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Director Todd Phillips, left, holds the Golden Lion for Best Film for 'Joker', joined by lead actor Joaquin Phoenix at the closing ceremony of the 76th edition of the Venice Film Festival, Venice, Italy, Saturday, Sept. 7, 2019. (Photo by Joel C Ryan/Invision/AP)
Todd Phillips,Joaquin Phoenix

Bild: AP

Batman-Vorgeschichte «Joker» gewinnt Goldenen Löwen bei Film-Festival von Venedig



Der Hollywood-Film «Joker» ist bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden. Der Film mit Joaquin Phoenix in der Rolle des Batman-Gegenspielers Joker erhielt den Hauptpreis zum Abschluss des Filmfestivals am Samstagabend.

Der Film hatte bei der Mostra bereits die grösste Aufmerksamkeit von Kritikern und Publikum eingeheimst und blieb vor allem mit der überragenden Leistung von Joaquin Phoenix in Erinnerung.

Todd Phillips, bekannt als Regisseur der «Hangover»-Klamaukfilme, erzählt mit gesellschaftskritischen Untertönen die Vorgeschichte des Bösewichts aus den Batman-Comics. Weil eine Buchvorlage fehlt, konnte er sich dabei viele erzählerische Freiheiten nehmen.

Der Goldene Löwe ging zuletzt vor zwei Jahren an eine US-Produktion: 2017 gewann «The Shape of Water» von Guillermo del Toro die höchste Auszeichnung des Festivals.

Kontroverse um Polanskis Teilnahme

Der zweitwichtigste Preis des Festivals, der Grosse Preis der Jury, ging an «J'accuse» («An Officer and a Spy») von Roman Polanski. Der 86-jährige Oscarpreisträger erzählt darin von der Dreyfus-Affäre, über den jüdischen französischen Offizier Alfred Dreyfus, der 1894 durch ein Kriegsgericht in Paris wegen angeblichem Landesverrat zugunsten des Deutschen Kaiserreiches zu Unrecht verurteilt wurde.

Über die Teilnahme des Polanski-Filmes am Festival hatte es im Vorfeld eine Kontroverse gegeben. Der in Frankreich lebende Roman Polanski wird in den USA wegen Geschlechtsverkehrs mit einer Minderjährigen polizeilich gesucht. Im Jahr 1977 hatte er Sex mit der damals 13-jährigen Samantha Geimer, ein Jahr später floh er aus den USA. Die US-Filmakademie hatte Polanski wegen des Falles im vergangenen Jahr ausgeschlossen.

Marinelli und Ascaride ausgezeichnet

Für die beste Regie wurde der Schwede Roy Andersson ausgezeichnet, der in seinem Melodram «About Endlessness» in kurzen Episoden in die traurigen Seelen von Menschen blickt. Der in Hongkong lebende Yonfan gewann den Preis für das beste Drehbuch für den Animationsfilm «No. 7 Cherry Lane».

Als beste Schauspieler ehrte die Jury den Italiener Luca Marinelli und die Französin Ariane Ascaride. Marinelli gewann die Trophäe für seine Darstellung in «Martin Eden» von Pietro Marcello nach einer Buchvorlage von Jack London, Ascaride für ihre Leistung im Sozialdrama «Gloria Mundi» von Robert Guédiguian.

Die Dokumentation «La mafia non è più quella di una volta» des Italieners Franco Maresco erhielt den Spezialpreis der Jury. Mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für den besten Jungdarsteller wurde Toby Wallace ausgezeichnet, der in «Babyteeth» der Australierin Shannon Murphy einen Drogensüchtigen spielt. (sda/dpa)

Diese Stars waren alle schon am Zurich Film Festival!

Hier findest du das Rezept für das Zurich Film Festival

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TanookiStormtrooper 08.09.2019 12:35
    Highlight Highlight "Weil eine Buchvorlage fehlt, konnte er sich dabei viele erzählerische Freiheiten nehmen."
    Nicht ganz korrekt. Es gibt mehrere Geschichten über die Entstehung des Jokers, nur ist keine davon Definitiv. Das Mysterium um den Charakter ist Teil seiner Geschichte. Warum der Joker so ist wie er ist darf jeder für sich entscheiden, ob Jack Nicholson, Heath Ledger oder Joaquin Phoenix.
    • Mia_san_mia 08.09.2019 14:32
      Highlight Highlight Jaja...
    • Pascal Scherrer 08.09.2019 21:34
      Highlight Highlight @Tanooki: Todd Philipps hat im Vorfeld gesagt, dass ihr Drehbuch auf keinem der bisherigen Entstehungsgeschichten basiert. Von daher ist die Geschichte also durchaus neu.
    • TanookiStormtrooper 08.09.2019 22:21
      Highlight Highlight @Pascal
      Jeder Autor darf sich bei der Geschichte des Jokers alle Freiheiten nehmen, ist also überhaupt nicht ungewöhnlich. Tim Burton hat sich diese genauso genommen wie Christopher Nolan und jeder Comicbuchautor. Dem Publikum muss einfach klar sein, dass keine dieser Geschichten wirklich stimmen muss, der Joker kann Arthur Fleck oder Jack Napier oder jeder andere sein. Wird die Ursprungsgeschichte des Jokers erzählt ist sie immer neu und anders.
  • Hupendes Pony 07.09.2019 22:02
    Highlight Highlight bin echt gespannt wie er ist... vermutlich der einzige gute Kinofilm in diesem Jahr.
    • eselhudi 07.09.2019 22:13
      Highlight Highlight parasite wird schwer zu toppen sein.
    • Utschli 07.09.2019 23:20
      Highlight Highlight Der Einzige? Ist etwas pessimistisch, nicht?
    • Hupendes Pony 08.09.2019 11:10
      Highlight Highlight nö gar nicht.. ist ja so.. kam ja nix schlaues bis jetzt und bis ende jahr siehts auch duster aus... und kommt mir bitte nicht mit ES 2
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