Schweiz
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Die Salat- und Fruechtetheke fuer den Take-Away im COOP Pronto Tankstellenshop in Zuerich-Seebach, aufgenommen am 12. Oktober 2007. Eine Angestellte nimmt aus einer Kiste Flaschen und fuellt die Regale auf. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

The salad and fruits bar for take-away in the COOP Pronto gas station shop in Zurich-Seebach, Switzerland, pictured on October 12, 2007. An employee takes bottles out of a box and restocks the beverages shelves. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Coop-Pronto-Filialen beziehen von Coop die Produkte, organisieren aber ihren Laden selbst und wirtschaften auf eigene Kasse. Den Shop-Betreibern ist auch überlassen, zu welchen Bedingungen sie Personal anstellen. Bild: KEYSTONE

Teenies als Billig-Arbeitskräfte: Coop Pronto lässt Praktikanten für 3.75 Franken pro Stunde arbeiten

Nicht alle Schüler haben eine Lehrstelle gefunden. Supermärkte machen daraus ein Geschäft – unterstützt vom Staat . 



pascal ritter / schweiz am sonntag

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Sie füllen Regale auf, schrubben Böden und fragen nach der Supercard. Sie sind 15 oder 16 Jahre alt, arbeiten acht Stunden am Tag und verdienen Fr. 3.75 pro Stunde: Praktikanten bei Coop Pronto. Und sie sind nicht allein. Neue Branchen und Betriebe entdecken das Praktikum und sparen so viel Geld. Während ungelernte Studenten um die 25 Franken pro Stunde verdienen, kostet ein Praktikant direkt ab Volksschule 30 Franken – pro Tag.  

Besonders beliebt sind die Praktikanten in Läden, die nach dem Franchising-System funktionieren. Neben Coop Pronto zum Beispiel Avec, der zum Valora-Konzern gehört. Kleinunternehmer beziehen von Coop oder Valora zwar die Produkte, organisieren aber ihren Laden selbst und wirtschaften auf eigene Kasse. Den Shop-Betreibern ist auch überlassen, zu welchen Bedingungen sie Personal anstellen. Ihre Mutterfirmen geben nur Empfehlungen ab. Der Coop-GAV gilt nicht für Coop Pronto. Die Verlockung, Billig-Praktikanten einzusetzen, ist für die Franchise-Partner gross.  

Die Praktikanten werden zum Teil als vollwertige Arbeitskräfte eingesetzt, wie Mitarbeiter bestätigen. Der Filialleiter eines grösseren und zentral gelegenen Coop Pronto in Zürich zeigt sich ob der kostengünstigen Hilfe im Laden begeistert. «Nach zwei bis drei Monaten sind die Praktikanten angeleitet und leisten sehr gute Arbeit.» Die Praktikanten bleiben bis zu einem ganzen Jahr.  

Mutterfirmen warnen Franchise-Partner

Weder die Coop Mineralöl AG, die für die Coop-Pronto-Filialen zuständig ist, noch Valora (Avec) wissen, wie viele Praktikanten ihre Franchise-Partner anstellen. Die Mutterfirmen sind selber vorsichtig mit Praktikanten. In den von Valora selbst betriebenen Avec-Shops sind zurzeit keine Praktikanten beschäftigt. Die Coop Mineralöl AG rät ihren Franchise-Partnern sogar «klar» davon ab, Lehrlinge oder Praktikanten anzustellen, wie Sprecherin Sabine Schenker auf Anfrage sagt. Es könne nicht sichergestellt werden, dass die Shopunternehmer die notwendige Zeit für Praktikanten und Lehrlinge aufbrächten.  

«Hier werden junge Menschen, die keine Lehrstelle fanden, als billige Arbeitskräfte missbraucht.»

Natalie Imboden von der Unia

Die Gewerkschaft Unia kritisiert die Praktika. «Hier werden junge Menschen, die keine Lehrstelle fanden, als billige Arbeitskräfte missbraucht», sagt Natalie Imboden, die bei der Unia für den Detailhandel verantwortlich ist. «Grundsätzlich ist es gut, dass es Praktika gibt, damit Schüler einen Einblick in einen Beruf gewinnen können. Dafür reichen aber ein paar Wochen oder Monate aus. Ein Jahr lang arbeiten für 30 Franken pro Tag, das geht nicht», sagt sie. Denn auch 16-Jährige könnten gute Arbeit leisten und müssten entsprechend entschädigt werden.  

