Schweiz
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12 Prozent weniger Rente, dafür ein Zuschlag: Das sagt der Bundesrat zum BVG-Kompromiss



Bundesrat Alain Berset spricht an einer Medienkonferenz zur eidgenoessischen Volksinitiative ãJa zum Tier-und MenschenversuchsverbotÒ, am Freitag, 13. Dezember 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Innenminister Berset. Bild: KEYSTONE

Die Altersvorsorge ist sanierungsbedürftig. Die Sozialpartner haben sich im Sommer auf eine Reform der beruflichen Vorsorge (BVG) geeinigt. Diesen Kompromiss hat der Bundesrat am Freitag unverändert in die Vernehmlassung geschickt.

Es sei ein «spezielles Vorgehen», gestand Sozialminister Alain Berset vor den Bundeshausmedien ein. Andererseits sei es auch sehr selten, dass sich die Sozialpartner in der Altersvorsorge auf eine Reform einigen könnten. Ausserdem werde der Bundesrat die Lösung im Licht der Vernehmlassungsergebnisse noch einmal genau analysieren. «Es ist keine Pro-Forma-Vernehmlassung», sagte Berset.

Kern des Sozialpartner-Kompromisses ist eine Kürzung der Renten, die durch verschiedene Ausgleichsmassnahmen abgefedert wird. Der Mindestumwandlungssatz, mit dem das angesparte Kapital in eine Rente umgerechnet wird, soll von 6,8 auf 6,0 Prozent sinken. Dadurch würden auf einen Schlag 12 Prozent der Rente verloren gehen.

Systemfremde Umlagerung

Laut Berset entspricht der geltende Umwandlungssatz nicht mehr der Realität. Dafür seien 5 Prozent Rendite nötig, das lasse sich angesichts der tiefen Zinsen und Erträge langfristig nicht erreichen. Heute werden deshalb jährlich rund 7 Milliarden Franken von der aktiven Generation zu den Rentnerinnen und Rentnern verschoben - in der 2. Säule eine systemfremde Umlagerung.

Sozialhilfe statt IV: Nach dem Wegfall von IV-Renten landen immer mehr Menschen laut dem

Bild: KEYSTONE

«Eine Anpassung des Umwandlungssatzes ist zwingend», sagte Berset. Trotz dieser weit herum anerkannten Notwendigkeit ist die Senkung des Umwandlungssatzes mehrmals an der Urne gescheitert. Der Slogan «Rentenklau», mit dem die Linke das Vorhaben 2010 versenkte, dürfte auch ein Jahrzehnt später noch funktionieren.

Für ihr Einlenken rangen die am Kompromiss beteiligten Gewerkschafts-Dachverbände SGB und Travail.Suisse dem Arbeitgeberverband ein Bündel von Begleitmassnahmen ab. Dazu gehört die Anpassung der Altersgutschriften. Heute gibt es vier Sätze. Jener für 45- bis 54-Jährige beträgt 15 Prozent, für ältere Arbeitnehmende sind es 18 Prozent.

Künftig sollen sie sich für beide Altersgruppen auf 14 Prozent des versicherten Lohns belaufen. Für Arbeitnehmende zwischen 25 und 44 Jahren werden die Beiträge einheitlich auf 9 Prozent festgelegt, was tendenziell eine Erhöhung bedeutet. Damit steigen die Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmende weniger stark an als heute, diese werden für Arbeitgeber attraktiver.

Wieder ein Rentenzuschlag

Weiter sieht der Kompromiss Verbesserungen für Teilzeitangestellte, Arbeitnehmende mit tiefen Einkommen und damit insbesondere für Frauen vor: Der Bundesrat schlägt vor, den Koordinationsabzug, der den versicherten Lohn bestimmt, auf 12'443 Franken zu halbieren.

Das bedeutet einen höheren versicherten Lohn und höhere Beiträge, aber auch mehr Rente. Vom tieferen Koordinationsabzug profitieren insbesondere Teilzeitbeschäftigte. Für Arbeitnehmende mit mehreren Einkommen hingegen ändert sich nichts, weil die Eintrittschwelle bei 21'330 Franken bleibt.

