Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - ZUR PRESSEKONFERENZ ZUM AUSBAU DER BAHNINFRASTRUKTUR STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - SBB-Zugbegleiterin Priska Portmann bei der Billetkontrolle im ICN von Zuerich nach Genf, hier beim Scan eines elektronischen Tickets, aufgenommen am 29. Mai 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Wer kein gültiges Billett hat, landet seit April in der nationalen Schwarzfahrer-Datenbank. Bild: KEYSTONE

277'000 Personen bereits erfasst – was du über die Schwarzfahrer-Datenbank wissen musst

Weil ein Kontrolleur in Schaffhausen ein fünfjähriges Mädchen büsste, gehen derzeit die Wogen hoch. Das Kind landet zudem in der neuen nationalen Schwarzfahrer-Datenbank, die seit April überall eingeführt wird. Was steckt dahinter? Die wichtigsten Fragen und Antworten.



Der Fall bewegt derzeit die ÖV-Schweiz: In Schaffhausen ist fünfjähriges Mädchen ohne Billett im Bus erwischt worden. Der Kontrolleur drückte kein Auge zu, sondern brummte dem Kind eine Busse von 100 Franken auf.

Was bislang fast niemand wusste: Die Fünfjährige landet – wie alle anderen Schwarzfahrer – automatisch in der nationalen Schwarzfahrerbank. Wie bislang total 2600 andere Kinder.

Das nationale «Bschiss»-Register wird seit April 2019 schweizweit eingeführt. Bis Ende Jahr sind 100 ÖV-Unternehmen dabei. Bereits sind 277'000 Personendaten erfasst. Regelmässige Schwarzfahrer können so einfacher überführt werden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Warum gibt es eine Schwarzfahrer-Datenbank?

Ein Tram der Linie 7 faehrt durch die Spitalgasse in Bern, im Hintergrund die Heiliggeist-Kirche und der Bahnhofplatz, am Sonntag, 28. Juni 2015. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Durch Schwarzfahrer entgehen den Schweizer Transportunternehmen jährlich Einnahmen zwischen 50 und 100 Millionen Franken. Der Branchenverband ch-direkt rollt die Datenbank aufgrund eines Parlamentsbeschlusses bei allen 100 Transportunternehmen aus, die Stichproben-Kontrollen durchführen.

«Wir sind überzeugt, dass das nationale Register auf regelmässige Schwarzfahrer abschreckend wirkt», erklärt ch-direkt-Sprecher Thomas Ammann dem «Bund».

Was ändert sich?

Die Zuercher Strassenbahn

Bild: KEYSTONE

Es ist simpel: Wer bislang etwa im Tram ohne gültiges Ticket erwischt wurde, konnte die Busse oftmals vor Ort und anonym bezahlen. Damit ist nun vielerorts Schluss.

Wird ein Schwarzfahrer in Bern im August im Tram erwischt und zwei Monate später in Zürich in der S-Bahn, gilt er als Wiederholungstäter und muss einen Zuschlag bezahlen. Egal, aus welchem Grund er kein Billett hatte.

Das Schwarzfahrerregister bedeutet keine grundsätzliche Praxisänderung. Viele ÖV-Unternehmen führten schon jetzt eigene «schwarze Listen». Nun werden diese einfach national verknüpft.

Wie hoch sind die Bussen?

ARCHIVBILD ZUM SBB-FAHRPLANWECHSEL --- Pendler steigen am 29. September 2009 abends im Bahnhof Museumsstrasse im Hauptbahnhof Zuerich in eine S-Bahn ein. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Mit dem neuen nationalen Schwarzfahrerregister zahlt man beim ersten Mal eine Busse von 100 Franken, im Wiederholungsfall 140 Franken, danach 160 Franken.

Wie lange wird ein Eintrag gespeichert?

Die Schwarzfahrer reisen auf Bewährung: Die Einträge bleiben zwei Jahre im System. Kommt kein weiterer Eintrag hinzu, werden sie gelöscht. Wird man in diesem Zeitraum wieder erwischt, beginnt die Frist von vorne zu laufen.