Die Coop Mineralöl AG zeigt sich zudem irritiert von der Tatsache, dass in gewissen Kantonen die Ämter für Berufsbildung sogar aktiv auf Coop-Pronto-Shops zugehen und ihnen nahelegen, Praktikanten oder Lehrlinge aufzunehmen. Tatsächlich werben nicht nur Shopbetreiber aktiv um Praktikanten. Manche werden auch von Berufswahlschulen angegangen. So organisiert etwa in Zürich die städtische Berufswahlschule Viventa für Schüler des 10. Schuljahres Praktika bei Detaillisten, Sportgeschäften oder einem grossen Spielwarenladen.  

Chancen auf Lehrstelle stehen eigentlich gut

Die Schüler der entsprechenden Klassen arbeiten während eines Jahres drei Tage pro Woche im Laden. Die restlichen zwei Tage gehen sie zur Schule. Brisant: Das 10. Schuljahr bei Viventa kostet 2400 Franken. Den Lohn des ersten Halbjahres müssen die Praktikanten also als Schulgeld wieder abgeben. Auf Anfrage verteidigt ein Mitglied der Schulleitung die Praxis. Er bestreitet nicht, dass die Praktikanten ein gutes Geschäft sind für die Shops, spricht aber von einem Geben und Nehmen. Die Berufswahlschüler erhielten auf diesem Weg die Chance, Arbeitserfahrung zu sammeln.  

Er gibt zu bedenken, dass es sich um Schüler handele, die aus verschiedenen Gründen keine Lehrestelle gefunden hätten und deren Betreuung für die Shop-Betreiber mit zusätzlichem Aufwand verbunden sei. Die Viventa zeigt sich froh über die Zusammenarbeit mit den Shops. Viele Praktikanten könnten später im gleichen Betrieb eine Lehre machen.  

Dass Schulabgänger in einem Praktikum landen, erstaunt. Denn die Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen, standen lange nicht mehr so gut. Der Lehrstellenmangel, der noch Mitte der Nullerjahre herrschte, scheint vorüber. Viele Lehrstellen blieben unbesetzt. Dass Praktika und Brückenangebote trotzdem genutzt werden, liegt auch daran, dass die Ansprüche bei Lehrstellensuchenden, aber auch bei den Unternehmern gestiegen sind.  

«Chance zum Direkteinstieg muss geboten werden»

Bei den Betrieben beliebt sind ältere Schüler und solche mit Berufserfahrung. «Die Volksschule sollte eigentlich für eine Berufslehre qualifizieren», sagt Theo Ninck, Vorsteher des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes des Kantons Bern. «Aber für die Lehrbetriebe ist es verlockend, wenn die Lehrlinge noch besser ausgebildet und auch ein Jahr älter sind.» In Bern haben Praktika vor Lehrbeginn System. «Vorlehre» heisst das 10. Schuljahr mit integriertem Praktikum. Dass Schüler in der Vorlehre als billige Arbeitskräfte missbraucht werden, treffe höchstens auf Einzelfälle zu. «Schwarze Schafe gibt es immer», sagt Ninck.  

Er stellt aber fest, dass zunehmend Praktikanten eingestellt werden, die nicht wie in der Vorlehre noch eine Schule besuchen. Zum Beispiel in Kindertagesstätten oder im Gesundheitswesen. «Wir lehnen dies ab. Diesen jungen Leuten müsste die Chance zum Direkteinstieg in eine Berufslehre geboten werden», sagt Ninck.  

«Es kann nicht sein, dass SchülerInnen, bevor sie eine Lehre machen, in der sie ohnehin sehr wenig verdienen, auch noch ein Jahr Praktikum machen müssen.» 

Theo Ninck, Vorsteher des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes des Kantons Bern

Das Gleiche wünscht sich Gewerkschafterin Imboden für die Praktikanten im Detailhandel. «Es kann nicht sein, dass SchülerInnen, bevor sie eine Lehre machen, in der sie ohnehin sehr wenig verdienen, auch noch ein Jahr Praktikum machen müssen.»  

