Schweiz
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Fanny Chollet, the first female fighter pilot of the Swiss air force poses in front of a F/A-18 Hornet fighter jet after a press conference at the Swiss army airbase in Payerne, Tuesday, February 19, 2019. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Fanny Chollet ist die erste Schweizer F/A-18-Pilotin. Bild: KEYSTONE

Frauen an die Spitze der Armee – die Diskussion um Kompetenzen ist neu lanciert

Auf den Aufruf von Bundesrätin Viola Amherd hat eine Frau reagiert. Ist es realistisch, dass tatsächlich eine Frau das Rennen macht? Vorderhand sagt niemand offen, dass die Chancen schlecht stehen. Die Zahlen geben aber eine eigene Antwort.

Anna Wanner / ch media



Und prompt fühlte sich eine Armeeangehörige angesprochen: Als Bundesrätin Viola Amherd vor zwei Tagen erklärte, sie suche explizit auch eine Frau für den frei gewordenen Posten Chef der Armee, reagierte EVP-Politikerin Christina Hiltbrunner auf Twitter: «Ich fürchte, die suchen mich!»

Die Gemeinderätin von Rüeggisberg BE erfüllt wichtige Anforderungen, wie sie auf Anfrage sagt. Sie kennt die Armee aus eigener Erfahrung, sie hat die Rekrutenschule absolviert und sich zum Rang eines Wachtmeisters hochgearbeitet. Sie leitet seit zehn Jahren grössere Teams und verfügt als Pflegefachfrau über hohe Sozialkompetenz. Hiltbrunner ist Pilotin und spricht als geborene Bündnerin alle vier Landessprachen. Zwar hat sie den Tweet aus Jux abgesetzt, wie sie sagt. Doch Hiltbrunner sagt, eine Frau an der Spitze würde der Armee «guttun». Sie selbst habe die Armee zwar sehr frauenfreundlich erlebt. Im Führungsstil würden sich Mann und Frau aber doch stark unterscheiden.

Wenige Frauen im hohen Kader

Viola Amherd hat mit ihrer Stellenausschreibung die Frauenfrage neu geöffnet. Ist es aber realistisch, dass tatsächlich eine Frau das Rennen macht? Dass unter der ersten Verteidigungsministerin der Schweiz erstmals auch eine Frau die Armee führt?

Vorderhand sagt niemand offen, dass die Chancen schlecht stehen. Die Zahlen geben aber eine eigene Antwort. In den letzten Jahren wuchs der Anteil Frauen in der Armee. 2017 engagierten sich 929 Frauen aktiv, 54 mehr als im Vorjahr, fast 100 mehr als noch 2015. Von 929 Frauen sind 289 im Grad eines Offiziers. Das sind zwar verhältnismässig deutlich mehr als bei den Männern. Doch die Ausgangslage ist unterschiedlich: Frauen melden sich freiwillig bei der Armee. Der Wunsch, Karriere zu machen, ist also ungleich grösser. Dennoch: Die Armee zählt über 120'000 Angehörige, 929 davon sind Frauen.

Und trotzdem dringen Frauen in Männerdomänen vor. Im Februar schloss die 28-jährige Waadtländerin Fanny Chollet die Ausbildung auf dem F/A-18 ab und ist seither die erste Kampfjet-Pilotin der Schweiz. Viola Amherd leitet als erste Frau das Verteidigungsdepartement. Eine Frau an der Spitze der Armee müsste möglich sein.

Viola Amherd zum Rücktritt ihres Armeechefs

Bundesrätin Viola Amherd bedauert den Rücktritt ihres Armeechefs. Video: © sda-Video

Wer erfüllt die Voraussetzung?

Dennoch: Bis nach oben schafften es bisher nur wenige Frauen. Eine, um konkret zu sein. Ihr Name fällt denn auch immer und immer wieder, wenn es um mögliche Nachfolger des abtretenden Chefs Philippe Rebord geht: Brigadier Germaine Seewer, Kommandant Führungsunterstützungsbrigade 41. Der bald 55-jährigen Berufsoffizierin werden von allen Seiten die «nötigen Voraussetzungen» für den frei werdenden Posten zugesprochen. Ob sie den Sprung schafft?

