Leben
Film

Europäischer Filmpreis geht an «Sentimental Value»

Europäischer Filmpreis geht an «Sentimental Value»

17.01.2026, 22:1117.01.2026, 22:27
Joachim Trier, far right, and Stellan SkarsgÂrd, from left, Inga Ibsdotter Lilleaas, Elle Fanning, and Renate Reinsve pose with the international star award for "Sentimental Value" in the pr ...
Die Besetzung von «Sentimental Value»; ganz rechts: Regisseur Joachim Trier. (Archivbild, 11. Januar 2026)Bild: keystone

Das Drama «Sentimental Value» hat gleich sechs Europäische Filmpreise gewonnen, darunter die Auszeichnung für den besten Film. Der norwegische Filmemacher Joachim Trier erzählt darin von der komplizierten Beziehung eines Regisseurs zu seinen beiden Töchtern.

Die Hauptdarsteller – der Schwede Stellan Skarsgård und die Norwegerin Renate Reinsve – gewannen beide Schauspielpreise. Trier wurde selbst auch für die beste Regie ausgezeichnet.

Fünf Auszeichnungen gingen an das Roadmovie «Sirât» des französischen Regisseurs Oliver Laxe, darin machen sich ein Vater und sein Sohn in der Wüste auf die Suche nach der verschwundenen Tochter.

Der Schweizer Film «Heldin» von Petra Volpe, der für die beste Hauptrolle nominiert war, ging leer aus. Der deutsche Beitrag für die Oscars – «In die Sonne schauen» von Regisseurin Mascha Schilinski – gewann eine Auszeichnung für das beste Kostümbild, wurde aber sonst trotz etlicher Nominierungen - unter anderem für die beste Kamera für den Schweizer Fabian Gampeleer - nicht prämiert.

Der deutsche Beitrag für die Oscars – «In die Sonne schauen» von Regisseurin Mascha Schilinski – gewann eine Auszeichnung für das beste Kostümbild, ging aber sonst trotz etlicher Nominierungen leer aus.

Solidarität mit dem Iran

Die Eröffnungsrede hielt der iranische Regisseur Jafar Panahi («Ein einfacher Unfall»), der auf die Lage in seinem Heimatland hinwies. Die Regierung im Iran war zuletzt mit aller Härte gegen Demonstranten vorgegangen.

«Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur der Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr», sagte Panahi. Auch auf dem roten Teppich zeigten sich mehrere Filmschaffende solidarisch mit den Menschen im Iran.

Der Europäische Filmpreis, der abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt vergeben wird, wurde zum 38. Mal verliehen. Die rund 5'400 Mitglieder der Europäischen Filmakademie konnten – ähnlich wie bei den Oscars in den USA – über viele Preisträgerinnen und Preisträger abstimmen.

Wer noch ausgezeichnet wurde

Als bester Dokumentarfilm wurde «Fiume o Morte!» ausgezeichnet. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an die norwegische Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann («Szenen einer Ehe»).

Ausgezeichnet wurden auch Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach von der Berliner Produktionsfirma Komplizen Film. Die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher («Glücklich wie Lazzaro») wurde für ihre Verdienste um den weltweiten Einfluss des europäischen Kinos geehrt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen
Der übelste Horrorfilm des Jahres
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Mit wem solltest du wirklich zusammenwohnen? Wir sagen es dir!
Pack deine Sachen, wir ziehen um!
Leben wird in der Schweiz nicht günstiger, ausserdem macht zu zweit Wohnen (oftmals) mehr Spass. Wir suchen dir deshalb heute einen neuen oder gleich mehrere neue Mitbewohner.
Zur Story