Panorama
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Todesfall

Literatur-Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer gestorben

14.07.14, 15:53 15.07.14, 07:29

Als erste Frau Afrikas, die mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, war Nadine Gordimer bereits zu Lebzeiten eine Literaturlegende. Am Sonntag starb sie im Alter von 90 Jahren. «Sie ist friedlich in ihrem Haus in Johannesburg im Schlaf gestorben», zitierte die Webseite «News24» am Montag eine Mitteilung der Familie. Gordimer wurde mit Werken wie «Burgers Tochter», «Die Hauswaffe» oder «Fremde unter Fremden» berühmt. Die Zeit der Apartheid in Südafrika war es, die ihren Romanen den Stempel aufdrückte und auch sie prägte. Die Bücher der couragiert auftretenden Autorin wurden in viele Sprachen übersetzt und bekamen zahlreiche Preise.

epa04315631 (FILE) A file photo dated 13 February 2010 showing South African writer Nadine Gordimer, Nobel Literature Prize 1991 winner, presenting her book 'A Sport of Nature' during the XIX International Book Fair in Havana, Cuba. Media reports on 14 July 2014 state Nadine Gordimer died in Johannesburg, South Africa. Gordimer died at her home, aged 90.  EPA/ALEJANDRO ERNESTO *** Local Caption *** 02030006

Bild: EPA/EFE

Die Autorin und Anti-Apartheid-Aktivistin erhielt 1991 den Nobelpreis für Literatur. Zu ihrem Lebenswerk gehören Romane, Erzählungen und Essays, die sich häufig mit den zerstörerischen Folgen der Rassentrennung in Südafrika befassen. Mehrfach wurden in ihrer Heimat Publikationsverbote gegen sie ausgesprochen. Für «Der Besitzer» bekam sie den begehrten britischen Booker Prize, den ihr ebenfalls mit dem Literaturnobelpreis geehrter Landsmann John M. Coetzee zweimal zuerkannt erhielt. In einer mitunter distanziert wirkenden, schnörkellosen Sprache beschrieb sie schwarze und weisse Opfer des Rassenwahns und forderte die Machthaber im Lande heraus.

Sie war UNO-Sonderbotschafterin

Seit ihrer Kindheit hatte Gordimer Geschichten zu Papier gebracht. Ihren ersten Roman «Entzauberung» veröffentlichte sie 1953, ein Jahr nach der Scheidung von ihrem ersten Mann. Schon damals beschäftigte sich die in Springs bei Johannesburg geborene Tochter eines aus Litauen stammenden jüdischen Uhrmachers und einer Engländerin mit der Rassentrennung. Nach der politischen Wende am Kap mahnte die zur UNO-Sonderbotschafterin ernannte Autorin: «Der Kampf ist noch nicht vorbei. Der Wiederaufbau ist vielmehr ein Teil davon.» Ihr Buch «Die Hauswaffe» (1998) handelte bereits von der Nach-Apartheid-Zeit.

Die Südafrikanerin, die sich selbst als nicht-religiös, aber zum buddhistischem Gedankengut hingezogen sah, litt lange unter dem Tod ihres zweiten Mannes, des aus Nazi-Deutschland geflohenen Kunstsammlers und Mäzens Reinhold Cassirer. «Er war der Erste, der meine Romane las», sagte sie nach dessen Beerdigung im Oktober 2001. (sda/dpa)



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

WOAH!​

13 optische Täuschungen, die viel besser sind als dieses blau-schwarz-weiss-goldene Kleid, das alle verrückt macht

Aaah! Eine Geisterfrau! 

Der grosse Punkt verschwindet ins Jenseits ... Oh, da ist er ja wieder!

Es sind nur Ringe. Dein Gehirn hat dir wiedermal einen Streich gespielt. 

Es dreht sich überall hin. Sei nur froh, dass du da nicht drauf sitzt. 

Eigentlich tun sie das nicht. Aber dein Gehirn sorgt dafür, dass Bewegung in die Muster kommt. 

Hexerei! 

Stell' dir mal vor, du seist betrunken und müsstest dich auf diesen Stuhl setzen ...

Ist dir schon schlecht? 

Huch, wo kommt denn …

Artikel lesen