Die Sicherheitspolitiker hüten sich davor, Namen zu nennen oder Tipps abzugeben. Trotzdem lassen sich unter ihnen zwei Lager ausmachen: Auf der einen Seite stehen jene, die wie Christina Hiltbrunner finden, die Zeit sei reif für eine Frau an der Spitze der Armee. Die Zürcher Nationalrätin Rosmarie Quadranti (BDP) hat selber Militärdienst geleistet und sagt: «Viele gute Frauen nehmen militärische Kaderpositionen ein. Sie sind kompetent genug für diese Aufgabe.»

Gerade in starren Hierarchien schafften es oft nicht die besten nach oben. Quadranti spricht deshalb von einer «Chance», der Armee eine positive Ausstrahlung zu verleihen. Zudem traue sie es einer Frau eher zu, Tabus anzusprechen, verkrustete Strukturen aufzubrechen und vor allem die Herausforderungen der Zukunft endlich anzugehen und zu meistern. Priska Seiler Graf (SP, ZH) spricht von einer «positiven Dynamik» für das «männlich dominierte System» der Armee. «Dadurch würde die Armee sicher auch für junge Frauen attraktiver.»

Auf der anderen Seite stehen Sicherheitspolitiker, welche die Frage etwas anders einschätzen: «Es gibt wahrscheinlich auch Frauen in der Armee, die sich für den Job qualifizieren», mutmasst SVP-Nationalrat Werner Salzmann (BE). «Wichtig ist aber allein, dass der Bundesrat die Person wählt, die am fähigsten ist – und zwar unabhängig vom Geschlecht.» Für FDP-Politikerin Corina Eichenberger (AG) ist die Zeit noch nicht reif: «Frauen sollen dieselben Chancen haben wie Männer.» Sie sagt, der nächste oder übernächste Chef der Armee könnte eine Frau sein. Dafür brauche es aber zunächst mehr Frauen im oberen Kader.

Das sagt Armeechef Philippe Rebord zu seinem Rücktritt

Der Chef der Schweizer Armee, Philippe Rebord tritt auf Ende Jahr vorzeitig zurück. Video: © sda-Video

Die Schweizer Armee präsentiert erste F/A-18-Pilotin

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Video: srf

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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Frangelico 07.04.2019 11:53
    Highlight Highlight Finde es Super.

    Die Weicheier von jungen Männern die nicht für ihre Heimat einstehen wollen sollten sich schämen.

