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Gruselig

Aufgeschnittene Hirne, verwesende Leichen und blutende Wunden – willkommen in der Welt der Mörder und ihrer Opfer



Lüthi Susanne
Lüthi Susanne

Redaktorin

«Forensics: The anatomy of crime»

Die Ausstellung in der Wellcome Collection an der 183 Euston Road, London NW1 2BE (Underground-Haltestelle Euston Square) dauert bis zum 21. Juni 2015.

Eine neue Ausstellung in London beleuchtet das Thema Mord von allen möglichen Seiten. Sie führt vom Tatort in die Leichenhalle und vom Labor bis vor den Richter. Die Opfer, die Täter und die Rechtsmediziner haben alle ihren Platz in «Forensics: The anatomy of crime». Interessierte können sich in der Wellcome Collection (siehe Info-Box) gruselige Schauer über den Rücken jagen lassen.

Beginnen wir mit einem Mörder. Nämlich Dr. Hawley Crippen. Der Fall Crippen gilt als Meilenstein, weil der Doktor der erste Mörder überhaupt war, der dank der damals (Anfang des 20. Jahrhunderts) modernen Telegrafie überführt werden konnte. 

A court drawing from 1910 sensational murder trial of British murderer  Dr Crippen on display at a press preview of an exhibition of Forensics at the Wellcome Collection in London, Tuesday, Feb. 24, 2015. An exhibition at London's art-meets-science Wellcome Collection takes visitors on a journey through the afterlife of violent death, from crime scene to mortuary, laboratory and courtroom. It's a world that's familiar from movies and TV dramas. But curator Lucy Shanahan said Tuesday that the exhibition’s aim is to show the

Diese Zeichnung zeigt den Gerichtssaal während Crippens Verhandlung. Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE

Der Homöopath Dr. Hawley Crippen hatte seine zweite Ehefrau Kunigunde Mackamotzki mit einem Giftcocktail getötet und sie danach zerstückelt und in ihrem Haus vergraben. Daraufhin flüchtete er mit seiner Geliebten. Doch das schlaue Scotland Yard kam ihm auf die Schliche. Crippen konnte auf einer Übersee-Fähre ausgemacht werden, der Kapitän wurde (eben mittels Telegraf) informiert. Crippen wurde 1910 gehängt. 

Die Ausstellung widmet sich auch den Opfern von Gewaltverbrechen – unter anderem mittels Kunst. Diese aufgereihten menschlichen Knochen hat die Künstlerin Jenny Holzer arrangiert:

A work of art by Jenny Holzer entitled Lustmord, 1993-95, (the German word for sexual murder) on display at a press preview of an exhibition of Forensics at the Wellcome Collection in London, Tuesday, Feb. 24, 2015. An exhibition at London's art-meets-science Wellcome Collection takes visitors on a journey through the afterlife of violent death, from crime scene to mortuary, laboratory and courtroom. It's a world that's familiar from movies and TV dramas. But curator Lucy Shanahan said Tuesday that the exhibition’s aim is to show the

Holzers Werk heisst «Lustmord». Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE

Die Arbeit der Gerichtsmediziner hat auch ihren Platz in der Ausstellung. Zu besichtigen sind ihre Werkzeuge und, wie hier abgebildet, ihre Nachschlagwerke.

A manual of Legal Medicine by German pathologist Johan Ludwig Casper from 1864, a compendium of illustrations of appearance and condition of the body after death, including pictures of wounds that caused death, at a press preview of an exhibition of Forensics at the Wellcome Collection in London, Tuesday, Feb. 24,2015. An exhibition at London's art-meets-science Wellcome Collection takes visitors on a journey through the afterlife of violent death, from crime scene to mortuary, laboratory and courtroom. It's a world that's familiar from movies and TV dramas. But curator Lucy Shanahan said Tuesday that the exhibition’s aim is to show the

Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE

Das Handbuch des deutschen Pathologen Johan Ludwig Casper stammt aus dem Jahr 1864. Es zeigt die verschiedenen Verwesungszustände von Leichen und Abbildungen von tödlichen Wunden.

Ebenfalls zu den «Werkzeugen» der Gerichtsärzte gehören Schmeissfliegen. Denn sie legen unmittelbar nach dem Tod von Mensch oder Tier auf den Leichen Eier ab. Anhand deren Entwicklung kann der Todeszeitpunkt der Opfer ziemlich exakt festgestellt werden.

Two blowfies or Calliphora vicina, which are of great use to pathologists as they land on and lay eggs within minutes of the death of a body, human or animal, and can help with the determination of time of death, as the exact stage of development of the egg to fly can be determined, on display at a press preview of an exhibition of Forensics at the Wellcome Collection in London, Tuesday, Feb. 24, 2015. An exhibition at London's art-meets-science Wellcome Collection takes visitors on a journey through the afterlife of violent death, from crime scene to mortuary, laboratory and courtroom. It's a world that's familiar from movies and TV dramas. But curator Lucy Shanahan said Tuesday that the exhibition’s aim is to show the

Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE

Du hast noch nicht genug von gruseligem Schauer? Hier geht der Rundgang durch die Ausstellung weiter:

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Von Mördern, Opfern und Gerichtsmedizinern
quelle: ap/ap / alastair grant
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Das Video zur Ausstellung:

abspielen

video: youtube/wellcome collection

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