Sind meine Daten geschützt?

ch-direkt betont, dass der Datenschutz oberste Priorität habe. Kontrolleure können nicht direkt auf das Schwarzfahrer-Register zugreifen. Die ÖV-Unternehmen speisen die Daten bloss in die Datenbank ein und bekommen eine Rückmeldung, ob die Person bereits zuvor gebüsst wurde. Betroffene könnten jederzeit einen Antrag stellen, um Einblick in ihre Daten und Einträge zu erhalten. Das Inkasso erfolgt weiterhin über die verschiedenen Transportunternehmen.

Was sagt der Konsumentenschutz?

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ist zwar nicht grundsätzlich gegen die neue Regelung. Aber: «Wir fänden es sinnvoll, zwischen vorsätzlichen und fahrlässigen Verstössen zu unterscheiden», sagte Josianne Walpen, Leiterin Mobilität SKS, weiter zum «Bund». Das werde derzeit von den involvierten Unternehmen unterschiedlich gehandhabt. Das System müsse aber in der Umsetzung für alle nachvollziehbar und überall gleich sein.

Wer ist bereits dabei?

Bis Ende Jahr werden wie gesagt alle 100 ÖV-Unternehmen ihre Daten ans Register übermitteln. Bereits jetzt dabei sind unter anderem:

Die kleinen Freuden des Pendelns – in 13 motivierenden Memes

Der müffelnde Schweissgeruch im ÖV

Play Icon

Verkehr der Zukunft

Die uberisierte Gesellschaft

Link zum Artikel

Ein Uber für alle: So lassen sich die Verkehrsprobleme der Schweiz lösen

Link zum Artikel

340 PS oder intelligente Apps? Warum noch stärkere Motoren und noch mehr Strassen uns nicht vom Stau erlösen werden

Link zum Artikel

Teilen tönt gut – aber die Sharing Economy ist keine Kuschel-Wirtschaft

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

Themen
57
Bubble Um mit zu diskutieren oder Bilder und YouTube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Bubble YouTube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
Bild hochladen
YouTube Video Einbetten
600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bruder klaus 17.08.2019 02:49
    Highlight Highlight Ein neues Zusatzverdienst-Feld ist entstanden. Wir werden immer mehr kontrolliert und jedes Mittel scheint recht, jemanden zu "kriminalisieren", auch wenn es oft gar nicht beabsichtigt ist. Und schau her - man kann so richtig abzocken. Ein Grund mehr, warum ich schon lange nicht mehr öffentlich fahre, wenn es irgendwie möglich ist - Es ist teuer, und man kommt sich durch die ständigen Kontrollen (in 3 Jahren 10x gefahren, davon 8x kontrolliert!) wie ein ständiger notorischer nichtzahler vor, auch wenn man ein Ticket hat! Die sollen sich mal was schämen, die ÖV's!
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • B-Arche 16.08.2019 17:03
    Highlight Highlight Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die SVP fordern wird dass man einen Auszug aus dieser Datei für den C Ausweis bestellen muss der leer sein muss.

    Im zweiten Schritt dann SVP Volksinitiative zur Ausschaffung aller Ausländer nach zwei Einträgen dort.

    Seufz.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Ofi 16.08.2019 16:36
    Highlight Highlight Wow, 277000 Schwarzfahrer seit April ... und das sind nur die welche erwischt wurden ! Unglaublich
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Herbert Bichler 16.08.2019 15:28
    Highlight Highlight Schwarzfahren ist nicht gleich Schwarzfahren. Mit der absoluten 0-Toleranz dieser Unternehmen kann jeder schnell mal ein ungültiges Ticket haben. Unter Umständen hat der betroffene sogar mehr bezahlt als er müsste, aber Zug oder Bus ist halt bei der Ortschaft links vom Tal durch gefahren anstatt rechts. Und schon ist man für diese Unternehmen ein Krimineller, obwohl eigentlich gar kein finanzieller Schaden entschanden ist.