  • TheDoctor 06.04.2019 21:11
    Highlight Highlight Also ich kenne Frauen, die bei der Armee arbeiten.
  • Matti_St 06.04.2019 18:32
    Highlight Highlight Wäre die Dienstpflicht seit ca. 30 Jahren für alle obligatorisch, hätten wir diese Diskussion nicht. Es gäbe genug Frauen an der Spitze und jeder, der denkt, Frauen taugen nicht dazu, wären eines besseren belehrt.
  • TanookiStormtrooper 06.04.2019 18:29
    Highlight Highlight Wenn man mehr Frauen in der Armee will, muss man die Wehrpflicht auch auf Frauen ausdehnen. Ein hoch auf die Gleichberechtigung.
  • Zauggovia 06.04.2019 15:54
    Highlight Highlight Der Job ist eh schon für Aldo Schellenberg oder H.-P. Walser reserviert, da ja Baumgartner aus dem Rennen ist.
  • HundBasil 06.04.2019 13:39
    Highlight Highlight Was soll das? Eine Frau an der Spitze der Armee? Geht überhaupt nicht!!! Männer müssen und Frsuen dürfen in die Armee. Darum gibt es x-fach mehr Soldaten als Soldatinnen. Und darum ist die Auswahl geeigneter Männer grösser als die Auswahl geeigneter Frauen.
    • DemonCore 06.04.2019 19:08
      Highlight Highlight Simple Arithmetik, aber oh-so patriarchalisch... Ich mach gleich eine Meldung bei der Gleichstellungskommission des Bundes!
    • DerTaran 06.04.2019 21:28
      Highlight Highlight Mir ist es egal ob Frau oder Mann, aber kompetent soll Er oder Sie sein. Solange es aber keine Wehrpflicht für Frauen gibt, wird es für Frauen eher schwer sein, zu beweisen, dass sie diese erbringen.
    • HundBasil 07.04.2019 09:25
      Highlight Highlight @DämonCore: das Einfache ist oft das Richtige.
  • Toerpe Zwerg 06.04.2019 13:08
    Highlight Highlight ❤ Fanny Chollet ❤
  • Ohniznachtisbett 06.04.2019 13:00
    Highlight Highlight Die Rechnung ist relativ simpel. Wenn nur 1% der AdA weiblich ist, kann es auch nicht viel mehr als 5% Frauen im oberen Kader haben. Ergo ist die Auswahl an potentiellen weiblichen CdA relativ deutlich eingeschränkt. Jetzt haben wir eine Verteidigungsministerin, da kann man gut einen Mann als CdA nehmen.
  • Militia 06.04.2019 12:47
    Highlight Highlight Bei 0,7% Frauenanteil ist es natürlich logisch, dass jetzt mehr Frauen in der Armee Karriere machen müssen. Nämlich auf 100 Männer genau 0,7. Merkt man denn nicht, dass man mit solchen Forderungen die Sache der Gleichberechtigung mit Füssen tritt?!
  • oliversum 06.04.2019 12:31
    Highlight Highlight Als würde sich überhaupt eine kompetente Person auf diesen Job bewerben. Kompetente Leute (m/f/d) machen Karriere in der Privatwirtschaft.
    • DemonCore 06.04.2019 12:50
      Highlight Highlight zB bei Raiffeisen, UBS. Ex-Bundesräte gehen gerne auch mal in die Bauwirtschaft.
    • Schlange12 06.04.2019 13:43
      Highlight Highlight @ DemonCore
      Mich hats vom stuhl gehauen als ich das gelesen hab. Punkt für Sie.
    • Linus Luchs 06.04.2019 14:17
      Highlight Highlight oliversum, dein Statement schliesst alle Personen aus, die hoch qualifizierte Leistungen erbringen in Behörden, an Gerichten, in gemeinnützigen Organisationen, an Universitäten, in der Kunst... Etwas sehr eng, dein Kompetenzbegriff.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdiB 06.04.2019 12:27
    Highlight Highlight Johanna von orleons war feldherrin als einzige frau in der frsnzösischen armee. Sie führte frankreich zum sieg. Klar da spielte viel aberglaube, doch bewies sie eine starke hand und kompetenz.
    Ich merke dass viele armeefans männer sind. Die abneigung gegenüber frauen in ranghohen posten, liegt wahrscheinlich an der unsicherheit und dem schammgefühl der dabei entsteht wenn eine frau besser abschneidet. Niemand muss sich unsicher fühlen. Und niemand lacht euch aus wenn ihr gegen eine frau unterliegt.
    • Sir Konterbier 06.04.2019 13:12
      Highlight Highlight Das Gegenteil ist der Fall, ich kann ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass Frauen in der Armee, die Leistung erbringen und nicht auf Frauenbonus zählen, respektive den Männern zeigen wo es langgeht, absolut respektiert und sehr geschätzt sind.

