Nigeria
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nigeria: Die Mädchen aus Chibok sind nicht unter den Befreiten 



Unter den fast 300 aus Dschihadistengewalt befreiten Mädchen und Frauen in Nigeria sind Behördenangaben zufolge keine der seit langem gesuchten Schülerinnen aus dem Ort Chibok. Die ehemaligen Geiseln stammten aus dem Dorf Bumsiri im nordöstlichen Bundesstaat Damboa.

Sie würden schon sehr bald mit ihren Familien vereint werden, sagte der Sprecher der Regionalverwaltung, Mohammed Bulama, am Mittwoch vor Journalisten. Die nigerianische Armee hatte die Mädchen aus Lager der radikal-islamischen Terrororganisation Boko Haram im dichten Sambisa-Wald befreit.

FILE - In this file photo taken Wednesday, April 8, 2015, Nigerian Soldiers man a check point in Gwoza, Nigeria, a town newly liberated from Boko Haram. Nigeria's military says it is moving 200 girls and 93 women from a northeastern forest where they were rescued from Boko Haram extremists. (AP Photo/Lekan Oyekanmi,File)

Mitglieder der nigerianischen Armee kontrollieren die Strasse. Bild: Lekan Oyekanmi/AP/KEYSTONE

Zunächst war unklar, ob sich auch Schülerinnen aus Chibok unter ihnen befanden. Die Terrorgruppe hatte dort im April vergangenen Jahres über 200 überwiegend christliche Mädchen aus ihren Schlafsälen verschleppt.

Die Entführung hatte für weltweites Entsetzen gesorgt. Auch gab es Aktionen über soziale Netzwerke, an denen sich viele Prominente beteiligt hatten, darunter die US-First-Lady Michelle Obama. Trotz intensiver Suche fehlt von den Mädchen weiter jede Spur.

Drei Lager zerstört

Kurz nach der Befreiung der fast 300 Mädchen und Frauen hatte Militärsprecher Chris Olukolade am Dienstagabend erklärt, er könne nur bestätigen, dass sich die Geiseln in verschiedenen Camps der islamistischen Extremisten im dichten Sambisa-Wald befunden hätten. Die Streitkräfte hätten drei Lager der Islamisten zerstört, berichteten nigerianische Medien.

Die Herkunft der Befreiten war zunächst nicht klar, auch wenn Armeesprecher Oberst Sani Usman bereits erklärte hatte, es handle sich nicht um die von Boko Haram entführten Schülerinnen aus dem Ort Chibok. Die Zeitung «This Day» zitierte in ihrer Online-Ausgabe vom Mittwoch eine Quelle mit der Aussage, dass die Mädchen bei ihrer Befreiung schwach gewesen seien.

Die Boko Haram entführt junge Mädchen, um sie zum Übertritt zum Islam zu zwingen, sie zwangsweise zu verheiraten oder sie als Sklavinnen zu halten. Die Gruppe will im Norden des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas einen sogenannten Gottesstaat aufbauen.

In den vergangen Jahren waren bei Anschlägen der Gruppe Tausende Menschen ums Leben gekommen. Seit Monaten unterstützen auch Truppen aus den Nachbarländern wie Kamerun und dem Tschad die Streitkräfte bei ihrem Kampf gegen die Fundamentalisten. (feb/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Greta Thunberg erhält exzellentes Schulzeugnis

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Karte des Schreckens

Terror ohne Ende: In diesem Jahr starben über 1200 Menschen bei Anschlägen

Das Jahr 2015 begann mit einer Reihe grausamer Anschläge. Die Schlagzeilen dominierte das Attentat auf «Charlie Hebdo» – doch weltweit wurden seit Jahresbeginn über 1200 Menschen getötet. Diese Karte zeigt, wo der Terror wütet.

Die Karte erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere in Syrien, wo ein blutiger Bürgerkrieg tobt, ist es schwierig, alle Opfer des Terrors gesondert von jenen der Kriegswirren zu zählen. 

Artikel lesen
Link zum Artikel