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Nach US-Besuch: Fragen zu F-35 Beschaffung bleiben offen

epa12537594 US Air Force's F-35 fighter jet performs a flying display during the Dubai Airshow 2025 at the Dubai World Central (DWC), also known as Al Maktoum International Airport, in Jebel Ali, ...
Neben den F-35-Kampfjets seien die NATO und die militärische Zusammenarbeit zwischen den USA und der Schweiz besprochen.Bild: keystone

Nach US-Besuch: Zahlreiche Fragen zu F-35-Beschaffung bleiben offen

27.02.2026, 12:2524.03.2026, 10:17

Nach dem Besuch des Staatssekretär für Sicherheitspolitik, Markus Mäder, in Washington am Mittwoch bleiben zahlreiche Fragen zur Beschaffung der F-35-Kampfjets offen. Eine mögliche Kooperation zwischen den USA und anderen europäischen F-35-Käufern werde geprüft.

Eine Zusammenarbeit wäre zum Beispiel bei der Wartung möglich. Denn andere europäische Länder, welche über die gleichen Kampfflugzeuge verfügen, seien mit ähnlichen Fragen konfrontiert, teilte Mäder am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Mit der Industrie hätten jedoch keine Gespräche stattgefunden. Auch die Anzahl der zu beschaffenden Flugzeuge sei nicht besprochen worden.

Während seines Besuchs traf Mäder unter anderem David A. Baker, stellvertretenden Unterstaatssekretär für europäische Politik und NATO-Angelegenheiten, sowie Elbridge A. Colby, Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium.

Mäder sprach von «offenen» und «konstruktiven» Gesprächen. Neben den F-35-Kampfjets seien die NATO und die militärische Zusammenarbeit zwischen den USA und der Schweiz besprochen. Der Staatssekretär betonte, dass die Vereinigten Staaten für die Schweiz in sicherheitspolitischer Hinsicht ein wichtiger Partner seien und bleiben würden.

Die Treffen des Staatssekretärs mit seinen Amtskollegen hätten zu einem besseren Verständnis der jeweiligen sicherheitspolitischen Ansätze beigetragen und die Möglichkeit geboten, über den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit zu diskutieren, sagte Mäder.

Er erwähnte auch die aktuellen Entwicklungen in der NATO, da diese Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und damit auf das strategische Umfeld der Schweiz haben. Seiner Meinung nach profitiere die Sicherheit der Schweiz von einem «starken und funktionsfähigen» Bündnis. Mäder möchte insbesondere die Zusammenarbeit mit der NATO intensivieren.

Konkretere Elemente seien im Hinblick auf die militärische Zusammenarbeit diskutiert worden. In Washington habe die Schweiz über das Verhandlungsmandat für den Austausch von Flugpositionsdaten informiert, das der Bundesrat am 11. Februar beschlossen hatte. Die Eidgenossenschaft möchte Verhandlungen führen, um die Zusammenarbeit im Bereich der Sensor- und Luftlagedaten zu vertiefen. (sda)

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72 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rainer Z. Ufall
27.02.2026 13:21registriert November 2025
Ohne Witz, jeder Gebrauchtwagenhändler verhandelt besser als die hochdekorierte CH-Delegation.
Die wichtigste Regel bei solchen Verhandlungen: Man sollte jederzeit bereit sein aufzustehen und die Ware anderswo zu kaufen.
Die Schweiz lässt sich von den Amis veräppeln und über den Tisch ziehen, nur weil niemand sich öffentlich eingestehen will, dass der F-35 Kauf bereits jetzt ein komplettes finanzielles und politisches Fiasko ist.
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Lil Buoy aka Yung Speedo
27.02.2026 12:53registriert März 2020
Die einzige Frage, die sich stellt ist: „Wie können wir den Kaufvertrag auflösen?“.

Oder wie lange wollen wir uns noch von diesem Land und seiner Rüstungsindustrie gängeln lassen, bis wir endlich Rückgrat entwickeln?
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DerUhu
27.02.2026 13:00registriert Dezember 2019
Die wichtigste Frage ist tatsächlich unbeantwortet, warum wir so enorm unfähige Leute in so wichtigen Positionen haben: F-35 immer noch nicht storniert, bei Patriot eiert man auch rum trotz Alternative und als Sahnehäubchen noch selbstschiessende P320-Pistolen von den FSA kaufen.
Auch wenn diese Produkte einwandfrei funktionieren, lieferbar und preislich vertretbar wären ist es mehr als dämlich sich bei so vielen Systemen den Amis an den Hals zu werfen. Am Schluss jammert FDP/SVP wegen unseren Rüstungsfirmen. Aber kein Wunder kaufen weniger EU-Staaten bei uns wenn wir alles aus den USA holen.
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