      Wenn sie Frauenbonus beanspruchen werden sie dafür nicht weit kommen.
    • Cédric Wermutstropfen 06.04.2019 20:39
      Highlight Highlight Ich mag Frauen im Allgemeinen sehr, aber ich war froh, dass wir keine bei uns hatten im Militär und bin froh, dass es auch jetzt in meinem gesamten Verband keine gibt, ausser vielleicht irgendwelche Bürojobs. Es verändert nämlich die ganze Gruppendynamik massiv wenn nur schon eine Frau dabei ist und zwar zum Schlechteren.
  • Zeit_Genosse 06.04.2019 12:05
    Highlight Highlight Wir mögen in Friedenszeiten leben (zum Glück), doch dieser Posten ist für eine Krisen-/Kriegszeit zu besetzen und nicht um Geschlechterpolitik zu treiben. Die fähigsten Personen gehören in die Selektion für diese Position. Basta.
    • Astrogator 06.04.2019 12:59
      Highlight Highlight Dann wird man jemanden ausserhalb der Armee finden müssen.
  • Carlo Meyer 06.04.2019 11:41
    Highlight Highlight Mit 1.69m und 52kg habe ich auch eine Füsilier-RS geschafft.
    Das können die meisten Frauen auch.
    • DemonCore 06.04.2019 11:52
      Highlight Highlight Grösse und Gewicht sind irrelevant. Muskelkraft und Resilienz (Schlafmangel, über die Leistungsgrenze gehen), für Kader Zeitplanung, analytische Fähigkeiten, sicheres Auftreten sind entscheidend.
    • Carlo Meyer 06.04.2019 12:41
      Highlight Highlight Eine Geburt und monatelang ein Schreibaby ist gegenüber dem Militärdienst ein Klacks?
    • DemonCore 06.04.2019 13:58
      Highlight Highlight Auf keinen Fall. Aber es sind zwei recht verschiedene Dinge.
  • derEchteElch 06.04.2019 11:31
    Highlight Highlight „Dafür brauche es aber zunächst mehr Frauen im oberen Kader.“

    Und das ist das Hauptproblem. Es gibt nicht (genug) Kandidatinnen aus dem oberen Kader, die wirklich in der Lage sind, eine Armee zu leiten. Und Wachtmeisterin zu sein ist wirklich nicht genug. Sorry liebe Christina..
    • AdiB 06.04.2019 12:05
      Highlight Highlight Darf ich dich fragen woher die annahme das es keine oder nicht genug kandidatinnen gibt für so einen posten gibt. Ich denke jede frau die freiwillig zur armee geht hat sich ein ziel gesätzt und ist sich der strapatzen bewusst. Sie leistet genau das selve wie jeder man in der armee also wieso sollte sie dann nicht die selben möglichkeiten haben?
    • derEchteElch 06.04.2019 12:59
      Highlight Highlight In der Armee gibt es eine Rangordnung. Diese verdient man sich durch Weiterbildung und dadurch, dass man Führungsqualitäten hat und diese auch beweist.

      3-Sterne Generäle:
      - Korpskommandant (Rang CdA)
      - Korpskommandanten (Op u. Ausb)
      2-Sterne Generäle:
      - Divisionäre (Kdt LBA, Heer, Lw, MP)
      1-Sterne Generäle:
      - Brigadiere (diverses)

      Es gibt eine einzige Brigadierin (im Artikel genannte) und sie ist nur ein 1-Sterne General. Die Lehrtochter bei Aldi wird auch nicht Geschäftsführerin, nur weil sie bei Aldi arbeitet. Sollte eigentlich klar sein. Keine Ahnung wieso du das überhaupt fragst.
    • Mülltonne 06.04.2019 14:06
      Highlight Highlight Und sie sollte vl noch den Generalstabs Lehrgang absolviert haben....