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kronrod 17.08.2015 14:18
    Highlight Highlight Als Jugendlicher hatte ich beim Coop 7.50 CHF / Stunde für Regale nachfüllen während den Sommerferien. Es erstaunt mich, dass die erwähnten Praktikanten nichts besseres finden. Wer deutsch kann und nicht auf den Kopf gefallen ist, sollte da eigentlich keine Probleme haben.

    Zumindest haben wir noch keine Zustände wie in Deutschland, wo unbezahlte Praktika selbst für Uni-Abgänger die Regel sind.
  • Sepp Doe 16.08.2015 22:56
    Highlight Highlight Wenn ein Praktikum länger als 2 Monate dauert, grenzt das an Sklaverei und Ausbeutung. Ein Armutszeugnis, dass dies in der reichen Schweiz möglich ist.
    Beispielsweise halten fast alle Kindertagesstätten Praktikanten für rund 800 Fr. pro Monat. Wenn das Jahr durch ist, kommen neue Praktikanten. Viele von den ausgebeuteten machen mehrere Jahre Praktika, in der Hoffnung doch eine Lehrstelle zu erhalten.
    • Alnothur 17.08.2015 12:27
      Highlight Highlight Wird denn jemand vom Staat dazu gezwungen, ein Jahr lang für knapp über 3 Franken pro Stunde zu arbeiten?
    • Sepp Doe 17.08.2015 19:52
      Highlight Highlight Gezwungen wird niemand, jedoch gibt es Leute mit einem Berufswunsch. Falls diese keine Lehrstelle finden hoffen sie durch ein Praktikum bessere Chancen zu haben. Bei einigen geht das auf, bei anderen auch nach mehreren Jahren Praktikum nicht.
  • niklausb 16.08.2015 22:11
    Highlight Highlight Was sind denn bei Praktikas übliche entlöhnungen?
    • Alnothur 17.08.2015 12:28
      Highlight Highlight Auf den Monat gerechnet normalerweise knapp über 1000.-. Sollte es ein Praktikum sein, für das vorherige abgeschlossene Ausbildungen vonnöten sind, entsprechend höher.
    • niklausb 17.08.2015 12:52
      Highlight Highlight Da wären wir also bei einer 42h Woche bei ca. 630.- im Monat wobei die Frage ist was da noch an Schichtzulagen hinzu kommt da diese Shops ja teilweise bis 0:00 offen sind
  • Lebovskitofski 16.08.2015 19:54
    Highlight Highlight als aushilfsverkäufer verdient man im coop pronto um 27.- die stunde am meisten!
    aperto: 22.60
    migros: 21.80
    mc donalds: 21.13
    sorry aber dieser beitrag ist völliger schwachsinn!
    lohnangaben aus eigenen einstellungsgesprächen.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.08.2015 20:50
      Highlight Highlight Praktikum ist nicht das Gleiche wie ein Aushilfsverkäufer
    • Lebovskitofski 17.08.2015 16:12
      Highlight Highlight @andre da stellst sich nur die frage wieso bei uns leute ohne lehre, teilweise direkt nach der 9. klasse auch zu diesem stundenlohn arbeiten. dass ein praktikum nicht das selbe ist da hast du vollkommen recht. bei uns wird allerdings jeder zu diesen konditionen angestellt
  • Tom Scherrer (1) 16.08.2015 19:43
    Highlight Highlight Lehrlinge sind besonners geschützt. Kanton schule und eltern unterschreiben einen vertrag. Praktikum ist ein leider wirksames mittel, die lohnkosten tief zu halten und den strengen auflagen eines lehrvertrag zu umschiffen. Eigentlich stört die profitiorienrierte motivation zur schaffung einer praktikumsstelle und profietorientierung lasst sich daraus schliessen, dass es über 3 monate gehen kann. Also einfach pfui daibl :(( und ich spreche nicht einmal den verlust einer normalen stelle an. - so, ich habe fertig.
  • Chlinae_Tigaer 16.08.2015 18:29
    Highlight Highlight Also 30.- / Arbeitstag macht 150.- die Woche, macht 600.- im Monat.

    Wir haben damals als Lehrlinge im 1. Lehrjahr grad mal 450.- / Monat bekommen.

    Also für 15/ 16 -jährige finde ich 600.- genug.