    Notorischen SF's an den Kragen gehen ist o.k., aber ein bischen Kulanz bei offensichtlichen kleinen Fehlern wäre schon angebracht.
    • zettie94 16.08.2019 16:04
      Highlight Highlight In solchen Fällen habe ich in den letzten Jahren immer kulante Zugbegleiter erlebt.
    • Patrik44 16.08.2019 16:19
      Highlight Highlight Da bist du aber der einIge dem das passiert?
    • -steve- 16.08.2019 17:45
      Highlight Highlight Ich hatte noch Nie einen kulanten Zugbegleiter/Kontrolleure erlebt, ob dass bei mir selbst war oder jemanden bei dem ich es miterlebt habe.
    Weitere Antworten anzeigen
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Franz v.A. 16.08.2019 15:12
    Highlight Highlight Wenn dann weniger Leute schwarz fahren, wird dann wenigstens das Ticket wieder billiger. 2.60 für max 3-5 Stationen, und 4.60 für Zone101 in Bern, grenzt fast schon an Wucher! Speziell wenn man fast immer in eine Sardienendose eingequetscht ist. (Linie 10)
    • zettie94 16.08.2019 16:07
      Highlight Highlight Nein, wird es wohl nicht. Auch zu diesen Preisen ist der Bus noch auf Subventionen angewiesen. Die Sardinendose ist dabei Teil des Problems, weil dafür zusätzliche Busse nötig sind, die dann ausserhalb der Stosszeiten unproduktiv rumstehen.
    • Franz v.A. 16.08.2019 16:14
      Highlight Highlight Die Blitzer wollen wohl noch mehr Bezahlen, aber ok, Hauptsache es darf geblitzt werden :)
    • whatthepuck 16.08.2019 16:45
      Highlight Highlight Wahrscheinlich wollen auch die Blitzer nicht mehr bezahlen, aber sie können erkennen, weshalb solche Preise nötig sind. Siehe Antwort von zettie z.B.
    Weitere Antworten anzeigen
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Kaspar Floigen 16.08.2019 14:05
    Highlight Highlight Es gibt 100 ÖV-Unternehmen in der Schweiz? Hätte ich nicht erwartet.
    • Goon 16.08.2019 14:52
      Highlight Highlight Nur schon die etlichen städtischen Verkehrsbetriebe....
    • balzercomp 16.08.2019 17:04
      Highlight Highlight Ich nehme an, es sind noch mehr.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Pet R. Pan 16.08.2019 13:46
    Highlight Highlight Also alles wie bisher, ausser dass sich die Transportunternehmen nun synchronisieren. 👍🏼
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Mutbürgerin 16.08.2019 13:35
    Highlight Highlight Öffentlicher Verkehr ist Service Public, sagt schon der Name. Macht ihn endlich gratis und bezahlt ihn über Steuern. Dieser administrative Billetwahnsinn ist völlig überflüssig. Niemand wird mehr herumfahren, als er muss.
    • DasEchteGipfeli 16.08.2019 14:34
      Highlight Highlight Dann hast du einfach höhere Steuern und alle jene, welche nur Autofahren laufen Sturm :)
      Profitieren würden definitiv jene, welche sich fast kein Zugbillet leisten können. Darunter leiden werden jene, welche sich knapp ein Auto leisten können und darauf angewiesen sind, weil z.B. Kein ÖV zeitgünstig verfügbar ist. Ich denke aber, dass man die Probleme irgendwie lösen könnte. Wird aber im Endeffekt scheitern, weil Schweizer ungern Neues sehen, respektive sogar Angst haben und nicht selten auch Ignoranz gegenüber solchen Themen zeigen.
    • pali2 16.08.2019 18:20