      Da kommen erst Personen ab Brigadier in Frage für den Posten und nur weil eine Frau die Rs absolviert hat heisst es nicht das sie die Führungsstruktur von der Armee versteht, mit was beschäftigt sich der Cda? Usw... Das ist im Schlamm robben wohl nicht die Priorität.
      Und es gibt gewisse Posten wo ich die Frau in der Armee sehe und welche wo ich sie weniger sehe.
  • FyRn4d4 06.04.2019 11:23
    Highlight Highlight Ich hatte im letzten WK das Vergnügen mit Brigadier Seewer Bekanntschaft zu machen. Würde es ihr definitv zu trauen. Allerdings fände ich es trotzdem befremdlich, wenn in einer "Firma" mit nicht mal 1% Frauenanteil eine Dame zum Chef erkoren würde.
    • AdiB 06.04.2019 11:58
      Highlight Highlight Wenn du die ehere hattest sie kennen zu lernen, kannst du doch sagen wie die truppen zu ihrer kompenz stehen und ob sie die durchsetzungkraft hat sie zu führen. Dies wäre ein interessanter input um sie einzuschätzen.
    • Alnothur 06.04.2019 20:14
      Highlight Highlight Wenn an das nicht hat, schafft man es nicht zum Brigadier, AdiB.
  • Turi 06.04.2019 11:19
    Highlight Highlight Solange nur Männer in den Dienst gezwungen werden, aufgrund ihres Geschlechs, haben Frauen an der Spitze der Armee schlicht nichts zu suchen. Ich finde diese feministische mediale Debatte langsam nur noch männerfeindlich und langweilig.
    • AdiB 06.04.2019 11:56
      Highlight Highlight Und einer wie du hat somit in einer armee nichts verloren. In der armee darf es kein er oder sie geben sondern ein wir muss es sein.
      Wenn eine frau der armee beitretet dan ist sie ein teil der armee und sollte die gleichen aufstiegsmöglichkeiten wie jeder andere haben. Eine armee mit deiner einstellung wie deine ist eher geschwächt durch solch ein denken als gestärkt. Denk mal darüber nach wieso alle gestrafft werden wenn einer scheisse baut. Dies sollte euch aufzeigen dass keiner von euch mehr oder weniger wert ist als der andere.
  • AdiB 06.04.2019 10:58
    Highlight Highlight In der armee darf es keine geschlechterfragen geben. Wer befördert wird sollte kompetent sein und die loyalität der truppen haben. Wenn jemand njr durch sein aufsteigt wird es im ernstfall schwer haben. Der respekt der truppen könnte nicht vorhanden sein und somit kein vertrauen. Man darf nicht den ernstfall ausser acht lassen, wenn man dies in einer armee tut dann kann man sie auch abschaffen.
    Wenn eine frau dass rennen macht und vielleicht von der kompetenz weniger gut ist als ein mann aber den grösseren rückhalt der truppen hat ist ihre beförderung legitim, gilt auch umgekehrt.
    • Turi 06.04.2019 11:20
      Highlight Highlight "In der armee darf es keine geschlechterfragen geben."

      AdiB, die Armee ist de facto eine einzige Geschlechterfrage. Hast du schon mal gehört, dass Frauen in den Dienst gezwungen werden?

      Bitte bei den Facts bleiben.
    • BossAC 06.04.2019 11:33
      Highlight Highlight Geinau mein Humor. Rückhalt/Loyalität der Truppe wird man allerhöchstens noch bis zum Hauptmann finden. Alles Höhere lässt sich in der Regel sowieso nur selten Blicken bzw. ist oft sogar Hauptverantwortlich, dass die Moral der Truppe sinkt, was oft auch mit ihren Profilierungsspielchen um aufzusteigen zusammenhängt.
    • AdiB 06.04.2019 11:43
      Highlight Highlight @turi, die schweizer armee ist der geschlechterfrage weit hintendrin. Auch ist die schweiz eines der wenigen ländern wo noch wehrpflicht gilt. Die meisten staaten haben nur noch eine profesionelle berufsarmee. Dies ist aber eine andere diskussion.
      Es gibt drittwelt.- und schwellenländer die da viel weiter sind. Dort gibts die frage nach dem geschlecht nicht. Z.bsp, die tante eines guten freundes ist majorin in der bosnischen armee, sie hat die volle unterstützung und den respekt der truppen. Klar sie hat vier jahre kriegserfahrung, doch bei ihrer beförderung gabs keine diskussionen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • goschi 06.04.2019 10:57
    Highlight Highlight Wenn ihr meinen beitrag schon nicht freischaltet, korrigiert doch wenigstens diesen Abschnitt!


