Nationalbank
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wegen Euro-Untergrenze 

Nationalbank hortet Geldreserven von knapp 500 Milliarden Franken

07.01.15, 10:28 07.01.15, 11:18

Währungsoffensive aus Bern – die Gebäudefront der Schweizer Nationalbank (SNB) spiegelt sich im Wasser des Brunnens auf dem Bundesplatz. Bild: KEYSTONE

Die Devisenbestände der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben im Dezember deutlich zugenommen, und zwar um 32,4 Mrd. Fr. Demnach verfügte die SNB Ende Jahr über Reserven in Höhe von 495,1 Mrd. Fr.

Grund für die Zunahme dürften Interventionen der SNB zur Verteidigung der Euro-Untergrenze von 1,20 Fr. vergangenen Monat gewesen sein. Die SNB hatte bekanntlich kurz vor Weihnachten Negativzinsen auf Giroguthaben eingeführt und dabei bestätigt, dass sie zuvor am Devisenmarkt wieder intervenieren musste.

Details zu Interventionen gibt sie allerdings nicht bekannt. Auch der Anstieg der Giroguthaben in der Zeit vor Einführung der Negativzinsen liess auf Interventionen der SNB schliessen.

Der Euro hat sich gegenüber verschiedenen Währungen abgeschwächt, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Oktober angekündigt hatte, sie wolle weitere Massnahmen zur Lockerung der bereits expansiven Geldpolitik prüfen. Im Zuge dessen und dank einer guten Konjunktur legte der US-Dollar an Wert zu.

So notierte der Dollar zum Franken Ende November noch bei rund 96 Rappen. Ende Dezember herrschte dann bereits praktisch Währungsparität. Dies sorgte für einen weiteren Anstieg der in Franken ausgewiesenen Devisenreserven. (sda)



Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 07.01.2015 10:54
    Highlight Die Nationalbank hortet kein Geld! Sie bewirtschaftet es aktiv und bei diesen Investitionen fallen sogar recht grosse Gewinne an.
    3 2 Melden
    • Oberon 07.01.2015 22:22
      Highlight Jo, alles noch im Lot.
      0 0 Melden

«Handelszeitung» meldet: Bundesrat macht sich für neuen Euro-Mindestkurs stark. Das Dementi folgt umgehend

Ein Bericht der «Handelszeitung» sorgt für Aufregung: Wie die Zeitung schreibt, fordert der Bundesrat von der Nationalbank (SNB) einen neuen Mindestkurs des Euros gegenüber dem Franken. Sie verweist auf ein geheimes «Analysepapier des Bundes». Laut der Zeitung will der Bundesrat zudem regelmässige und intensive Aussprachen mit der SNB zu deren Entscheiden. 

Der seit der überraschenden Aufhebung des Mindestkurses erstarkte Franken habe die Landesregierung dazu bewogen, ein solches …

Artikel lesen