      Highlight Highlight "Niemand wird mehr herumfahren, als er muss" wage ich sehr zu bezweifeln. Wenn ÖV gratis wird, hat man viel den grösseren Anreiz auch Jobs/Wohnsitz so zu wählen, dass man pendeln muss. Alles wäre zu Stosszeiten noch überladener. Ich bin dafür, dass jeder für seinen Service zahlt. Und das Argument, dass ärmere Leute sich das nicht finanzieren können gilt nicht: Umverteilung kann effizienter gestaltet werden, als über den Verkehr.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • sichernit 16.08.2019 13:22
    Highlight Highlight Mir fehlte fast der Mut, um das zu posten…bin auf die Reaktionen gespannt. Persönlich finde ich den ÖV ziemlich komisch organsiert für ein so kleines Land wie die Schweiz. Tarifverbunde, Zonenkonzepte, div. Abo, etc. Gemäss BFS (2015) sind die Gesamtkosten des ÖV bei 11 Mrd. 43% wird von der öffentlichen Hand bezahlt. Sollte nicht alles von der öffentlichen Hand bezahlt werden? Der Bund hat einen Überschuss von 2.8 Mrd. das Militärbudget ist ca. 5 Mrd. würde sagen da liegt was drin? Oder ist meine These naiv, falsch, utopisch?
    • Basubonus 16.08.2019 14:20
      Highlight Highlight Der Föderalismus schlägt halt auch bei diesem Thema durch...
    • Ökonometriker 16.08.2019 14:21
      Highlight Highlight Würde Mobilität nichts kosten, würde sie noch viel mehr nachgefragt... dann lieber ein BGE, mit welchem die Leute selbst entscheiden können, wie sie das Geld ausgeben.
    • Güzmo 16.08.2019 14:22
      Highlight Highlight Liegt wohl zum einen daran, dass das System so gewachsen ist, und eine "Umkonzeptionierung" zweifellos Probleme mit sich bringen würde.
      Da sich einige Politiker ausschliesslich über Rumpöbeln und Brandreden etabliert haben und etablieren, wär das wohl Imagetechnisch ebenfalls Unsinn.
      Und zum anderen hat das was mit Verursacherprinzip usw zu tun, da bin ich aber nicht der Richtige.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • TheBean 16.08.2019 13:08
    Highlight Highlight Und welche Daten werden genau erhoben? Bzw. wie verknüpfen die verschiedenen Unternehmen die Daten? Über Vorname, Nachname und Geburtsdatum? Oder landet auch die ID-/Pass-Nummer in der Datenbank?
    • DasEchteGipfeli 16.08.2019 14:28
      Highlight Highlight Da man pro Person eine eindeutige, einzigartige Nummer/Kombination braucht, nehme ich stark an es wird die ID Nummer genommen, da Namens Kombinationen zu redundant sind.
    • zettie94 16.08.2019 16:10
      Highlight Highlight Da in der Schweiz keine Ausweistragepflicht besteht, wird sicher nicht die ID-Nummer genommen.
      Die Kombination aus Name, Geburtsdatum und Wohnort dürfte ziemlich eindeutig sein.
    • Der Teufel auf der Bettkante 16.08.2019 17:27
      Highlight Highlight Vorname, Nachname, Geburtsdatum wird in nahezu allen Fällen unique sein, ausser du heisst: Kevin-Thomas Meier, dann bitte noch Strasse, Ort und Stockwerk um sicher zu gehen.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • sheshe 16.08.2019 13:07
    Highlight Highlight Noch ein Link zu aktuellen Fall:
    "So sollen derzeit drei Dreijährige, zwei Vierjährige und zehn Fünfjährige einen Eintrag haben. In der Alterskategorie der Sechs- bis Zwölfjährigen sind sogar 2600 Schwarzfahrer registriert. "
    Quelle: 20min
    • DerewigeSchweizer 16.08.2019 13:28
      Highlight Highlight Das ist wenn ein Staat, öffentliche Administration,
      in der Praxis, de facto,
      TOTALITÄR
      geworden ist.

