2026 ist das neue 2016 – laut Social Media
Die «guten alten Zeiten» oder die «goldene Ära», heisst es in zahlreichen sozialen Medien. Doch damit ist nicht etwa ein Rückblick auf 30 oder 40 Jahre gemeint, sondern ein einziges Jahr: 2016. Damals wirkte Social Media noch ungezwungener, Likes und Follower waren noch nicht (so) wichtig und es reichte auch ein einfaches Bild des Mittagessens, um andere zu begeistern.
Laut TikTok stiegen die Suchanfragen nach «2016» in der letzten Woche um 452 Prozent an, und es wurden mehr als 55 Millionen Videos mit dem nach dem Jahr benannten Filter der App erstellt, schreibt BBC.
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Auf TikTok, Instagram und Co. sind Gen Z und Millennials schon ganz aus dem Häuschen. In zahlreichen nostalgischen Clips mit dem Rio-De-Janeiro-Filter und Popsongs von Justin Bieber oder Zara Larsson wird zehn Jahre zurückgeblickt. Neben Sommervibes und guter Laune prägten 2016 aber auch folgende Dinge:
Mannequin-Challenge
Ja, schon vor zehn Jahren gab es teils fragwürdige, teils lustige Internet-Challenges. Eine der besser gelungenen war die Mannequin-Challenge. Wie der Name vermuten lässt, wurden dabei Schaufensterpuppen imitiert. Ziel war es, so lange wie möglich stillzustehen. Das Ganze sollte wie ein Standbild wirken, obwohl das Video weiterlief. Auch zahlreiche Stars machten mit, etwa Cristiano Ronaldo, Beyoncé oder Taylor Swift. DJ Marshmello konnte sogar bei einem Konzert sein gesamtes Publikum zum «Einfrieren» bewegen.
Damn Daniel
«Damn Daniel» ist ein viral gegangenes Video von einer Gruppe Schülerinnen und Schüler. In den zusammengeschnittenen Clips läuft der Teenager Daniel grinsend durchs Bild, während sein Kollege hinter der Kamera sein Auftreten mal bewundernd, mal spöttelnd mit «Damn, Daniel!» kommentiert. Es fallen Sätze wie: «Da ist er wieder, in seinen weissen Vans.» Das Ganze wurde zum Meme, und zu jeder Gelegenheit packte man den Spruch «Damn Daniel» aus. Es war sozusagen das «6 7» des Jahres 2016.
Pokémon Go
Ab Juli 2016 rannten Tausende mit dem Smartphone vor der Nase durch die Strassen, auf der Jagd nach Pokémon. Die Spieler bewegten sich entsprechend dem Standortsignal ihres Smartphones durch die Spielewelt und fingen darin die kleinen Taschenmonster, trainierten sie und liessen sie in Kämpfen gegeneinander antreten. Bis Ende 2018 wurde das Spiel über eine Milliarde Mal heruntergeladen. Der Erfolg des Spiels lässt sich sicher auch damit erklären, dass eine ganze Generation von Menschen mit den herzigen Monstern aufgewachsen ist.
Musik
Auch viele Songs aus dem Jahr 2016 feiern online ein Comeback, darunter Zayns Single «Pillow Talk». Beliebt sind zudem Tracks von den Chainsmokers, Justin Bieber, Drake, Twenty One Pilots, Major Lazer oder Zara Larsson. Gemäss Spotify verzeichneten 2016-Playlists im vergangenen Jahr einen Anstieg von 71 Prozent gegenüber 2024.
Ein weiteres Zeichen sehen viele in der Freilassung des Rappers Fetty Wap aus dem Gefängnis vor einigen Tagen. Er wurde 2021 wegen Drogenbesitzes und -schmuggels verhaftet. 2015 und 2016 dominierten seine Tracks «Trap Queen» oder «679» Radio und Clubs.
Snapchat
Neben den typischen Pastellfiltern war 2016 die Plattform Snapchat das Mass der Dinge: Blumenkränze, Schmetterlingsfilter und natürlich der legendäre Hunde-Filter, mit dem man sich merkwürdigerweise richtig sexy fühlte, durften nicht fehlen.
Fashion
Wer sich modetechnisch wie 2016 fühlen möchte, kann auf Choker, zerrissene Skinny-Jeans sowie Vans oder Adidas Superstars setzen. Vor zehn Jahren beliebt waren zudem Leggings und der Lagenlook.
Beim Make-up durfte es 2016 ruhig etwas mehr Schichten sein, Lippen à la Kylie Jenner waren angesagt, und der Baking-Trend, bei dem viel loses Puder über dem Concealer einwirken musste, war DAS Ding.
Fidget Spinner
2016 erreichte der Hype um ein kleines Spielzeug seinen Höhepunkt: der Fidget Spinner. Dabei handelt es sich um einen Handkreisel mit flachen, dreiblättrigen Scheiben, die sich zwischen Zeigefinger und Daumen rotieren lassen. Das Wirtschaftsmagazin Forbes kürte das Spielzeug im Dezember 2016 sogar zum «Must-have»-Gadget.
Der Dab
«Dabbing» stammt ursprünglich aus dem Hip-Hop, populär wurde der Dab jedoch durch Quarterback Cam Newton, der nach einem Touchdown jeweils einen Dab zeigte. In Europa machte Fussballer Paul Pogba die Geste an der EM 2016 bekannt. Danach nahm das Ganze überhand, und man nutzte den Dab bei jeder kleinen Gelegenheit – sei es, weil man den Bus gerade noch erwischt oder eine gute Note im Mathetest geschafft hatte.
