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Rat der Weisen

«Ich will das Geld in der Beziehung 50:50 teilen, er ‹nach Gefühl›...»

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Rat der Weisen

«Ich will das Geld in der Beziehung 50:50 teilen, er ‹nach Gefühl›...»

09.03.2026, 10:0109.03.2026, 10:01

Frage von Pia:

Hoi zäme!

Ich merke, dass Geld bei uns mehr Emotion ist als Zahlen. Ich verdiene mehr, er verdient zwar ab und zu sehr viel, dann wieder wenig, halt sehr unregelmässig. Am Anfang war das egal, jetzt wird es in kleinen Situationen spürbar, da wir zusammengezogen sind und ein gemeinsames Haustier haben. Zudem: Ferien, Miete, Essen gehen, Geschenke, Umbau etc.

Ich will nicht die Buchhalterin unserer Liebe sein. Gleichzeitig will ich nicht in eine Schieflage rutschen, in der ich still alles zahle und dann irgendwann wütend bin. Er sagt, er wolle „nicht abhängig“ sein und lehnt manchmal finanzielle Hilfe von mir ab, wenns bei ihm grad nicht so rosig läuft, auch wenn es objektiv sinnvoll wäre. Ich verstehe den Stolz, aber wenn ich es dann bezahle und er es erst 6 Monate später zurückzahlen kann, kam es auch schon vor, dass er es vergessen hat. Es waren 'nur 1000 Franken', hat er dann gemeint, das würde sich ja später sicher wieder irgendwie ausgleichen. Man könne es ja so bitz 'nach Gefühl' machen. Ich finde das keine gute Lösung.

Ich will Klarheit, wer was bezahlt und wer die Hälfte bekommt, fertig. Das Problem ist; Sobald sich etwas wie Kontrolle anfühlt, macht er dicht. Das ist ganz komisch. Aber wie führt man ein Geldgespräch, das nicht nach Kontrolle klingt?

Er sagt immer, er wolle es einfach 'fair' aufteilen. Aber mehr dazu sagt er dann irgendwie auch nicht mehr und wenn ich nachfrage dann 'nerve ich mit dem Geldthema wieder' ...

Mir fehlt ein Plan, was „fair“ konkret heisst. Und langsam aber sicher, habe ich auch keine Lust mehr, dass er sich einfach drauf verlässt, dass ich es ja sowieso bezahle dann schauen wir mal weiter ...

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El_Chorche
09.03.2026 10:37registriert März 2021
"Aber wie führt man ein Geldgespräch, das nicht nach Kontrolle klingt?"

Ich benutze jeweils Sockenpuppen - jeder versteht Sockenpuppen.

Ich empfehle daher Sockenpuppen.

#teamsockenpuppen
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Mimimi_und_wow
09.03.2026 10:55registriert März 2018
"es waren "nur 1000 Franken""
Da rollt es mir die Zehennägel auf. Eintausend Franken sind viel Geld. Dem Partner so viel zu schulden und es runter spielen ist sehr frech.
Ist er in allem so locker zu seinen Gunsten? Mithilfe im Haushalt? Freizeitgestaltung?
Schau da vielleicht auch noch mal genauer hin.
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BaslOr
09.03.2026 10:38registriert August 2020
Wir haben es bei uns so gelöst, dass wir für die Fixkosten ein Budget gemacht haben. Anschliessend haben wir die jeweiligen Anteile davon anhand unserer jeweiligen Einkommen gewichtet und zahlen beide den entsprechenden Anteil auf ein gemeinsames Konto ein worüber auch die Fixkosten bezahlt werden.

Beim Essen machen wir es idR so, dass ich ca. 2/3 und sie ca. 1/3 zahlt. Auch entsprechend unserer Einkommen. Spezialdinge oder persönliche Wünsche bezahlt dann jeweils jeder für sich selbst. Wir haben diese Unterhaltung aber auch schon sehr früh geführt damit es gar nicht erst soweit kommt.
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