    "Und trotzdem dringen Frauen in Männerdomänen vor. Im Februar schloss die 28-jährige Waadtländerin Fanny Chollet die Ausbildung auf dem F/A-18 ab und ist seither die erste Militärpilotin der Schweiz. "


    Fanny Chollet ist "nur" die erste Kampfjetpilotin der schweizer Armee.
    Jet-Trainer-Pilotin und vor allem hubschrauber-Pilotinnen haben wir seit den 90ern in der Schweiz.
  • Legume 06.04.2019 10:53
    Highlight Highlight unabhängig von quoten, werden gleichgestellte frauen zu männern in führenden positionen immer in schwierigen phasen, die besseren entscheidungen treffen. leider hat das der mann nocht nicht ganz realsiert.
    • Pümpernüssler 06.04.2019 11:15
      Highlight Highlight quelle?
    • Pasch 06.04.2019 11:52
      Highlight Highlight @Legume:
      Benutzer Bild
    • Legume 06.04.2019 12:00
      Highlight Highlight keine quellen und statistiken, wollte nur funny sein an diesem männerparty artikel 🎉🎊🎉🤘
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 06.04.2019 10:49
    Highlight Highlight Der Witz des Tages! Die Schweizer Armee hat mehr als 30 Brigadiers. Wenn man den CdA also wirklich aus dem erweiterten Kreis der Ein-Sterne-Generäle auswählen will, stehen die Chancen für Brigadier Seewer (inklusive der 18 Divisionäre und dem verbleibenden Korpskommandanten) also fairerweise 1 zu 50.

    Corina Eichenberger hat absolut recht, erst soll mal überhaupt eine Frau Divisionärin werden, bevor man weiter diskutieren kann.
  • Reudiger 06.04.2019 10:44
    Highlight Highlight Ironischerweise sind es die Leute, die am lautesten gegen Sexismus klagen, welche einen Positionsvorschlag basierend auf dem Geschlecht einer Person machen.

    Sorry aber wie bescheuert ist es eigentlich, bei einem Armeechefposten explizit nach einem Geschlecht zu filtern..

    Ich sage aber nicht, dass es nicht genügend kompetente Frauen gibt.
    • DemonCore 06.04.2019 10:53
      Highlight Highlight Es gibt einfach mindestens hundert mal so viele kompetente Männer. Schon aus statistischen Gründen sollte es ein Mann sein. Aber Statistik ist nicht cool bei der Gender-Elite.
    • Eine_win_ig 06.04.2019 11:15
      Highlight Highlight Und was wird wirklich eintscheiden? Der Wohnkanton des Generals...
      So ist es. Bei den Bundesräten, wie bei unseren Edelweissträgern. Ich denke, dass Br Seewer schon alleine keine Chance hat, da der abtretende CdA und BR Amherd beide Walliser sind. Ich tippe auf Walser (Appenzell) oder Dattrino (Tessin) aus diesem Aspekt.
  • BossAC 06.04.2019 10:40
    Highlight Highlight Wahrscheinlich stehe ich hier alleine da, aber ich bin wirklich der Meinung, dass wieder ein Mann diesen Posten übernehmen sollte. Nicht dass ich denke, dass eine Frau nicht kopetent genug wäre, aber es mutet einfach befremdlich an, solange es keine Wehrpflicht (oder zumindest mal Zivildienst) für Frauen gibt.
    • Cyman 06.04.2019 11:34
      Highlight Highlight Du stehst absolut nicht alleine da. Ich finde diese „Frauen müssen jetzt diese männerdominierte Armee-Welt erobern“-Diskussion so scheinheilig, wenn man einfach ausklammert, warum die Armee männernominiert ist - aus purem Zwang und Diskriminierung...
    • Vergugt 06.04.2019 11:41
      Highlight Highlight So viel zum Thema, dass es bei einer Stellenbesetzung um die Qualifikation und nicht um das Geschlecht gehen sollte...

