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Keine Lösung in Sicht

Die Lufthansa-Piloten wollen am Donnerstag wieder streiken



Die Piloten der Lufthansa haben noch nicht genug. Für Donnerstag stellen sie neue Streiks in Aussicht. Der Ausstand solle Langstrecken- und Frachtflüge betreffen und von 03.00 Uhr bis Mitternacht dauern, teilte die Pilotenvereinigung Cockpit am Dienstag mit.

Flüge der Lufthansa-Tochter Germanwings sowie Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa sollen demnach nicht betroffen sein. Nicht betroffen sind auch die Flüge von Swiss, die auch zum Konzern gehört.

Zur Begründung hiess es, die jüngsten Verhandlungsrunden mit der Geschäftsleitung zur Übergangsversorgung hätten gezeigt, «dass es nach wie vor trotz wiederholter Arbeitsniederlegungen erhebliche Differenzen gibt». Cockpit erwarte «ein klares Bekenntnis des Managements zur Ausgestaltung fairer Bedingungen für ihre jungen Piloten».

Angst vor dem Billigflug-Konzept

Die Piloten der Lufthansa hatten den Flugverkehr von Deutschlands grösster Airline bereits seit Montag massiv eingeschränkt. Zunächst wurden Kurz- und Mittelstreckenverbindungen bestreikt, in der Nacht zum Dienstag wurde der Ausstand dann auf Langstreckenflüge ausgeweitet. Die Lufthansa musste insgesamt rund 1450 Flüge streichen, etwa 150'000 Passagiere waren betroffen.

Der Arbeitskampf läuft bereits seit Monaten. Knackpunkt ist eine Auseinandersetzung um die betriebliche Frührente. Die Lufthansa will die Altersgrenze von 55 Jahren anheben, mit der Lufthansa-Piloten bislang in den bezahlten Frühruhestand gehen können und weiter bis zur gesetzlichen Rente 60 Prozent ihrer Bezüge erhalten.

Hinter den Kulissen schwelt zudem ein Streit über den künftigen Kurs des Konzerns. Die Lufthansa will mit dem «Wings»-Konzept auf mehr Strecken Billigflüge anbieten. Das Personal von «Wings» soll nicht nach den Lufthansa-Tarifen bezahlt werden, sondern schlechter. Am Mittwoch berät der Lufthansa-Aufsichtsrat über das Konzept. (feb/sda/afp)

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