DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bereits im Juli entführt

Deutsche Geisel in Nigeria offenbar in den Händen von Boko Haram



Die Islamistengruppe Boko Haram hält nach eigenen Angaben einen im Juli im Nordosten Nigerias entführten Deutschen als Geisel. Das sagte Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau am Freitag in einem Video, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

epa04471189 Locals inspect the site of a bomb blast at a bus station in Gombe, north-eastern Nigeria, 31 October 2014. At least 23 people were reported killed in the bomb explosion that went off during rush hour, sparking a fire at the terminal in the city of Gombe. It was suspected that the radical Islamist group Boko Haram could be behind the attack.  EPA/STR BEST QUALITY AVAILABLE

Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus-Terminal im Nordosten Nigerias vom Freitag sterben über 20 Menschen. Auch hier soll Boko Haram dahinterstecken. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Der Deutsche war am 16. Juli von Bewaffneten auf Motorrädern verschleppt worden. Der Überfall ereignete sich in der Stadt Gombi, die rund 100 Kilometer von der Hauptstadt des Bundesstaates Adamawa, Yola, entfernt liegt.

Der Deutsche leitete in Gombi ein staatliches Bildungszentrum. Zu der Entführung hatte sich zunächst niemand bekannt. Das deutsche Aussenministerium in Berlin wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Fall äussern.

Waffenruhe dementiert

Die Terrororganisation Boko Haram hat Angaben der nigerianischen Regierung über eine Waffenruhe mit den Islamisten dementiert. Dies berichteten die Zeitung «Premium Times» und andere Medien in Nigeria am Samstag übereinstimmend.

Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau erklärte demnach in einem am Freitag veröffentlichten Video, er kenne Danladi Adamu nicht, den angeblichen Vertreter der Islamistenmiliz, der mit der nigerianischen Führung verhandelt habe. Die nigerianische Regierung hatte am 17. Oktober erklärt, sich bei Verhandlungen mit Boko Haram auf eine Waffenruhe geeinigt zu haben.

10'000 Tote seit 2009

Die Extremistengruppe kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete Boko Haram bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 10'000 Menschen.

Weltweit Schlagzeilen machten die Islamisten im April mit der Entführung von 276 Schülerinnen aus dem Ort Chibok. Die meisten Mädchen sind noch immer in der Gewalt ihrer Entführer. Boko-Haram-Anführer Shekau behauptete in dem Video vom Freitag, dass 219 verschleppte Schülerinnen zum Islam konvertiert und verheiratet worden sein. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Nigeria in Alarmbereitschaft

Tödliches Ebola-Fieber wütet in Westafrika

Nach dem Tod eines infizierten Liberianers in Lagos fürchtet nun auch Nigeria eine Ausbreitung. In Liberia erklärte die Regierung die Seuche zum nationalen Notfall. Als Reaktion auf den Tod eines Ebola-Kranken in Nigeria hat das Land seine Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Alle Flughäfen, Seehäfen und Landesgrenzen würden nach diesem ersten Auftreten der tödlichen Seuche im Land verstärkt überwacht, zitierte die britische BBC am Wochenende Nigerias Gesundheitsminister …

Artikel lesen
Link zum Artikel