    Zumal man ihnen die Chance gibt, sich im Arbeitsmarkt zu bewähren.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.08.2015 20:51
      Highlight Highlight Es ist keine Lehre wo man 1-2 Tage in der Schule ist und der Arbeitgeber eine Ausbildungspflicht zuberfüllen hat, sondern nur ein Praktikum.
    • Chlinae_Tigaer 16.08.2015 22:15
      Highlight Highlight @p4trick

      Kleines, hast dir eben ne Medaille verdient.

      "Bester Trollversuch des Jahres."

      Gratulation.


      @andre

      Eigentlich sind 600.- viel zu viel, da es ja "nur" ein Praktikum ist.

      200.- täten's auch.
    • Chlinae_Tigaer 17.08.2015 05:05
      Highlight Highlight @p4trick

      Zitat; Eine Lehre ist ein Teil einer Ausbildung... Zitatende.

      Eine Lehre IST eine Ausbildung.

      Da du ganz offensichtlich noch nicht mal das weißt, scheinst du noch keine solche zu haben.

      Lern... und dann wenn mal was kannst, darfst dich wieder melden.

      Und noch ein Tip mit auf den Weg an dessen Anfang du stehst.; Übe dich in Anstand und Respekt andern gegenüber.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie Brown 16.08.2015 18:05
    Highlight Highlight Das ganze ist einmal mehr ein wenig komplexer, als es auf den ersten Blick scheint, zumindest aus meiner Sicht.

    Jungen Menschen ohne Lehrstelle ein Chance im Arbeitsalltag bieten: Finde ich gut!

    Dumpinglöhne: Finde ich nicht gut!

    Teenies besser bezahlen als Ausgelernte in gewissen Berufen: Finde ich aber auch nicht gut.

    Prontoshops als Lehrbetriebe pushen: Finde ich auch nicht gut. Ich will niemandem zu nahe treten, aber für eine Berufslehre biete diese Art von Betrieb einfach zu wenig, für ein Prakti gehts eher.

