Medien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Diese Schweizer Liebesgeschichte heimst den Grimme Online Award ein

Es ist die wichtigste Auszeichnung im Online-Journalismus: In Köln wurde der Grimme Online Award vergeben – unter anderem für einen Beitrag aus der Schweiz.



Ein Artikel von

Spiegel Online

25 Nominierte und die Aussicht auf maximal acht Preise: Am Donnerstagabend wurden in Köln die Grimme Online Awards vergeben – eine der renommiertesten Auszeichnungen für besonderen Journalismus im digitalen Zeitalter.

Nicht mehr bloss nominiert: «Mamour, mon amour» gewinnt Online Award.

Auch ein Schweizer Vertreter reihte sich bei den Preisträgern ein: In der Kategorie «Kultur und Unterhaltung» wurde das Webspecial «Mamour, mon amour» prämiert. Es ist die Geschichte einer Liebesbeziehung zwischen der Schweizerin Lena und dem Senegalesen Mamour, der ohne Papiere in der Schweiz lebt.

«Somit hat nicht nur die einfühlsam erzählte, auf das Wesentliche konzentrierte Lovestory die Jury begeistert, sondern auch die aussergewöhnliche Erzählform, die die lineare Form als Stilmittel einsetzt. Das Web-Experiment besticht durch seine Texte, Audios, Videos und herausragenden Fotos.»

Jury-Entscheid

Simultan zur Liebesgeschichte, die sich nach und nach entfaltet und erst am Ende aufgelöst wird, wird auch der Nutzer erst dann erlöst, wenn er sich durch sämtliche 161 Einzelfolien geklickt hat. «Diese Geschichte zieht einen in ihren Bann», so die Jury.

Erfreut: Chefredaktor der «Berner Zeitung».

Für das Online-Werk, das bei der «Berner Zeitung» erschien, sind Daniel Barben (Umsetzung), Dominik Galliker (Konzept, Autorenschaft und Umsetzung) und Enrique Muñoz García (Umsetzung) verantwortlich.

Die drei weiteren Preisträger in der Kategorie sind die Arte-Webreportage «Polar Sea 360°», die den Klimawandel unmittelbar erfahrbar machen will, das Städel-Museum mit dem Digitorial «Monet und die Geburt des Impressionismus» sowie das Videonetzwerk «Hyperbole TV», das mit seinem YouTube-Kanal «durch Witz und eine frische Professionalität» besteche.

Play Icon

Publikumspreisträger des Grimme Online Awards YouTube/zqnce

In der Kategorie «Information» wurden drei Preise vergeben: An «Checkpoint», ein Newsletter des «Tagesspiegel»-Chefredaktors Lorenz Maroldt, an das ehrenamtliche Team von «neukoellner.net» und an die Webreportage «MH17 – Die Suche nach der Wahrheit» über den Absturz des Passagierflugzeugs über der Ostukraine des Recherchebüros Correctiv.

Nicht dotierter Preis

«netwars/out of CTRL», eine interaktive Webserie über einen drohenden Cyberkrieg, holte den Preis in der Kategorie «Wissen und Bildung». Einen Publikums-Preis gab es für die YouTube-Reihe «Shore, Stein, Papier». In mehr als 300 Folgen berichtet hier der Ex-Junkie Sick aus seinem Leben als Süchtiger.

Der nicht dotierte Grimme Online Award zeichnet seit 2001 deutschsprachige Online-Angebote aus. Moderatorin Sandra Riess nannte ihn den wichtigsten deutschen Preis für «qualitativ hochwertige Internetangebote». (kad/mia/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Auch Stars haben mal einen guten Tag! Deshalb trenden höfliche Paparazzi

Wird die Wolfsmeute der Promifotografen langsam anständig? Unter dem Hashtag #PositivePaps machen zwei Herren Hoffnung. Und dank Justin und Hailey gerade grosse Karriere.

Es gibt Berufsgruppen, deren Ruf ist so low, dass man erst mal drei Meter tief graben muss, um ihn zu finden. Journalisten etwa. Als weniger vertrauenswürdig gelten nur noch – und dies seit vielen Jahren – Menschen, die in Versicherungen, Banken, Werbung oder Politik tätig sind. Und wer ist innerhalb der Journalisten ganz unten? Genau, die Paparazzi. Menschen, die ihre Berufung darin sehen, andere in einem möglichst schäbigen Licht darzustellen. Quasi das Gegenteil jedes Fotofilters. …

Artikel lesen
Link to Article