Schweiz
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Taxito mache sich Privatautos zu Nutze, die in dünn besiedelten Gebieten ohnehin stark vertreten seien. Bild: shutterstock

Daumen hochhalten war einmal: Jetzt kommt der Autostopp per SMS – und so funktioniert's



Zum ersten Mal in der Schweiz wird ein Mitfahrsystem, das auf Autostopp per SMS beruht, öffentlich erprobt. Die Idee ist simpel: Wer mitgenommen werden will, sendet von einer speziellen Haltestelle aus eine SMS mit seinem Fahrziel an eine Onlineplattform. Danach signalisiert ein Lämpchen auf einer Anzeige an der Haltestelle den Autofahrern, wohin der Wartende mitgenommen werden will.

Der Fahrgast quittiert die Mitnahme, indem er die Autonummer ebenfalls per SMS ans System meldet. Wer das Angebot immer wieder nutzt, kann sich auf einer App registrieren.

Passagier zahlt zwei Franken pauschal per Handy

Abgerechnet wird die Fahrt über das Handy. Beim Testlauf im Kanton Luzern kostet eine Fahrt den Passagier pauschal zwei Franken. Davon geht ein Franken an den Fahrer. Die andere Hälfte sind Inkasso- und Vermittlungsgebühren etwa für die Mobilfunkbetreiber und die Taxito AG. 

Autostopp per SMS, ist das eine gute Idee?

Der grosse Unterschied zwischen Taxito und normalem Autostoppen sei das System, das dahinterstecke, sagte Initiant Martin Beutler jüngst dem «Willisauer Boten». Wenn er jemand per Autostopp mitnehme, wisse er nicht, auf wen er sich einlasse. Dasselbe gelte für den Fahrgast. Bei Taxito seien Fahrer und Passagier aber im System erfasst. Das sorge für die nötige Sicherheit.

Kein Ersatz für ÖV

Ein solches Mitfahrsystem werde zum ersten Mal in der Schweiz öffentlich erprobt, sagte Christoph Zurflüh, Sprecher des Verkehrsverbunds Luzern (VVL), auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Getestet wird es in einer dünn besiedelten Region im Westen Luzerns an der Grenze zum Kanton Bern, wo Postautos nur mit wenigen Kursen unterwegs sind.

Mitfahrgelegenheiten in Privatautos würden den herkömmlichen öffentlichen Verkehr mit Bussen und Regionalzügen nicht ersetzen, sagte VVL-Sprecher Christoph Zurflüh. Die neuen Angebote könnten aber den bestehenden öV ergänzen und so verbessern.

In Randregionen sei ein öV-Angebot über das gesetzliche Minimum hinaus nur schwer realisierbar, erklärte der VVL-Sprecher weiter. Aus finanziellen Gründen würden deshalb vor allem dort Gelder in einen Ausbau investiert, wo die Nachfrage gemessen an Passagierzahlen gross sei, nämlich in den Städten und der Agglomeration.

Taxito mache sich Privatautos zu Nutze, die in dünn besiedelten Gebieten ohnehin stark vertreten seien. Für den Verkehrsverbund wäre es damit möglich, auch in diesen Regionen aktiv zu sein. (whr/sda)

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