Diese Massnahmen reichen aber nicht aus, um die Rentenausfälle für jene Arbeitnehmende zu kompensieren, die schon länger im Arbeitsleben stehen. Getreu dem Sozialpartner-Kompromiss schlägt der Bundesrat daher einen lebenslangen monatlichen Rentenzuschlag für Bezügerinnen und Bezüger von BVG-Renten vor.

Für die ersten fünf Neurentner-Jahrgänge nach Inkrafttreten soll dieser Zuschlag 200 Franken, betragen, für die folgenden fünf Jahrgänge 150 Franken und dann 100 Franken. Davon profitieren tiefere Einkommen und Teilzeitbeschäftigte sofort. Zudem wird damit das Rentenniveau einer Übergangsgeneration von 15 Jahrgängen erhalten. Danach soll der Bundesrat den Betrag jährlich neu festlegen.

Finanziert wird der Zuschlag über einen Lohnbeitrag von 0,5 Prozent auf einem AHV-pflichtigen Jahreseinkommen bis 853'200 Franken. Eine Umlagefinanzierung ist in de 2. Säule nicht vorgesehen. Das sei die Theorie, sagte Berset. Tatsächlich gebe es die Umlagerung aufgrund der ungenügenden Finanzierung längst.

Hohe Kosten

Die Kosten für die Versicherten belaufen sich nach Angaben des Bundesrats auf über 3 Milliarden Franken. Mit 1.4 Milliarden schlagen die Halbierung des Koordinationsabzugs und Anpassung der Altersgutschriftensätze zu Buche, mit 1.85 Milliarden die Finanzierung des Rentenzuschlags. Um 200 Millionen Franken entlastet wird die Rechnung durch die Aufhebung der Zuschüsse für Vorsorgeeinrichtungen mit einer ungünstigen Altersstruktur.

Die Vernehmlassung dauert bis zum 27. März 2020. Schon jetzt ist klar, dass es Kritik hageln wird. Der Schweizerische Gewerbeverband zum Beispiel trägt den Sozialpartner-Kompromiss nicht mit. Er schlug dem Bundesrat vor, den Umwandlungssatz ohne Rentenzuschlag und zusätzliche Lohnprozente zu senken. Andernfalls werde das 3-Säulen-Prinzip zerstört, heisst es in einer Stellungnahme.

Auch der Pensionskassenverband Asip schlägt eine Alternative vor: Künftig soll schon mit 20 mit dem Alterssparen begonnen werden. Der Koordinationsabzug soll leicht gesenkt, der Anstieg der Altersgutschriften abgeflacht werden. Für eine Übergangsgeneration von zehn Jahrgängen schlägt der Asip eine Übergangslösung vor.

Mehrheitsfähige Vorlage

Auch er hätte sich eine andere Reform ausdenken können, sagte Berset. «Aber am Ende brauchen wir eine mehrheitsfähige Vorlage.» Dafür sei die breite Unterstützung jener nötig, die das Thema gut kennen.

Der Sozialminister ist sich aber bewusst, dass die Reform kein Spaziergang wird. Für die Diskussion im Parlament veranschlagt er zwei Jahre, womit die Reform 2025 oder 2026 in Kraft treten könnte, falls das Referendum ergriffen wird. Parallel dazu läuft eine AHV-Reform. Diese liegt bereits beim Parlament. (aeg/sda)

