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epa04821341 Members of the Swiss 'Unia' union stage a protest in Zurich, Switzerland, 27 June 2015. Thousands of construction workers and builders were demanding a new countrywide wage agreement  while they blames the employers to endanger the social peace by refusing negotiations.  EPA/VALERIANO DI DOMENICO

Unia-Gewerkschafter an einer Demonstration im Juni.
Bild: EPA/KEYSTONE

Unia-Frauen stellen sich gegen Erhöhung des Rentenalters auf 65



Die Frauen der Gewerkschaft Unia lehnen die geplante Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre im Rahmen der Rentenreform 2020 entschieden ab. Die Reform der Altersvorsorge dürfe nicht auf Kosten der Frauen geschehen, mahnen sie.

Das vom Bundesrat vorgeschlagene Paket der Altersvorsorge 2020, welches im Ständerat bereits die erste Hürde genommen hat, sieht unter anderem ein Rentenalter für Frauen und Männer von 65 Jahren vor. Ausserdem soll in der Pensionskasse der Umwandlungssatz auf sechs Prozent gesenkt werden.

Das seien zwei «massive und inakzeptable Einschnitte in die Altersvorsorge der Frauen», teilte die Unia am Samstag nach einer Versammlung der Delegierten der Unia-Frauenkommission in Bern mit.

Höhere AHV-Renten gefordert

Die Gewerkschaft erinnert daran, dass Frauen im Schnitt rund einen Fünftel weniger verdienten und mehr unbezahlte Arbeit verrichteten als Männer. Aus diesen Gründen fielen ihre Einzahlungen in die Altersvorsorge geringer und ihre Renten entsprechend tiefer aus.

Die Erhöhung des Frauenrentenalters sei zudem ein Schritt in Richtung Rentenalter 67, wie es von Bürgerlichen Politiker und Arbeitgebern angestrebt werde, schreibt die Gewerkschaft. Dies will die Gewerkschaft verhindern.

Was es stattdessen brauche, sei eine deutliche Stärkung der AHV, wie sie ihre Initiative AHVplus vorsehe, schreibt die Unia. Diese fordert 10 Prozent höhere Renten für alle. Denn die Frauenrenten reichten heute nicht für ein Leben in Würde.

Auch an ihrer Forderung nach Lohngleichheit halten die Unia-Frauen fest. Um diese umzusetzen, fordert die Gewerkschaft verbindliche und systematische Lohnkontrollen in den Betrieben sowie «griffige Sanktionen bei Verstössen». (phu/sda)

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