mit 5,9 Millionen neuen Abo-Abschlüssen im zweiten Quartal 2023.

Und ähnlich wie es dort seit Mai möglich ist, sollen auch Disney+-Abonnenten die Option bekommen, andere Nutzer gegen eine Zusatzgebühr dazuzubuchen. Wie viel genau weitere Mitglieder kosten werden, wurde bislang noch nicht gesagt. Vermutlich wird es aber ähnlich teuer wie bei Netflix: Dort können pro Account bis zu zwei weitere Personen für jeweils fünf Euro hinzugefügt werden.

Account-Sharing in den AGB untersagt

Unabhängig davon war das Teilen des Accounts ausserhalb des eigenen Haushaltes laut den Nutzungsvereinbarungen von Disney+ nie gestattet. Dort hiess es früher: «Ihr vertragliches Nutzungsrecht berechtigt Sie nicht zu folgenden Handlungen: [...] Ihre Zugangsdaten Dritten mitzuteilen oder Ihren Disney+-Account mit Dritten zu teilen [...].»

Im Oktober wurden die Nutzungsbedingungen für deutsche Kunden darüber hinaus geändert. Seitdem heisst es dort: «Sofern nicht anderweitig durch Ihre Abo-Optionen erlaubt, dürfen Sie Ihren Disney+ Account nicht mit Personen ausserhalb Ihres Haushalts teilen.» Dabei wird ein Haushalt im weiteren Verlauf als privater Hauptwohnsitz definiert.

Wie streng Disney künftig gegen das Account-Sharing vorgehen möchte, ist noch unklar. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Sie rechtlichen Ärger bekommen, wenn Sie Ihre Zugangsdaten auch weiter mit anderen teilen. Allerdings könnten Konten eingeschränkt oder sogar gesperrt werden, wenn verdächtige Aktivitäten auffallen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
30 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Ratchet
09.02.2024 20:54registriert Mai 2015
Finds ja schon interessant wie in der klassischen Theorie vom freien Markt eigentlich die Regel gilt, das Produkte/Dienstleistungen immer günstiger, umfangreicher und besser werden, weil eigentlich die Kosten durch Effizienz sinken müssten.
Bei Streamingdienste ist mittlerweile genau das Gegenteil beobachtbar. Das Angebot wird immer teurer, eingeschränkter und schlechter.
892
Melden
Zum Kommentar
avatar
Wir (M)Ostschweizer*innen nun im Süden
09.02.2024 21:10registriert Juni 2019
"Dabei wird ein Haushalt im weiteren Verlauf als privater Hauptwohnsitz definiert."
Was wen ich über den ganzen Sommer in der Ferienwohnung bin?
Was wen ich in der Ferienwohnung bin und mein Ehepartner zeitgleich Zuhause ist?
Was wen ich meine Mutter, mein Vater über längere Zeit in ihrem Haus pflegen muss?
374
Melden
Zum Kommentar
avatar
Stromer5
09.02.2024 20:58registriert Juli 2015
Das war klar, dass es so weit kommt.
Netflix hat es vorgemacht und streicht jetzt ein sattes Umsatzplus ein.

Die Konkurrenz hat zugeschaut und lernt jetzt davon.

Doch was ist die Lösung? Ich will nicht für fünf Streaminganbieter bezahlen..
Wird die DVD wieder zurückkommen?
203
Melden
Zum Kommentar
30
Mitarbeiter hängt eigenes Gemälde in Museum in München auf

Er träumte vermutlich vom künstlerischen Ruhm – und hat jetzt Ärger mit der Polizei: Ein Mitarbeiter der Münchner Pinakothek der Moderne hat laut Polizei heimlich eines seiner eigenen Gemälde dort aufgehängt. Es sei eine Anzeige wegen Sachbeschädigung eingegangen, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Grund: Beim Aufhängen seines Bildes habe der 51 Jahre alte Mann Löcher in die Wand gebohrt. Der Vorfall hatte sich nach Polizeiangaben bereits am 23. Februar ereignet. Zunächst hatte die «Süddeutsche Zeitung» in ihrer Online-Ausgabe (Montag) berichtet.

Zur Story