      Momol, super emanzipiert und so!
  • therationalist 06.04.2019 10:38
    Highlight Highlight Wenn ein Stelleninserat explizit nach einem Handwerker sucht, gibts Kritik von allen Seiten. Aber hier ist es ok, öffentlich die Bevorzugung eines Geschlechts zuzugeben?

    Die Armee ist reif für eine Frau an der Spitze, aber die Frauen in der Armee sind es noch nicht. Zu wenige haben es durch den männlichen Kadersumpf in die oberen Ränge geschafft. Aber von unten eine Offizierin nach oben zu hiefen wird ihr eine ganz schwierige Ausgangslage verschaffen. Und kann dazu führen, dass sie für lange Zeit die letze CdA war. Es braucht noch ein oder zwei Beförderungswellen, bis es soweit sein sollte.
    • DemonCore 06.04.2019 10:59
      Highlight Highlight 'Zu wenige haben es durch den männlichen Kadersumpf in die oberen Ränge geschafft.' Aw, fast wollte ich den Kommentar herzen. Es sind nicht Männer die Frauen davon abhalten Karriere zu machen. Es gibt kaum Frauen in der Armee und noch weniger davon bestehen die Kaderschulen. Das sind nunmal die harten Fakten. Militärische Kaderschulen sind körperlich und mental sehr fordernd. Auch viele Männer kommen nicht durch.
    • Turi 06.04.2019 11:22
      Highlight Highlight Frauen fühlen sich diskriminiert, weil sie nicht in die Armee gezwungen werden, sondern freiwillig dürfen??

      Manche Ideologien und Ansichten hauen dem Fass wirklich den Boden raus.
    • therationalist 06.04.2019 11:51
      Highlight Highlight @DemonCore Das grundsätzliche Problem von zu wenig Frauen in der Armee besteht natürlich auch, da hast du recht. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass es nicht nur daran liegt. Alle Offizierinnen, die ich getroffen habe, werden meiner Meinung nach entweder zu kritisch oder zu wohlwollend (etwa 50/50), aber selten neutral nach Kompetenz beäugt. Beides führt in den oberen Rängen zu Gemauschel.
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  • DemonCore 06.04.2019 10:33
    Highlight Highlight Die Männer zwingen und einer der wenigen Frauen aus Gendergründen dann grosszügig den Chefposten zuschanzen. Der Frauenanteil in der Armee ist bei 1%. Passt.
  • Menel 06.04.2019 10:22
    Highlight Highlight Eine Kompetenzfrage; aber ich denke, da gibt es einige Frauen, die die nötigen Kompetenzen vorzuweisen haben; denn wenn man etwas freiwillig und aus Überzeugung tut, dann hängt man sich meist auch mehr rein.

    • road¦runner 06.04.2019 10:55
      Highlight Highlight Alles über dem Rang als Soldat ist freiwillig, auch wird niemand zum Chef Armee gezwungen, also...
    • cal1ban 06.04.2019 11:15
      Highlight Highlight Ihnen ist wohl fremd, dass Soldaten zum Wachtmeister gezwungen werden können. Klar kann man(n) noch in den Zivildienst wechseln. Schöne gerechte Schweiz.
    • Menel 06.04.2019 11:26
      Highlight Highlight Also zum Unteroffizier kann man schon noch gezwungen werden.

      Fragen sie mal meinen Bruder oder gleich Philipp Rebord:

      https://m.tagesanzeiger.ch/articles/5946cdd9ab5c375d26000001

      Eine Frau, die sich fürs Militär entscheidet, tut das von Anfang an aus Überzeugung. Damit will ich Männern überhaupt nicht Kompetenz und Engagement absprechen, im Gegenteil, sondern nur aufzeigen, dass die bei den Frauen nicht minder vorliegen.
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