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fairness 14.12.2019 16:24
    Highlight Highlight Wiesonicht dasObligatorium in die AHVund freie Wahl der PK fürs Überobligatorium anstatt immer Pflästerlipolitik?
  • Ökonometriker 14.12.2019 12:45
    Highlight Highlight Wenn ich zumindest sagen dürfte, wie mein BVG-Geld investiert werden soll, wäre ich schon glücklich... aber der Bund zwingt mich, das Geld unfähigen Verwaltern zu überlassen welche sich keinen Deut um statistische Realitäten scheren (weil sie es ja auch rechtlich nicht dürfen). Dafür darf ich dann auf meinem BVG-Kapital fett Verwaltungsspesen abdrücken.
    Warum nicht zumindest einen Wettbewerb bei den Verwaltern einführen, damit jeder selbst seine PK wählen kann? Sonst will man ja überall Konkurrenz...
  • hans.kroener@bluewin.ch 14.12.2019 11:57
    Highlight Highlight «Genau hier liegt der Hund begraben»

    Die Einzahlung der Sparbeiträge im BVG müsste analog der AHV Beiträge angepasst werden, (Geburtsjahr +21). Ein Durchschnittssatz der Sparbeiträge von 12,5 % (20 bis 65) für den Sparteil, würde für klare Verhältnisse sorgen. Die monatliche Rente der AHV gehörte für verheiratete um 225.00 CHF und für Alleinstehende um 150.00 CHF erhöht. Punkt. Aus. Amen.

    Die AHV und die BVG Renten gehörten zu 50 % von den Steuern befreit. Der Eigenmietwert gehört abgeschafft.

    Politiker gehören den gesetzlichen Vorschriften der AHV und BVG unterstellt.

    hak
    • Fairness 14.12.2019 16:21
      Highlight Highlight Wäre die AHV-Rente verfassungskonform, müsste sie irgendwo zwischen 3‘500 bis 4‘000 liegen.
  • hans.kroener@bluewin.ch 14.12.2019 11:47
    Highlight Highlight Nein, nicht schon wieder mit diesem Zick-Zack-Kurs wie ein Hase auf der Flucht!

    Ein verfolgter Hase schlägt dauernd Haken und wechselt die Richtung. Manchmal täuscht er einen Haken nur an, um weiter geradeaus zu laufen. Seine Taktik ist unvorhersehbar. Diese Taktik kann man auch bei den Politikern beobachten.

    hak
  • Fairness 14.12.2019 11:33
    Highlight Highlight Nehmt gescheiter mal die Versicherungen/Sammelstiftungen und PKs an die Kandare. Wieviel Profit haben die eigentlich mit den x gestohlenen Milliarden über all die Jahre gemacht? Null Transparenz,
  • RatioRegat 14.12.2019 01:37
    Highlight Highlight "Finanziert wird der Zuschlag über einen Lohnbeitrag von 0,5 Prozent auf einem AHV-pflichtigen Jahreseinkommen bis 853'200 Franken"

