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In Pakistan

Mindestens 60 Menschen sterben bei schwerem Busunfall

11.01.2015, 01:3711.01.2015, 14:13

Fast 60 Menschen verbrennen in Bus nach Kollision mit Tanklaster. Beim Zusammenstoss eines Busses mit einem Tanklaster in Pakistan sind mindestens 59 Menschen getötet worden. Der Lastwagen fuhr am frühen Sonntag bei Karachi auf der falschen Strassenseite und krachte frontal in den Bus.

Beide Fahrzeuge hätten Feuer gefangen, sagte der Informationsminister der Provinz Sindh, Sharjeel Memon. Wegen blockierter Türen hätten viele Menschen in dem Bus in der Falle gesessen. Einige Passagiere überlebten das Unglück offenbar durch einen Sprung aus dem Fenster.

Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte den Bus aufschnitten, um die Opfer aus dem brennenden Wrack zu bergen. Unter den Toten seien mindestens sechs Kinder, sagten Ärzte im Jinnah-Spital. Dort sollen die Leichen nun mittels DNS-Tests identifiziert werden.

Bis zur Unkenntlichkeit verbrannt

Eine Spitalärztin sagte, viele der Körper seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Mehrere Leichen seien miteinander verschmolzen, darunter etliche Kinder und Frauen, sagte die Ärztin. «Sie sind nicht mehr wiederzuerkennen. Sie können nur durch DNA-Tests identifiziert werden.» Die Behörden bestätigten dies.

Bild: SHAHZAIB AKBER/EPA/KEYSTONE

Ein Mann aus Karachi sagte, er habe bei dem Unglück neun Angehörige verloren, darunter das 80 Jahre alte Familienoberhaupt. «Sie reisten alle im selben Bus. Ich kann keinen von ihnen erkennen, die Leichen sind komplett verbrannt», sagte der Mann.

Nach Angaben der Polizei waren in dem überladenen Bus mehr als 60 Menschen von Karachi in die Stadt Shikarpur unterwegs. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Tanklaster auf einem maroden Strassenabschnitt auf der falschen Fahrbahnseite unterwegs. Es werde geprüft, ob der Lasterfahrer die alleinige Verantwortung für den Unfall habe, erklärte die Polizei.

Immer wieder schwere Unfälle

In Belutschistan überschlug sich nur wenige Stunden später ein anderer Bus auf einer Schnellstrasse. Sechs Menschen starben, viele weitere wurden verletzt, sagte der Innenminister der Provinz, Sarfraz Bugti.

Erst im November waren bei einem ähnlichen Unfall in der Gegend etwa 60 Menschen getötet worden, darunter 19 Kinder. In Pakistan ereignen sich immer wieder schwere Verkehrsunfälle. Gründe dafür sind schlechte Strassenverhältnisse, unzulänglich gewartete Fahrzeuge und riskante Fahrweisen. (sda/dpa/afp)

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