    Fazit: Unter gewissen regulatorischen Umständen kann ich das befürworten.
  • Frausowieso 16.08.2015 17:09
    Highlight Highlight Man kann die Praktikumsstellen auch streichen. Dann haben die Jugendlichen einfach gar keinen Job. Bei uns (kein Verkauf) sind Praktika zusätzliche Stellen (via IV und RAV). Wir brauchen sie nicht zwingend. Es ist ein soziales Projekt von uns. Ich denke, dass man froh sein kann, dass es diese Stellen gibt. Jugendliche sind oftmals etwas schwieriger. Unpünktlichkeit, mangelndes Pflichtbewusstsein, Faulheit etc sind immer wieder Themen. Im Praktikum können sie sich auf die Arbeitswelt vorbereiten und lernen, was die Eltern ihnen nicht beigebracht haben.
  • Drobserver 16.08.2015 16:56
    Highlight Highlight Das ist einfach nur Ausbeutung. Jeder der arbeitet hat das Recht auf gerechte Entlöhnung! Fr. 3.75 sind beschämend.
  • Surri 16.08.2015 14:17
    Highlight Highlight Wir sind och selbst Schuld an diesen Auswüchsen im Verkauf!
    Wir mit unserem Konsumverhalten und unserer Geiz ist geil Mentalität...
    • atomschlaf 16.08.2015 15:27
      Highlight Highlight @Surri: Sorry, aber mit Geiz ist geil hat das gar nix zu tun. Coop Pronto Shops sind nämlich nicht speziell billig. Die meiste Ware kostet gleichviel wie im Coop oder sogar etwas mehr.
    • Surri 16.08.2015 16:25
      Highlight Highlight Da hast du sicher recht, ich meine auch eher den Unterschied zwischen dem schweizer Detailhandel und der EU. Wir möchten Preise wie in Deutschland aber unsere hohen Löhne möchten wir behalten, das ist leider nur zum Teil möglich auf kosten des Personals. Für 100 Stellenprozent, 3 Stellen a 25% und 2 Praktika :-) Am besten noch Arbeit auf Abruf...
    • Philipp Burri 17.08.2015 10:42
      Highlight Highlight @Surri: Die schöne Mär von den hohen Löhnen. Die Lohnkosten machen wenn's hoch kommt einen Drittel der Marge aus. Der Rest ist Gier. Wir könnten mit unseren Löhnen 10-20% teurer sein als Deutschland und keiner sagt was.. aber sicher nicht 50-150%.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Host 16.08.2015 13:34
    Highlight Highlight Diejenigen Schüler, die nach der Schule ein Praktikum im Detailhandel machen, sind wohl nicht die stärksten. Meistens stehen sie dann vor der Wahl ob Prakti oder gar nix. Nach einem Prakti kann die Person nachweisen, dass sie arbeiten kann und hat somit seine Chancen auf dem Lehrstellenmarkt verbessert. Der magere Lohn ist also nicht das einzige was sie erhält.
    Die Betriebe sollten aber eine qualitative Begleitung sicherstellen können. Mit zuständigen Mitarbeitern inkl. zusätzlichen Stellenprozenten, nicht über 6 Monate sowie einem Praktikumskonzept. Dann kann es für beide von Vorteil sein.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.08.2015 14:16
      Highlight Highlight Ein Praktikum als Strassenwischer, Reiningungskraft und auch in dieser Art Detailhandel ist ja nur ein Einfüllen von Regalen und Bedienen der Kasse. Wer das nicht kann, würde eh nie eine Berufsschule bestehen können. Ist nicht bös gemeint.
    • Tsunami90 16.08.2015 14:52
      Highlight Highlight Eigentlich sollte die Lehre den Nachweis erbringen, dass man arbeiten kann....
    • niklausb 16.08.2015 15:08
      Highlight Highlight in der Lehre lernt man das Handwerk das arbeiten lernt man erst danach so ist es zumindest mir gegangen. Wenn also in einem Praktikum schon vor der Lehre arbeitn gelernt wird achadet das sicher nicht und wenn dazu auch noch ein wenig Geld dabei rauskommt ist das doch gut. Als Lehrling verdient man auch fast nichts daher sehe ich das nicht so eng.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 16.08.2015 13:08
    Highlight Highlight ich frage mich, ob es für solche jobs wie regaleinfüllen tatsächlich ein praktikum braucht.
    • Luesae 16.08.2015 13:27
      Highlight Highlight FiFo-Prinzip
  • Blutgruppe 16.08.2015 12:03
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob die Mindestlohninitiative hier auch gegriffen hätte. Doch sie wäre zumindest mal ein Zeichen gewesen gegen solches Lohndumping und diese Ausbeutung übelster Sorte.
    Doch natürlich mussten wir leicht zu manipulierende Schweizer sie ablehnen, wie so oft bei den besten Initiativen wurde unsere "Meinung" von einer millionenschweren Nein-Kampagne der Wirtschaft geformt.
    • atomschlaf 16.08.2015 13:10
      Highlight Highlight @Blutgruppe: Vermutlich nicht. Jedenfalls war dort ausdrücklich vorgesehen, dass der Bundesrat für "besondere Arbeitsverhältnisse" Ausnahmeregelungen vorsehen kann. AFAIK waren damit u.a. Praktika gemeint.
  • Simon Wasabi 16.08.2015 12:00
