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Zuckerverzicht: Hannah sagt Zucker schon mit 15 Jahren den Kampf an

Schnupperschülerin Hannah sagt Zucker schon mit 15 Jahren den Kampf an

Heute hat Hannah watson zum Schnuppern besucht. Ein Dessert lehnte die 15-Jährige ab, weil sie ihren Zuckerkonsum vor kurzem stark reduziert hat. Was sie dazu bewog – und welche Unterschiede sie bemerkte.
18.10.2024, 17:58
hannah wissler

Mein früherer Zuckerkonsum

Schon als kleines Kind habe ich viel Zucker verspeist. Ein Tag ohne Süssigkeiten war für mich unvorstellbar. Zweimal am Tag trank ich eine Schokomilch und zwischendurch ass ich noch ganz gerne Schokolade und Gummibärchen. Zucker wurde die Lösung für meine Probleme: Ich hatte einen schlechten Tag? Süssigkeiten. Ich brauchte Energie? Zucker. Mir war langweilig? Leckereien. Somit habe ich unbewusst über die Jahre eine Sucht entwickelt.

Warum ich eine Zuckerpause einlegte

Letzten Sommer wurde mir bewusst, wie viel Zucker ich eigentlich jeden Tag konsumierte. Mir ist auch aufgefallen, dass ich viel mehr Süssgetränke trank. Ich merkte, wie mir dieser Zucker nicht guttat und dass sich etwas ändern musste. Ich konnte mich im Alltag nicht so gut konzentrieren, war schnell abgelenkt und dachte über Zuckernachschub nach.

Heute isst Hannah nur noch selten Kuchen.
Heute isst Hannah nur noch selten Kuchen.Bild: Shutterstock

Mein Prozess

Einen radikalen Verzicht wollte ich vermeiden. So wollte ich Tag für Tag meinen Zuckerkonsum langsam senken. Das brauchte viel Überwindung und Selbstkontrolle, doch nach etwa einer Woche war der Zuckerkonsum massiv gesunken. Pro Tag habe ich dann nur noch ein Stück schwarze Schokolade gegessen und Süssgetränke habe ich vollständig weggelassen. Nach einigen Tagen beschloss ich, gar keinen Zucker mehr zu essen. Dies hat erstaunlich gut funktioniert, sodass ich für längere Zeit Zucker wegliess. Meine Ernährung hat sich allgemein gleichzeitig verbessert. Ich ass viel mehr Gemüse und Früchte als sonst.

Welche Unterschiede ich bemerkte

Der erste Unterschied, den ich sofort bemerkte, war, dass ich auf längere Zeit viel mehr Energie hatte. Diese Energie hat sich auch anders angefühlt. Nun konnte ich zum Beispiel einen grossen Spaziergang mit meinem Hund machen, ohne dass mein Blutzucker drastisch sank. Ein weiterer Unterschied war, dass ich besser einschlafen konnte und mit besserer Laune aufwachte. Mein Geschmackssinn hat sich erstaunlicherweise auch verändert. Ich genoss Süsses zwar noch, aber nicht mehr so stark wie früher. Diese Erkenntnis hat mir auch im Nachhinein sehr geholfen, konstant zu bleiben und auch künftig meinen Konsum zu senken.

Mein Zuckerkonsum heute

Heute esse ich immer noch viel weniger Zucker, als ich zuvor gegessen habe, doch ab und zu nehme ich mir die eine oder andere Leckerei. Mein Verlangen zum Süssigkeitenessen ist ausserordentlich gesunken, jedoch ist es nicht komplett verschwunden. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen und kann auch dir empfehlen, so einen Weg auszuprobieren.

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71 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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P. ajaja
18.10.2024 16:29registriert April 2023
Ich habe vor zwei Wochen Prädiabetes diagnostiziert bekommen, das war nicht lustig. Arbeite bereits seit Anfang Jahr mit einer Ernährungsberatung zusammen, wegen einigen Baustellen, jetzt haben wir zwei, drei kleine Anpassungen vorgenommen und da ich mein Essen tracke, sehe ich, dass ich den Zuckerkonsum ohne großen Verzicht halbiert habe (und in einem vertretbaren Rahmen angekommen bin).

Hoffentlich zeigt sich das beim Folgetest im Januar 2025.

Ich kann die Unterschiede so auch unterschreiben. Nur den Migros Eistee vermisse ich, den gibt es nun weniger.
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Hans G. Muster
18.10.2024 16:25registriert Januar 2024
ich verzichte seit neujahr weitestgehend auf sinnlosen zucker und brot und wiege heute > 20 kg weniger, ohne viele weitere bemühungen…
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SD1980
18.10.2024 18:45registriert August 2018
Toller Artikel Hannah. Mich hätte noch interessiert, welche Menge Zucker Du gegessen hast, bevor Du mit der Reduktion angefangen hast, denn eine Woche ist ziemlich schnell für eine drastische Reduktion von einer grossen Zuckermenge. Darfst stolz auf Dich sein, dass Du es geschafft hast.
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