    Weshalb wird der Lohnbeitrag nach oben hin gedeckelt?
  • wolge 13.12.2019 22:21
    Highlight Highlight Ob das mal gut kommt? Scheint mir eine riesige Salamitaktik
  • Etniesoph 13.12.2019 18:47
    Highlight Highlight Nö! Solange der AHV-pflichtige Lohn bei 830000 Jahreseinkommen stehen bleibt! Ab 830000 sollten die AHV Prozente verdreifacht werden. Die hätten immer noch genug. Die Schere ist zu gross!
    • Brasser 13.12.2019 21:11
      Highlight Highlight Wie kommst Du bloss auf eine solche Annahme? Es gibt keine Obergrenze beim AHV-pflichtigen Lohn.
  • la vérité 13.12.2019 18:27
    Highlight Highlight Das eigene Volk kommt zum Schluss außer beim bezahlen!
  • Blaubar 13.12.2019 17:36
    Highlight Highlight Das System wird uns in den nächsten zwei Jahren um die Ohren fliegen. Es ist überall am Anschlag und hat vorallem keine Perspektive mehr.
  • soulcalibur 13.12.2019 17:05
    Highlight Highlight Jetzt sind wir dann gespannt, was unser "Volksvertreter" aus dem Vorschlag machen....Persönlich denke ich, dass das Geld schon da wäre, einfach am falschen Ort....
  • Turicum04 13.12.2019 16:49
    Highlight Highlight Die AHV darf nur noch an Bedürftige ausbezahlt werden! Im Gegenzug muss man die IV und Sozialrenten massiv erhöhen.
    • Walterf 14.12.2019 09:31
      Highlight Highlight Wo fehlt es dir denn? Zahlen sollen alle, etwas wieder zurück kriegen nur wenige. Bitte Hirn einschalten.
      Ausserdem bezahlen Besserverdienende in vielen Bereichen schon mehr.
  • Blitzesammler 13.12.2019 16:47
    Highlight Highlight Typisch Wirtschaftsstaat!! Die Nationalbank macht Milliarden Gewinn und den Ärmsten nimmt man noch die letzte Würde. Jetzt muss dann auf alle Plastikflaschen Pfand draufgeschlagen werden, damit sich unsere RentnerInnen etwas dazu verdienen können Berset wird im Alter SICHER keine Geldnöte haben Der soll mal versuchen mit 1800.- durchzukommen!! Es Ärgert mich dermassen!!!!!!
  • Scrat 13.12.2019 16:33
    Highlight Highlight Und wieder versucht man, dem kleinen Bürger weis zu machen, dass er mit einer solchen Lösung besser fährt - obwohl er diese ja zu 100% durch andere Abgaben selber finanzieren muss - während den Unternehmen und Superreichen das Geld hinterhergeschmissen wird. Würde man nur schon auf jede automatische Transaktion an den Geldmärkten einen symbolischen Rappen erheben, hätte man wohl genug Geld, um alle Sozialsysteme wie AHV, IV, etc. locker und mehr als nachhaltig zu sanieren. Aber nein, man lässt lieber weiter die Kleinen bluten.
  • Walterf 13.12.2019 16:33
    Highlight Highlight Auf 20min sind wieder mal die Entwicklungshilfe und die bösen Ausländer schuld, die sich ohne etwas einbezahlt zu haben, bei der PK bedienen, Alle Hetzkommentare und Lügen werden veröffentlicht, Kritik daran nicht!
  • MarGo 13.12.2019 16:12
    Highlight Highlight Transaktionssteuer und alles wäre gut....
    Wenn da nicht die Bankenlobby und die korrupten Politiker wären...
    • Oberon 13.12.2019 19:01
      Highlight Highlight Völlog richtig, zusätzlich könnte man sogar nach viel mehr damit bewirken.
      z.B. BGE einführen und alte Systeme ablösen.
  • ChillDaHood 13.12.2019 15:58
    Highlight Highlight Holy Moly - also erstmal, jeder spart für sich selber im Grundsatz und der Markt gibt halt nicht mehr die Rendite her, dass 6.8 drinliegt. Für fast alle macht es aber eh keinen Unterschied, da wir überobligatorisch versichert sind und wahrscheinlich keiner hier mehr als 6% Umwandlungssatz bekommt. Die wenigen, die wirklich auf dem Minimum sind, sollen die Zustüpfe bekommen, die können es brauchen (sorry Gewerbeverband). Anpassung Lohnbeiträge nach Alter und Koordinationsabzug nach unten sind überfällig und hoffentlich unbestritten...
    • Phrosch 13.12.2019 16:19
      Highlight Highlight Chill, das ist nur die halbe Wahrheit. Die 6,8% liegen vor allem nicht mehr drin, weil wir viel älter werden und der angesparte Rententopf viel weiter rechen muss. Wenn man mit dem gleichen Geld länger Rente bezahlen muss, muss diese kleiner werden, damit es aufgeht.
    • Ragusa242 13.12.2019 16:46
      Highlight Highlight Du meinst wohl "...da wir obligatorisch versichert sind". Das Obligatorium im BVG geht bis zu einem Jahreseinkommen von ca. 85'000. Und da gibts bis heute 6.8%, die auf 6.0% gesenkt werden sollen. Im überobligatorischen Bereich ist der Umwandlungssatz längst bei etwa 5% je nach PK. So entstehen Fake News...!
    • undduso 13.12.2019 17:49
      Highlight Highlight Was auch schon lange fällig wäre:
      Drastische Reduzierung der 2. Säule zugunsten der 1. Säule.
      Wer profitiert denn, wenn jedes Jahr obligatorisch Versicherungen einbezahlt werden, die einen Verwaltungsaufwand um die 50% verglichen zu ein paar Prozent (wenn überhaupt) bei der AHV.
      Das ist ja nur Arbeits- und Kapitalbeschaffung für die Versicherungen. Die dann auch noch die Immobilienpreise steigen lassen....
  • AdiB 13.12.2019 15:56
    Highlight Highlight "Finanziert wird der Zuschlag über einen Lohnbeitrag von 0.5 Prozent auf einem AHV-pflichtigen Jahreseinkommen bis 853'200 Franken."