    Highlight Highlight Klar. Die Löhne sind zu tuef angesetzt. Aber anders betrachtet finde ich es nicht schlimm. In einer Lehre verdient man oft auch nicht mehr. Bei mir waren es im ersten Jahr ca. 2.80/h. Viele brechen Lehren ab, weil sie den Beruf dich nicht so mögen wie erwartet und starten dann was anderes. So sind schnell 5 6 oder 7 Jahre vergangen. 5 6 oder 7 Jahre mit "Hungerlögnen (Lehrlingslöhnen). Wenn die PraktikantInnen so jedoch die Lehre starten nach dem Praktikum werden sie diese wohl auch zu Ende bringen. Die kennen ja die Aufgaben und den Beruf. Und sind so dann unterm strich früher am verdienen.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.08.2015 14:19
      Highlight Highlight Wer eine Lehre abbricht weil ihm der Beruf nicht gefällt, anstatt sie durchzuziehen ist meiner Meinung nach ein Idiot. Sobald er die Lehre nämlich hat, kann er immer noch eine zweite Verkürzt machen und braucht unter dem Strich sogar weniger lang.
  • El Schnee 16.08.2015 12:00
    Highlight Highlight Ausbeutung findet auch in IV-Integrationsbetrieben statt: Ich (mit FH-Abschluss) habe für etwa 7.–/h (Anfangslohn 5.–, selbst wenn man die IV-Rente einbezieht sind es nur etwa 11.–) in einem Hotel als Zimmermädchen gearbeitet. Die Arbeit die dort durch psychisch beeinträchtigte Frauen geleistet wurde, war qualitativ gegenüber 'normalen' Arbeitnehmern ebenbürtig, auch die Zahl der Absenzen. Ausgerechnet Menschen mit meist geschwächtem Selbstwertgefühl bringt man so zum Ausdruck, dass sie nichts wert sind. Aber man verschreibt ihnen dann ein teures Medikament gegen Depressionen.
  • Tilia 16.08.2015 11:12
    Highlight Highlight ich beobachte einen ziemlichen wandel in den letzten 10 jahren. heute dauert eine grundausbildung gut und gerne 5 jahre. die schüler kommen mit enorm schlechten noten aus der oberstufe und finden kaum lehrstellen. die brückenangebote boomen regelrecht. die jugendlichen müssen dann praktikas und vorlehren machen um das defizit aufzuholen. praktikas sind ganz klar eine möglichkeit für firmen billige arbeitskräfte zu generieren. warum soll ein jugendlicher erst 1 jahr praktikum machen und dann im selben betrieb die lehre beginnen? der arbeitgeber könnte ihn gleich als lehrling anstellen. was mich beeindruckt ist die massive zunahme der praktika in relativ kurzer zeit. woran liegst? kinder scheinen in der schule zu wenig vorbereitet zu sein. meine persönliche diagnose: die eltern unterstützen die kinder immer weniger in der schulbildung und überlassen alles der schule....die schule ist nicht in der lage für jeden eine massgeschneiderte zukunft zu formen.
    • atomschlaf 16.08.2015 11:56
      Highlight Highlight @Tilia: Schon mal überlegt, weshalb die Schüler heute mit schlechten Noten aus der Oberstufe kommen?
      Früher wurden die schwächsten Schüler separat in Kleinklassen unterrichtet, in den normalen Klassen konnte geordneter Unterricht stattfinden.
      Heute glaubt man ja gemäss sozialistischer Gleichmacher-Ideologie, man müsse alle Schüler in die gleiche Klasse stecken. Entsprechend muss für die Schwächsten unverhältnismässig viel Zeit aufgewendet werden. Die stärkeren Schüler beginnen sich zu langweilen, das Niveau sinkt und sinkt...
    • stadtzuercher 16.08.2015 13:10
      Highlight Highlight atomschlaf, es sind aber nicht die stärkeren schüler, die keine jobs finden. es sind weiterhin die schwächsten. deine argumentation zieht hier nicht wirklich.
    • Tilia 16.08.2015 17:35
      Highlight Highlight seh ich anders. mein stuefsohn war in einer kleinklasse aber auch das bringt wenig da die eltern die kinder nicht oder zu wenig unterstützen. oft weil die eltern kein deutsch können. heisst nicht dass sie ungebildet sind sondern die sprachbarriere und unkenntnisse des schulsystems. ich betreue selber jugendliche und lehrlinge. die problematik ist vielschichtig. was ich aber weiss ist, dass diese praktikas eine sauerei und ausbeuterei sind.
  • lily.mcbean 16.08.2015 10:45
    Highlight Highlight Als ehemalige coop mitarbeiterin sag ich: kinder geht da keine lehre machen!! in den läden die ich kenne waren lehrlinge nur lückenfüller. die hatten bei uns nicht einmal eine lehrlingsbetreuerin und einige sassen einfach 2 jahre lang an der kasse. coop ist allgemein als arbeitgeber nicht zu empfehlen
  • boeserkeinohrhase 16.08.2015 10:13
    Highlight Highlight Ach was in Kitas wird ja noch weniger gezahlt. Als wäre coop der einzige. Das ist nur die spitze des eisbergs.
  • Hayek1902 16.08.2015 08:20
    Highlight Highlight "Denn die Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen, standen lange nicht mehr so gut. " um es mal nett auszudrücken: die, welche im 10. schuljahr sind, sind ja nicht die herausrahensten schüler gewesen. jobs werden aber immer komplizierter. von dem her wird es immer einfacher für mittelgute und gute schüler, eine lehrstelle zu finden, aber nicht für die schwachen praktika finde ich deshalb gut, aber länger als 6 monate pro arbeitsstelle scheint mir unnötig
    • MyAnusIsBleeding 16.08.2015 13:25
      Highlight Highlight "die, welche im 10. schuljahr sind, sind ja nicht die herausrahensten schüler gewesen"

