Jedes Znüni-Säckli ein Kunstwerk – diesen Dad mögen wir
Fühlst du dich auch wegen der aktuellen Ereignisse ein wenig weltschmerzgeplagt?
Ja, wir uns auch.
Um die Stimmung aufzuhellen oder dir einfach eine kleine künstlerische Auszeit zu gönnen, hier einige Znüni-Papiersäckli, die ein kreativ ambitionierter Vater für seine Tochter verschönert hat.
Arlington, Virginia, nahe Washington DC: Damals, anno 2015, fiel die Verantwortung für die Lunchpakete in der Familie Jenkins dem Vater zu – Mike Jenkins. Doch anstatt einfach nur den Namen seiner Tochter auf die Tüte zu schreiben, begann dieser, ein kleines Extra hinzuzufügen, das ihr Mittagspäckli bald von den anderen abhob.
Jeden Tag zeichnete Mike einen neuen Cartoon, in dem seine Tochter Maggie die Heldin war, die versuchte, die tückischen Strapazen der Arbeitswoche zu überstehen.
Als Maggie eines Abends beim Abendessen erwähnte, dass in der Schule sämtliche Kinder immer ihr Lunchpaket sehen wollten, fing Mikes Frau Tish an, die Papiersäckli auf Facebook zu posten – wo sie sofort grossen Anklang fanden.
Mike, der zu diesem Zeitpunkt gerade aus einer 25-jährigen Karriere als News- und Polit-Karikaturist bei einer Washingtoner Zeitung in den Ruhestand getreten war, kannte den Drill der täglichen Abgabe-Deadline. Und so verwandelte er im Laufe der Jahre mehr als 600 Papiertüten in kleine Kunstwerke, ohne dass er je einen einzigen Schultag verpasste. Meist steckten um die vier Stunden Arbeit in einem seiner Cartoons.
Die Jenkins nannten es «dadication» (aus dad und dedication – «väterliche Hingabe»).
Für Mike war die tägliche Illustrationsaufgabe auf den Lunch-Tüten eine Erinnerung daran, dass sein Kind heranwuchs und er wohl nicht immer die Gelegenheit haben würde, solche Dinge für sie zu tun. «Ich glaube nicht, dass ich ihr im College noch das Mittagessenpaket zubereiten werde», sinnierte er 2017 in einem Interview mit dem Magazin der Highschool seiner Tochter.
Andererseits ging es auch darum, «Maggies Fantasie zu beflügeln», so Mike. Denn: «Vielleicht meint sie am Ende sogar, dass ihr Lunch besser ist, als er eigentlich ist.»