    Verstehe ich das richtig? Was ist mit dennen die mehr verdienen? Müssen die nichts abgeben?
    Werden die reichen und noch reicheren hier verschohnt?
    Ich verstehe es nicht und es macht mich wütent. Mit solchen entscheidungen trettet man die demokratie mit füssen. Die französische revolution war ein aufstand gegen den adel. Und irgendwie sind wir wieder da wo wir vor der revolution waren, nur ist der adel jetzt nicht blaublütig sondern einfach reich.
    • genauleser 13.12.2019 22:06
      Highlight Highlight Gemach, 853'200 ist der maximal versicherbare Lohn in der zweiten Säule.
      Ich finde die erste Grafik in folgender Broschüre zum Thema hilfreich:
      https://www.vita.ch/-/media/vita2/dokumente/informationen/vita-berufliche-vorsorge-einfach-erklaert.pdf?la=de
    • genauleser 13.12.2019 22:13
      Highlight Highlight Und wir meinen ALLE (inklusive Watson) eigentlich ein Jahreseinkommen von 85'320.
    • Financegozu 14.12.2019 12:03
      Highlight Highlight Mässige Deinen Zorn 😉!

      Wenn jemand mehr als 853200 verdient, zahlt er auf 853200 AHV und auf den Überschuss nicht mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • homo sapiens melior 13.12.2019 15:51
    Highlight Highlight Gestern gesehen und auch für Europa gültig befunden:

    "2018 haben 60 der grössten US-Konzerne 0 Steuer auf Vorsteuergewinne von 79 Mrd. Dollar bezahlt.
    Das ist in vielen Ländern ähnlich. Es wird sich nicht ändern, so lange die Wahl von Politikern von Reichen finanziert wird. Von Reichen, die dann über diese Politiker weitere Steuervermeidungsgesetze auf den Weg bringen.
    Steuern für Firmen sinken, Steuern für nichtreiche Bürger steigen. Renten sinken weltweit. Gesundheits- und Wohnkosten steigen weltweit. In den USA leben Leute mit über 100% Arbeitspensum im Auto, weil Wohnungen zu teuer sind."
  • Franz v.A. 13.12.2019 15:31
    Highlight Highlight Legalisiert und besteuert Canabis, dann gibts auch einige Millionen mehr für die Rente, anstatt dass die Mafia finanziert wird.
  • plaga versus 13.12.2019 15:27
    Highlight Highlight Das System ist doch einfach nur noch krank... Gehts den wirklich nicht mehr anders?? Es gäbe ja noch andere Finanzierungsmöglichkeiten, nur foutiert sich unser Parlament darum...

