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Das will die Armee gegen das Durchfall- und Erbrechen-Problem tun



Verdorbene Lebensmittel lösten den Durchfall bei 91 Rekruten in Sitten aus. Mittlerweile sind alle wieder eingerückt. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE

Im Juli waren in den Kasernen von Jassbach BE, Bière VD und Sion VS zahlreiche Militärangehörige an Erbrechen und Durchfall erkrankt. In der Zwischenzeit hat die Armee in den zwei ausstehenden Fällen die Ursache klären können.

Neuste Erkenntnissen des Lebensmittelhygiene-Inspektorats der Armee zeigen, dass in Jassbach der Nudelsalat mit Bakterien belastet war, was zu Lebensmittelvergiftungen geführt haben könnte, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag mitteilte.

Auch in Sitten scheint die Ursache gefunden: So wurde eine Verkeimung des Wassers in einem Reinigungsschlauch der Küche festgestellt. Für die Durchfallerkrankungen in Bière stand der Auslöser bereits fest: verdorbener Salat.

Anfang Juli mussten rund 50 Soldaten der Kaserne Jassbach im Berner Emmental mit schwerem Durchfall und Erbrechen ins Spital, insgesamt litten 69 Personen an den Symptomen. Einige Tage später kämpften 70 Armeeangehörige auf dem Waffenplatz in Bière VD mit Magen-Darm-Problemen. Ende Juli erkrankten schliesslich 92 Rekruten in der Militärkaserne in Sitten an Durchfall.

Die Untersuchungen zu den Vorfällen sind noch im Gange. Als Sofortmassnahme habe die Armee in allen Kasernen darauf hingewiesen, dass die «Just in Time»-Produktion angewendet und auf das Aufwärmen von Speisen bei hohen Temperaturen verzichtet werden soll. Der Lieferant des mit Bakterien belasteten Fertigsalats in Bière habe seine Hygieneprozesse überprüft und korrigiert.

Zudem seien Desinfektionsmassnahmen und vermehrte Kontrollen angeordnet worden. Ferner werde ab sofort der Fokus im Grundausbildungsdienst vertiefter auf die Kenntnisse bei der Wareneingangskontrolle, der Kochtemperaturen und des Abkühlungsprozesses gelegt. (aeg/sda)

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