      Und:
      Dass man in diesem Alter,
      strafunmündig(!),
      überhaupt registriert / fichiert werden darf ... namentlich ???
      Das ist ein Übergriff ins Leben eines Menschen,
      der da zur Welt kam und - d'accord - mitmacht in der Eidgenossenschaft freier Schweizer.

      Mit 5 Jahren in einer Täterkartei,
      weil Beamte befinden:
      "Oh, das können wir doch jetzt,
      dank der neuen tollen EDV / IT.
      Dann tun wir das auch mit unseren Mitschweizern, die uns Beamte bezahlen (werden)".

      So agiert ein totalitärer Staat.
    • Threepwood 16.08.2019 16:31
      Highlight Highlight Bäh du verschandest hier unsere community mit 20 min. Schäm dich
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Snowy 16.08.2019 12:56
    Highlight Highlight Der Konsumentenschutz:

    «Wir fänden es sinnvoll, zwischen vorsätzlichen und fahrlässigen Verstössen zu unterscheiden»

    Klar. Als ob irgendjemand das Schwarzfahren zugeben würde.... hat immer jeder eine Ausrede ("Vergessen" etc) parat.
    Wenn man wüsste, dass das Delikt noch unterschiedlich geahndet wird, erst recht.
    • Astrogator 16.08.2019 13:06
      Highlight Highlight Es geht um andere Fälle. Ein Beispiel, von meinem früheren Wohnort Däniken zu meinem früheren Arbeitsort Baden gibt es zwei S-Bahnen, eine fährt über Wildegg, die andere über Lenzburg.

      Wenn du jetzt am Automaten ein Billett kaufst musst du wissen wo dein Zug durchfährt sonst hast du zwar ein Billett von Däniken nach Baden, aber womöglich keines das in deinem Zug gültig ist und schon bist du ein "Schwarzfahrer".
    • Masche 16.08.2019 13:30
      Highlight Highlight Snowy: Klar, ein 5 jähriges Kind fährt natürlich vorsätzlich schwarz....
    • RichPurnell 16.08.2019 13:42
      Highlight Highlight Vergessen, Fehler beim Swisspass, Ausgesetzt etc. kann alles im Nachhinein oder direkt vor Ort kontrolliert werden.

      Wenn sie es schaffen so pingelig genau eine DB zu führen sollten sie es auch noch schaffen diesen Eintrag um die entsprechende Information zu ergänzen in der heutigen Zeit der Digitalisierung. Wenn nicht sollten sie das mit der digitalen DB eher lassen wenn dazu die Expertise fehlt.

      Entweder führen sie so eine Liste korrekt oder gar nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Basubonus 16.08.2019 12:52
    Highlight Highlight Gute Sache. Wird Zeit, dass man den Betrügern ans Eingemachte geht, die auf unsere Kosten Leistungen beziehen ohne dafür zu blechen. Gäbs nicht so viele Schwarzfahrer, müsste man auch nicht so viel kontrollieren etc..

    Natürlich gehört das Ganze sauber gehandhabt und sorgfältig verarbeitet. Nur eben, die gewünschte Unterscheidung von Absicht und Fahrlässig ist so eine Sache... Jeder Kontrolleur kann dir 1000 glaubwürdige Stories erzählen, die er schon eine Million mal gehört hat, und die dann hinterher doch entlarvt worden sind... Schwieriges Thema. Und Nein, "Abo vergessen" ist nicht das.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • DerewigeSchweizer 16.08.2019 12:52
    Highlight Highlight Es mag reiche Schwarzfahrer geben,
    die nur aus Spass, für den Kick, schwarzfahren.

    Jedoch die meisten Schwarzfahrer,
    das war jedenfalls damals meine Erfahrung,
    fahren schwarz aus Geldmangel.

    Der Stress als Schwarzfahrer,
    die ständige Anspannung und Angst vor einer Kontrolle,
    und dann Riesenstress wenn's eine Kontrolle gibt ...
    ... tun sich die meisten Betroffenen nicht an, wenn sie über die nötigen Mittel für ein Billet verfügen.

    Heisst:
    Wenn diese Schwarzfahrer aus Geldmangel,
    statt schwarz fahren einfach nicht fahren,
    ... haben die ÖV auch nicht mehr Geld in der Kasse.