    Meine Stimme haben sie nicht.
    • problemfall 13.12.2019 16:19
      Highlight Highlight Doch, es ginge anders. Bei Einführung der AHV 1948 lag die Lebenserwartung bei ca 66 Jahren. Viele profitierten also gar nicht von einer Rente weil sie schlicht nicht alt genug wurden, und wenn, dann erhielten auch nur wenige mehr als ein paar Jahre lang Geld. Einbezahlt haben sie aber trotzdem. Heute liegt die Lebenserwartung bei +/- 80. Logisch wäre also einfach entsprechend länger zu arbeiten. Aber das will ja auch niemand.
    • Neruda 13.12.2019 17:45
      Highlight Highlight Doch doch, man könnte z. B. bei den Verwaltungskosten sparen. 2. Säule direkt in die AHV und dann wie die Schweden machen. Deren Rentenfond wird von gerade mal 27 Leuten betreut und die Verwaltingsgebühren liegen bei 0,1%.
    • Fairness 14.12.2019 11:37
      Highlight Highlight @Problemfall
      In meinem Umfeld und auch viele Prominente werden keine 80 mehr. Nicht mit unseren vergifteten Böden und Trinkwasser!
  • buffettino 13.12.2019 15:00
    Highlight Highlight Es ist richtig, denn die jetzige Generation (die Letzten der Babyboomer, die noch viele Geschwister haben) kann die Mehrkosten (Steuergelder) zur Abfederung locker stemmen. Doch die zweite Säule sollte dann ziemlich schnell mal abgeschafft werden und jede/r soll selbst Sparen und Anlegen, wie es ihm/r gefällt. Und nein, dies soll kein Klientelpolitik-FDP-Gejammer sein.
    • sowhat 13.12.2019 23:20
      Highlight Highlight Das mit dem Selbstsparen, hat einen Haken!
      Da darf der Sparende künftig noch mehr Steuern zahlen.
      Zuerst als Einkommenssteuer, danach als Vermögenssteuer. Auch doof.
    • Walterf 14.12.2019 09:35
      Highlight Highlight Du bist ein Phantast. Wieviele wären in der Lage das selbst zu machen? 10%? 29%? Der Rest landet dann in der Sozialhilfe
  • Spitzbuab 13.12.2019 14:48
    Highlight Highlight Das ist ja wieder mal typisch!
    Den grossen Firmen und den Milliardären schenkt man Steuern und den Alten werden dafür die Renten gekürzt.
    In den letzten 10 Jahren sind ja nur schon die KK-Prämien um etwa 100% gestiegen und den Alten will man noch 13% von nichts auch noch weg nehmen.
    • Brasser 13.12.2019 15:48
      Highlight Highlight Wo genau schenkt man den Firmen Steuern?
      Oder meinst Du das so, dass die Firmen in Zukunft wegen der höheren AHV-Arbeitgeberbeiträgen (ab 2020 +0,3% und gemäss Artikel dann nochmals zusätzliche 0,5% ab 202x) und wegen den höheren PK-Beiträgen (wegen dem halbierten Koordinationsabzug)
      höhere Aufwände und somit tiefere steuerbare Gewinne haben werden und dadurch weniger Gewinnsteuern bezahlen?

      Inwiefern den Milliardären Steuern geschenkt werden, kann dann wohl nur Dein Stammtisch aufschlüsseln.
    • Silent_Revolution 13.12.2019 16:04
      Highlight Highlight Na hoffentlich nimmt man denen noch mehr weg, anders scheinen sie ja nichts zu begreifen.

      Initiativen zur Steuergerechtigkeit, BGE, Finanztransaktionssteuer, Einheitskasse, 99% gelten ja allesamt als linksextrem und bleiben chancenlos.

      Die Leute hierzulande kriechen den Reichen hinten rein und bitten förmlich darum, ständig mehr zu bezahlen bei weniger Ertrag. Allen voran unsere Senioren.

      Konzerne und Milliardäre lachen sich kaputt, ob der Grosszügigkeit und Feigheit unserer Nation.
    • The Emperor 13.12.2019 17:59
      Highlight Highlight Den Alten wird eben gerade praktisch nichts gekürzt, nur die Jüngeren bezahlen die Zeche der systemfremden Umlagerungspolitik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rumbel the Sumbel 13.12.2019 14:45
    Highlight Highlight Was haben viele davon? Trotzdem nichts. Es wird schlussendlich trotzdem immer weniger. Für wen? Wenn es schlussendlich um die eigene Sache geht, helfen auch die sogenannten Sozis mit, dass der Mittelstand verschwinden wird.

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