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Mythen aufgedeckt! Heute: Sorgt Lüften mit gekippten Fenstern für Schimmel?

Sara Orlos / watson.de



Bier auf Wein, das lass sein. Vor dem Sport muss man sich dehnen. Die meiste Körperwärme geht über den Kopf verloren. Mit Olivenöl darf man nicht braten. Tausende Male haben wir diese und ähnliche Sätze schon gehört. Aber: Stimmen sie auch? Oder sind das bloss Legenden, die sich hartnäckig halten? Ob Sport, Essen und Trinken oder Haushalt – wir knöpfen uns Mythen aus allen Lebenslagen vor, checken sie und decken auf, was dran ist.

Heute: Der Mythos um das gefährliche Kippfenster

Das ist der Mythos

Lüften ist eine Philosophie für sich. Schliesst man einen Mietvertrag ab, erhält man oft eine ausführliche Anleitung, wie die Wohnung zu lüften ist. Auf mehreren Seiten wird dort erklärt, wie und wann und wie oft man die Fenster öffnet. Stosslüften und Durchzug sind dabei immer die Schlüsselbegriffe zum Erfolg.

In der Realität sieht es dann aber bei vielen ziemlich ähnlich aus: Die Fensterbank ist mit unnötigem Zeug zugepackt – und Fensterkippen, statt es ganz zu öffnen, ist Alltag. Lüften ist Lüften. Oder doch nicht? Sorgen gekippte Fenster für Schimmel?

Lüften in jeder WG-Küche. Immer.

Das sagen die Experten

Das Umweltbundesamt rät tatsächlich, ständig angekippte Fenster zu vermeiden.

«Es erhöht den Energieverbrauch und die Heizkosten drastisch, wenn Fenster über längere Zeit oder immer gekippt bleiben.»

Und was ist mit dem Schimmel?

Im Sommer kann durch die leichte Öffnung warme und gleichzeitig feuchte Sommerluft eindringen. Mit gekippten Fenstern erhöht sich der Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft also schneller, sagen Experten. Das erhöht das Risiko einer Schimmelbildung.

Besonders gefährlich ist das lange Lüften mit gekipptem Fenster im Winter. Die Wohnung kühlt langsam aus und zusätzlich wird Energie verschwendet. Kühl wird es vor allem am Sturz über dem gekippten Fenster. Dort kann sich Feuchtigkeit ablagern und Schimmel bilden. Kondenswasser entsteht nämlich immer an der kältesten Stelle im Raum.

Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb statt langem Lüften mit gekippten Fenstern Stosslüftung mit komplett geöffneten Fenstern. Am schnellsten erfolgt der Luftwechsel zwischen Innen- und Aussenraum, wenn du auch Fenster an der gegenüberliegenden Seite der Wohnung öffnest. So entsteht der Durchzug, für den jeder Vermieter in seinen Anleitungen plädiert.

Fazit

Fenster zu kippen kann vor allem im Winter zu Schimmel führen. Lieber ein paar Minuten Stosslüften, als den ganzen Tag das Fenster auf Kipp halten.

Um Energie zu sparen solltest, du die Heizung ausschalten während du lüftest. So vermeidest du, dass wertvolle warme Luft durch das Fenster nach aussen gleitet.

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Lüften oder nicht? Das ist hier die Frage. bild: unsplash

(so)

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Das? Ach, das ist nur Hitchcocks «Psycho» als Lebkuchenhaus ...

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