Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Da konnte er noch lachen – wenig später folgte die Retourkutsche. screenshot: twitter/augc

Typ entsorgt Kühlschrank in freier Natur – die Retourkutsche der Polizei ist unbezahlbar



Kippe im Mund, rotes Poloshirt, Sonnenbrille und ein hämisches Lachen. In der südspanischen Region Almeria hat ein Mann einen grossen Kühlschrank illegal entsorgt.

Spoiler: Für diese Aktion droht dem Mann jetzt eine Strafe über 45'000 Euro. Aber von vorne.

Am hellichten Tag beförderte er das Elektrogerät über die Leitplanke einer einsamen Landstrasse einen steilen, staubigen Abhang hinunter.

Bei seiner Tat liess sich der Umweltsünder von einem Komplizen filmen. Auch dieser Mann lacht und stachelt den Täter an: «Recyceln, lass uns recyceln!»

Pech für die beiden Assi-Typen: Ihr Filmchen tauchte irgendwann im Internet auf. Das Video rief die Beamten der Spezial-Einheit SEPRONA auf den Plan. Und bei dieser Naturschutz-Abteilung der Guardia Civil scheint man keinen Spass zu verstehen. Sie machte die beiden Männer ausfindig!

Aber hier erstmal der 17-sekündige Video-Beweis:

Schliesslich konnte die SEPRONA den Verdächtigen identifizieren und überführen. Das Nachrichtenportal «Diario de Almería» berichtet, dass dem Haupttäter jetzt eine drakonische Strafe von bis zu 45'000 Euro drohe.

Aber damit nicht genug. Die SEPRONA-Beamten wollten den beiden Männern aus dem Video offenbar noch eine unvergessliche Lektion erteilen. Die Polizisten kutschierten die Männer zurück an den Tatort.

«Recyceln, lass uns recyceln!» Aber diesmal richtig!

So gut: Unter den strengen Blicken der Polizisten und im prallsten Sonnenschein mussten die Typen ihren alten Kühlschrank aus der Schlucht bergen und ihn den ganzen steilen Abhang mühsam wieder hinauf zerren.

Noch besser: Die beschwerliche Aktion wurde gefilmt und zwar diesmal von den Beamten der SEPRONA.

Im Interview mit «Diario de Almería» rechtfertigte sich der Umweltsünder: Er sei davon ausgegangen, dass es in Ordnung wäre, dort Elektrogeräte zu entsorgen – weil bereits so viel Müll in der Schlucht lag. Mittlerweile bereue er aber den Vorfall.

(lj/watson.de)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer

Wie wir heute in die Ferien fahren und wie es früher war

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

62 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
moontraveller
06.08.2019 20:30registriert April 2016
Das ist mal eine geile Aktion der Behörden. Man sollte viel mehr Umweltsünder und Vandalen ihre eigenen Unrat beseitigen lassen :)
12937
Melden
Zum Kommentar
Mamasita
06.08.2019 20:32registriert January 2019
45'000€... Solch drakonische Strafen braucht es auch bei uns! Alle Elektrogeräte können ja gar kostenlos zurückgegeben werden.
91626
Melden
Zum Kommentar
Heinzbond
06.08.2019 20:32registriert December 2018
Man hätte ihn ja auch die ganze Schlucht aufräumen lassen, aber ich denke er hat gelernt das er sich nicht filmen lassen darf, oder war das jetzt nicht das Ziel?
43036
Melden
Zum Kommentar
62

Abschussbefehl: Australier töten in den kommenden Tagen 10'000 Kamele

Australien brennt. Das ist mittlerweile bekannt. Auch dass Flora und Fauna extrem darunter leiden, ist bekannt. Bilder von verbrannten Kängurus und brennenden Koalas gehen um die Welt. Doch die Dürre in Australien fordert auch andere tierische Opfer: Kamele.

Wie The Australian berichtet, werden ab Mittwoch während fünf Tagen 10'000 Kamele geschossen. Passieren wird dies im lokalen Verwaltungsgebiet Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara (APY), einer Aboriginal Community im Bundesstaat South …

Artikel lesen
Link zum Artikel