Schweiz
Justiz

Bigamist soll wegen Mord an Schweizer Ehefrau verurteilt werden

Bigamist soll wegen Mord an Schweizer Ehefrau verurteilt werden

25.05.2016, 10:0925.05.2016, 10:13

Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat einen 43-jährigen Türken wegen Mordes angeklagt. Sie wirft ihm vor, im Juli 2013 seine getrennt von ihm lebende Ehefrau unter dem Einsatz roher Gewalt getötet zu haben.

Die 50-jährige Schweizerin war am 23. Juli 2013 in Brugg/Lauffohr tot in ihrem Auto aufgefunden wurden. Noch am gleichen Nachmittag wurde der getrennt von ihr lebende türkische Ehemann wegen dringenden Tatverdachts festgenommen.

Auch in der Türkei verheiratet

Die Ermittlungen ergaben zudem, dass der Mann während der Ehe mit der Schweizerin auch in der Türkei nach muslimischem Brauch verheiratet war. Seine türkische Ehefrau hatte mit ihm vier Söhne. Der Mann besuchte seine Familie in der Türkei regelmässig und schickte ihr auch Geld.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, die Ehe mit der Schweizerin 2009 nur deshalb eingegangen zu sein, um nach Ablauf der fünfjährigen Frist die Niederlassungsbewilligung zu erhalten und sich danach sofort scheiden zu lassen.

Drohung wahr gemacht

Als ihm seine Schweizer Ehefrau kurz vor Ablauf der Frist nach viereinhalb Jahren Ehe eröffnete, ihn zu verlassen, drohte er ihr – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft – sie zu töten, sollte sie die Trennung oder Scheidung tatsächlich einleiten.

Der Beschuldigte wurde nach diesem Vorfall häuslicher Gewalt polizeilich weggewiesen. Knapp zwei Monate, nachdem die Schweizerin aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war, wurde sie tot in ihrem Auto aufgefunden.

Beschuldigter erinnert sich nicht mehr

Das Opfer wies zahlreiche Schlagverletzungen am ganzen Körper auf. Die Auswertung der Spuren ergab, dass der Beschuldigte das Opfer getötet hatte. Der Beschuldigte bestreitet die Tat zwar nicht grundsätzlich, will sich aber an keine seiner Handlungen am fraglichen Tag erinnern.

Die Anklage ist am Bezirksgericht Brugg hängig. Die Staatsanwaltschaft wird ihre Anträge anlässlich der Hauptverhandlung bekanntgeben. Wann der Prozess stattfindet, ist noch nicht bekannt. (whr/sda)

Aktuelle Polizeibilder: Zu schnell unterwegs – keine Verletzten

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
2.3.2020, Bremgarten (AG): Mehrere Feuerwehren rückten nach Bremgarten aus, nachdem ein Brand in einer Liegenschaft ausgebrochen war. Personen wurden keine verletzt. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.bild: kapo Aargau
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Diese Schweizer Jungunternehmer wollen ihr Getränk in den Coop bringen
Zwei Schweizer Unternehmer wollen sich im angesagten Elektrolytmarkt etablieren und ihre Marke zum «On der gesunden Getränke» machen. Das Produkt hat sich innerhalb von zwei Monaten bereits über 10'000 Mal verkauft. watson im Gespräch mit einem der beiden Gründer von Revivr.
Es ist kein Schmuckstück, sondern eine Dose. Ein elegantes, minimalistisches Design für das gesunde Lifestyle-Getränk mit dem klangvollen Namen Revivr. Die beiden Gründer Ilan Cattaneo und Clément Tastet sind keine 30 Jahre alt. Ersterer sammelte Erfahrung im Marketing bei LVMH und Procter & Gamble, Letzterer im Vertrieb, unter anderem für das Unternehmen Too Good To Go.
Zur Story