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Werden Minidrohnen die neuen Kundschafter der Schweizer Armee?



Die Armee prüft den Kauf von Mini-Drohnen für die Infanterie. Diese könnten zur Luftaufklärung im Nahbereich eingesetzt werden. Armasuisse bestätigte am Samstag eine entsprechende Meldung der Zeitung «Blick».

Derzeit werde ein erster Projektauftrag formuliert, sagte Armasuisse-Kommunikationsleiter Kaj-Gunnar Sievert. Auch Testversuche mit verschiedenen gemieteten Modellen sind vorgesehen. Armasuisse ist die Rüstungsstelle des Bundes.

8 Millionen Franken

Ein Kauf sei für 2019/2020 geplant. Das Budget für den ganzen Prozess inklusive Kauf belaufe sich auf 8 Millionen Franken. Sievert betonte, es sei noch kein Entscheid darüber gefällt worden, ob die Drohnen überhaupt gekauft werden.

Die Infanterie könnte Mini-Drohnen einsetzen, um das Umfeld aus der Luft zu erkunden und feindliche Truppen auszuspähen. So könnte eine Mini-Drohne zum Beispiel hinter die nächste Häuserzeile oder über einen Hügelkamm blicken. Wie lange, wie hoch oder wie weit eine Schweizer Mini-Drohne dereinst fliegen müsste, werde noch abgeklärt, sagte Sievert.

Start aus der Hand möglich

Raven Drohne US-Militär

Ein US-Soldat startet eine sogenannte «Raven-Drohne» im Irak. PD-USGOV

Mini-Drohnen gibt es in verschiedenen Modellen. Sie können aussehen wie ein Mini-Helikopter oder ein kleines Flugzeug. Viele – etwa das bekannte US-Modell «Raven» – können von einem Soldaten direkt aus der Hand heraus gestartet werden. Dies ist einem Faktenblatt der US-Luftwaffe zu entnehmen.

«Raven» hat die Form eines Flugzeugs. Die Flügel haben eine Spannweite von 1.4 Metern. Die 1.9 Kilogramm leichte Drohne ist unter anderem mit einer Infrarot-Kamera ausgestattet für die Aufklärung in der Nacht.

Sie hat eine Reichweite von bis zu 12 Kilometern bei einer maximalen Höhe von 152 Metern ab Boden und kann bis zu 90 Minuten in der Luft bleiben. Die US-Armee setzte «Raven» gemäss Faktenblatt unter anderem in Kämpfen im Irak und in Afghanistan ein. (lhr/sda)

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