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20 Jahre lang das gleiche

Moderne Werbespots, die Sie trotzdem noch aus Ihrer Jugend kennen

Warum machen sich eigentlich die Werber Tag für Tag so viele Gedanken – wo sich doch einige Spots seit Jahrzehnten kaum verändert haben?



Hat man sich erst einmal so etwas Geniales wie einen Spülwettbewerb zwischen zwei gewissen Dörfern namens Villariba und Villabajo ausgedacht, so kann man sich für lange Zeit auf den Lorbeeren ausruhen. Sie wissen, wovon die Rede ist: Das ist die Geschichte hinter einem Werbespot für Spülmittel.

Video: Youtube/kultwerbung

Was Sie gerade gesehen haben, war der Spot aus dem Jahr 1992. 20 Jahre später ist in Villariba und Villabajo alles noch wie früher.

Video: Youtube/FairyDeutschland

Auch die Produzenten des ersten Red-Bull-Werbespots scheinen ihre Arbeit besonders gut gemacht zu haben. Das Konzept mit den kleinen Comics gibt es inzwischen nämlich auch schon seit rund zwei Jahrzehnten – und damals wie heute heisst es am Schluss «Red Bull verleiht Flügel!!!»

Spot aus dem Jahr 1994

Video: YouTube/cheatofpaper

Spot aus dem Jahr 2013

Video: Youtube/Ich liebe Werbung

Im deutschsprachigen Raum braucht jede Werbung für Medizin einen Experten. Der Fachmann soll den Zuschauer von der Wirksamkeit des Produktes überzeugen. Ein Paradebeispiel dafür sind die Spots für eine Zahnpasta. Die heutigen Zahnärzte wirken zwar ein bisschen peppiger als vor 20 Jahren, am Ende verlässt man sich aber auch hier auf den guten alten Slogan: «Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeissen können.»

Spot aus dem Jahr 1994

Video: Youtube/cheatofpaper

Spot aus dem Jahr 2013

Video: Youtube/Besserwerberblog

Bei den Werbespots einer bekannten Schokoladenfirma hat sich auch nur eine Sache geändert: Die Kinder aus der Bilderbuchfamilie haben dazu gelernt. In der Reklame aus dem Jahr 1988 fragen die Sprösslinge ihren Vater nach etwas Süssem. Dieser drückt den beiden etwas Geld in die Hand und sagt: «Kauft euch irgendetwas.» Im nächsten Moment erscheint die Mutter im Bild, um klar zu machen, dass natürlich nur ein ganz gewisses Produkt das richtige ist. 

Bis 1994 hat sich diese Dramaturgie gehalten. Im Werbespot aus dem vergangenen Jahr sehen wir wieder eine hübsche Bilderbuchfamilie – doch dieses Mal gehen die Kinder gleich zur Mutter. Sie hätte es ja eh nur wieder besser gewusst.

Spot aus dem Jahr 1988

Video: Youtube/klassbeck

Spot aus dem Jahr 2013

Video: Youtube/Top-Werbeclips

Bei den bisherigen Beispielen war es vor allem die Dramaturgie, an der festgehalten wurde. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen zwei Beispiele, die seit anno dazumal mit der gleichen Werbemelodie aufwarten. Wohl nicht ohne Grund: Steigt Ihnen bei den folgenden Klängen nicht auch der Geruch von Kaffee in die Nase?

Video: Youtube/aboclien

Der Werbespot aus dem Jahr 1992 endet mit den Worten «Dallmayr Prodomo. Vollendet veredelter Spitzenkaffee». Diesbezüglich hat man sich den Entwicklungen der Kaffeebranche angepasst. Während die Bildauswahl die gleiche ist, endet der Spot im Jahr 2012 anders: «Auch als ganze Bohnen, Kaffee-Pads oder Kapseln».

Video: Youtube/WerbAll

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Das darf doch nicht wahr sein!

«Unbekannter reisst Zweige von Strauch ab». Über diese und weitere Perlen des Lokaljournalismus haben wir heute gelacht

Wir geben es offen zu: Auch wir vermelden hin und wieder Unnötiges. Wir bemühen uns aber rechtschaffen, dieses Unnötige möglichst unterhaltsam zu verpacken – obwohl die Nüchternheit, mit der über die gestohlenen Zweige berichtet wird, fast nicht überboten werden kann.

Und dann gestehen wir gleich noch etwas: Die folgenden Zeitungsschnipsel sind nicht verifiziert und die Quellen unbekannt. Sprich: Die eine oder andere Meldung könnte ihren Ursprung auch in der Satire haben.

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