      Öhm, da bin ich jetzt mit Dir überhaupt nicht einverstanden. Ich weiss ja nicht wie's heute aussieht, aber zu meiner Zeit 1998, ja, bin ein alter Sack, hatte es vielleicht 2-3 schwache Schüler in unserer Klasse. Der Rest fand entweder keine Lehrstelle, wenn doch, dann erst im nächsten Jahr, oder man wusste immer noch nicht wirklich, was für ein Beruf einen intressierte.
      Schlussendlich spaltete sich unsere Gruppe in Kindergärtnerinen, Schneider, KV mit BMS, Pfleger, Bäcker-Konditoren, Elektronikern etc. auf.
    • Oban 16.08.2015 17:14
      Highlight Highlight Ging mir in etwa änlich, 17 Schüler/innen im Jahr 1997, 5 Davon (inkl. ich) hatten eine Lehre. Ich war dabei nicht gerade der beste Schüler in der Gruppe, der Rest ging dann ins 10.Schuljahr, darunter auch die drei Klassenbesten, die halt Berufsvorstellung hatten, die sie ohne das 10.Schuljahr sich nicht erfüllen konnten.
  • JayG 16.08.2015 05:49
    Highlight Highlight So schlecht ist das doch nicht. Die Jugendlichen verdienen einen Batzen dazu und lernen fürs Leben. Andernorts müssen sie dafür zahlen um etwas zu lernen. Diesen Jugendlichen einen vollen Lohn zu geben wäre kontraproduktiv. Warum sollten sie eine Lehre machen, wenn sie ohne gleich viel verdienen? So ein Job soll nur für eine befristete Zeit sein. Deshalb muss der Lohn tief angesetzt sein. Allenfalls könnte man darüber reden, dass das eingesparte Geld vom Betrieb in einen Fonds einbezahlt werden müsste. Diese Mittel könnten dann für allgemeine Bildungsprojekte für Jugendliche verwendet werden.
    • Don Huber 16.08.2015 07:01
      Highlight Highlight CHF 3.75 in der Stunde ? Die könnten mich mal. Dann würde ich lieber illegale Geschäfte machen in den Ferien als für CHF 3.75 für ein Grosskonzern 8 Stunden zu arbeiten. Hätte ich Kinder würde ich ihnen das vorschlagen.
    • Oban 16.08.2015 07:46
      Highlight Highlight Ich verstehe ja das es bei einigen Berufen absolut Sinn macht, diese via Praktika zu "testen". Mir ist aber nicht klar, welchen Sinn das ergibt in einem Coop Pronto für 3.75 die Stunde. (Erzieherin ja, Regale auffüllen im Coop Pronto nein)
      Gerade auch deshalb, weil vom Detailhandel her kommt, diese Shops schaffen Arbeitsplatze. Dies ist auch auch ein Argument für die liberalisierung der Öffnungszeiten. Die Realität sieht anders aus, statt Teilzeit/Vollzeitjobs werden hier sinnlose Praktikastellen geschaffen, die eigendlich nur das Ziel haben, billige Arbeitskräfte befristet anzustellen. Wenn wir so weitermachen haben wir bald Verhältnisse wie in DE. Da leben Menschen von Praktika zu Praktika, die im Alter von 30 Jahren noch nie eine Festanstellung hatten und dann zu Überschuldet zum Sozialfall werden.
    • JayG 16.08.2015 07:55
      Highlight Highlight Kriminelle kann man mit so einem Angebot natürlich nicht erreichen. Das ist ja klar. Quizfrage: Wem wird ein Lehrmeister eher eine Ausbildung anbieten, dem Praktikanten, der sich nicht zu schade war, sich für eine beschränkte Zeit auch für wenig Geld einzusetzen oder dem, der wegen seinen illegalen Geschäften mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist?
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