    • who cares? 16.08.2019 15:29
      Highlight Highlight Und die Leute in der Migros stehlen auch nicht wegen dem Kick, sondern weil sie sich das Essen nicht leisten können? Soll die Migros sich deswegem bestehlen lassen?
    • who cares? 16.08.2019 15:32
      Highlight Highlight By the way, ja der ÖV hat längerfristig mehr Geld in der Tasche. Weniger Leute, weniger Züge, weniger Kosten.
    • BigE 16.08.2019 16:25
      Highlight Highlight Die meisten notorischen Schwarzfahrer gehören sicherlich zu den finanziell eher schwach gestellten „Randgruppen“. Allerdings erlebe ich oft, dass diese über zwei Stationen schwarzfahren und einfach hoffen, dass sie nicht erwischt werden. Die Bussen können sie dann auch nicht bezahlen und müssen die irgendwann absitzen.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • wolge 16.08.2019 12:41
    Highlight Highlight Spätestens wenn die ganze Schweiz darin erfasst ist macht das Register dann ja keinen Sinn mehr...
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Tinuzeller 16.08.2019 12:24
    Highlight Highlight Und viele denken, dass es immer noch ein Kavaliersdelikt ist, ohne Fahrausweis den öV zu benützen. Das sind dann wohl auch die, die in der Beiz ein Kafi trinken und nicht bezahlen?
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Platin 16.08.2019 12:20
    Highlight Highlight Klingt nach einer fairen Lösung um den nie Schwarzfahrern zu zeigen, dass man etwas gegen die Schwarzfahrer unternimmt. Vor allem da es heute einfacher ist so etwas aufzugleisen mit der Technik.
    Da es heutzutage auch einfacher ist ein Billet zu lösen (SBB App zum Beispiel), ist es ok einen Gang gegen die Schwarzfahrer hochzuschalten.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Güzmo 16.08.2019 12:16
    Highlight Highlight 2 Jahre find ich ganz okay. Gibts dazu rechtliche Grundlagen oder haben die Registerbetreiber das einfach mal so definiert?

    Zum Konsumentenschutz: Ganz recht. Fänd i wichtig.
    • Raro Wetzel 16.08.2019 17:30
      Highlight Highlight Die Zwei-Jahresfrist gilt allgemein für solcherart Datenbanken, so auch in Fällen von Ladendiebstählen. Wo genau das allerdings festgehalten ist weiss ich auch nicht, vermutlich im eidg. Datenschutzgesetzt.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
  • Theor 16.08.2019 12:16
    Highlight Highlight Frage: Wenn die Daten angeblich so geschützt sind, warum konnten dann die Zeitungen innert kürzerster Zeit Einblick darin erhalten und wichtige Kernziffern (Anzahl Minderjährige, jüngster und ältester Schwarzfahrer, etc.) erhalten?

    Klar darf eine Zeitung in gewissen Rahmen an solche Statistikinformationen gelangen, aber ich hätte mir ein wenig ausführlicherere Formalitäten und eine längere Bearbeitungsfrist erhofft. So wirkt es, als würde man mit den Daten bereitwillig rumschmeissen.
    • BigE 16.08.2019 12:35
      Highlight Highlight Nennt sich Informationspflicht. Die Medien sind die kontrollierende Macht im Staate. Die Daten sind anonymisiert und statistisch ausgewertet.
    • ralck 16.08.2019 12:43
      Highlight Highlight Mit dem System kann man dir innert zwei Sekunden eine Kernziffern mitteilen – ich sehe dein Problem irgendwie nicht. Eine längere Bearbeitungsfrist wäre nur künstlich gewesen.
    Bild hochladen
    YouTube Video Einbetten
    600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.

Fünfjährige «Schwarzfahrerin» in Schaffhausen kassiert Busse – der Grund ist 🤦

Eigentlich sind Kinder bis sechs Jahre kostenlos im öffentlichen Verkehr unterwegs. In einem Linienbus in Schaffhausen ist nun allerdings ein fünfjähriges Mädchen mit 100 Franken gebüsst worden.

Dies schreibt das Konsumentenmagazin «Espresso» von SRF am Donnerstagmorgen. Laut Angaben von SRF war das Mädchen mit ihrer älteren Schwester im Bus unterwegs. Diese hatte zwar ein Jahresabonnement für die öffentlichen Verkehrsmittel in Schaffhausen, nicht aber ihre kleine Schwester. Dafür kassierte die Fünfjährige die volle Busse für das «Schwarzfahren» in Höhe von 100 Franken.

«Meine 10-jährige Tochter war den Tränen nahe, weil sie glaubte etwas falsch gemacht zu haben. Die Kleinere hat sehr …

Artikel lesen
Link zum Artikel