Schweiz
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Donald Trump

Weckt Ängste: Donald Trump. Bild: shutterstock.com

Die Menschen in der Schweiz fühlen sich sicher – aber Trump macht ihnen Angst



Seit über 20 Jahren nimmt die «Sicherheit»-Studie der ETH der Schweiz den Puls. Was treibt die Menschen im Land um? Die wichtigsten Erkenntnisse der neusten Umfrage:

Wirtschaftsentwicklung stimmt optimistisch

Die grosse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer fühlt sich nach wie vor sicher und blickt optimistisch in die Zukunft. Gründe sind das politische System und die gute Wirtschaftsentwicklung. Doch gerade die Wirtschaft weckt auch Ängste.

Als häufigster Grund für eine pessimistische Einschätzung wird gemäss einer Umfrage die Angst vor einer Zunahme wirtschaftlicher Probleme genannt, gefolgt von der Migrationsproblematik und der politischen Lage. Angst vor Gewalt, Sorge um die Sozialwerke und das Klima wurden vergleichsweise selten genannt.

Schweizer fühlen sich sicher

95 Prozent der Befragten gaben an, sich im Allgemeinen sicher zu fühlen. 90 Prozent fühlen sich auch dann sicher, wenn sie nachts alleine in ihrer Wohngegend unterwegs sind. 83 Prozent fühlen sich im öffentlichen Raum sicher. Diese Werte sind gegenüber früheren Umfragen auf hohem Niveau stabil.

Vertrauen in die Institutionen so hoch wie noch nie

Gestiegen ist das Vertrauen in Behörden und Institutionen. Auf einer Zehner-Skala kommen die Polizei auf 8 Punkte, die Gerichte auf 7,4, der Bundesrat auf 7,1, das eidgenössische Parlament auf 6.7 und die Armee auf 6.6 Punkte. Medien und politische Parteien rangieren traditionellerweise am Schluss der Rangliste. Das Gesamtvertrauen ist signifikant auf 6.8 Indexpunkte gestiegen. Gemäss der Studie handelt es sich um einen historischen Höchstwert.

Trump macht Angst

So milde der Blick nach innen, so kritisch fällt die Beurteilung der weltpolitischen Lage aus. 73 Prozent der Befragten schätzen diese pessimistisch ein. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als 2018. Frauen und ältere Menschen beurteilen die Lage besonders düster.

Als Gefahr für die Schweiz wird insbesondere die Machtpolitik der Grossmächte gesehen. Als Ursache werden in erster Linie die USA, China und Russland genannt. Auffallend oft werde US-Präsident Donald Trump namentlich genannt, schreiben die Autoren. Nationalismus und Rechtspopulismus werden ebenfalls als Bedrohung wahrgenommen.

Bilaterale Ja, EU-Beitritt Nein

Solide Zustimmung geniesst der bilaterale Weg der Schweiz. Über 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Schweiz der EU nicht beitreten, jedoch die wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärken soll. Stabile 35 Prozent sprechen sich für eine politische Annäherung aus.

Schweiz soll in den UN-Sicherheitsrat

Auch das Modell der internationalen Kooperation ohne Preisgabe der Souveränität geniesst grosse Zustimmung. Knapp 60 Prozent der Befragten sprechen sich für eine aktive Beteiligung der Schweiz für die Anliegen der Uno aus, etwas mehr sogar für einen Sitz im Uno-Sicherheitsrat. 60 Prozent möchten der Uno auch Friedenstruppen zur Verfügung stellen. Nur ein Drittel der Befragten unterstützt jedoch eine Annäherung an die Nato.

Die Armee als notwendiges Übel

Die Schweizer Armee erachten rund vier Fünftel der Befragten als notwendig, wobei es sich für rund die Hälfte davon um ein notwendiges Übel handelt. Deutlich weniger Zustimmung als bei der letzten Befragung geniesst die Berufsarmee. 60 Prozent der Befragten sprachen sich 2019 für die Miliz aus. Etwa die Hälfte findet, dass das Armee-Budget gerade richtig bemessen ist, ein Drittel hält es für zu hoch.

Chancengleichheit in der Armee ist wichtig, aber …

Erstmals wurden 2019 Fragen zur Chancengleichheit in der Armee gestellt. Chancengleichheit zwischen den Landessprachen wurde von 99 Prozent der Befragten als wichtig beurteilt. Bei den Geschlechtern waren es 95 Prozent, bei der sexuellen Orientierung 93 Prozent und bei der Religion 91 Prozent.

Allerdings finden 45 Prozent der Befragten, dass die Ausübung von religiösen Praktiken den Dienstbetrieb beeinträchtigen würde. Eine Minderheit von 14 Prozent ist der Ansicht, dass Homosexuelle den Zusammenhalt der Truppe beeinträchtigen.

Zur Studie

«Sicherheit 2019» ist die 21. Ausgabe der seit 1999 erscheinenden Studienreihe «Sicherheit». Dafür hat das Befragungsinstitut Link im Januar dieses Jahres 1213 Stimmberechtigte telefonisch befragt. Herausgeber der Studie sind die Militärakademie (MILAK) der ETH Zürich und das Center for Security Studies der ETH Zürich.

(sda)

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • alter Esel 28.05.2019 15:17
    Highlight Highlight Aber der Ueli hat doch gesagt, der Donald sei ganz nett.
  • mbr72 28.05.2019 13:20
    Highlight Highlight 6.7 fürs Parlament...? Da muss man sich schon fragen, was die Bevölkerung eigentlich raucht. Das Parlament stimmt am Laufmeter entgegen Bürger/Konsumenten-Interessen, dank "Verseuchung" durch Lobbies- und Verbände, welche genau nur die Wunschliste der Wirtschaftselite abarbeitet. Aber die letzten Abstimmungen haben gezeigt, wie blind und schlecht informiert das Volk selbst ist und entgegen ihren eigenen Interessen stimmt.
  • Chrigi-B 28.05.2019 12:54
    Highlight Highlight Naja, wenigstens hat er noch keinen Krieg gestartet? Leider auch noch keinen wirklich beendet, aber schon besser als "Madame No Fly Zone über Syrien" wäre.
    • Drbueb 28.05.2019 14:00
      Highlight Highlight Er hat die von ihm kritisierten Drohenkriege ausgebaut (sowohl in Afrika wie im Nahen Osten) und arbeitet auch gegen eine Beendigung des Truppeneinsatz in Yemen.
    • DemonCore 28.05.2019 14:13
      Highlight Highlight ... und marschiert am Golf auf.

      + 1 Carrier Strike Group
      + 1 Jägerstaffel
      + 1 Brigade sonstiger Truppen

      Sieht mir nicht gerade nach Friedenstaube aus.

      Abgesehen davon dass er mit seinem unilateralen Rückzug aus dem Atomabkommen daran ist einen Casus Belli zu fabrizieren.
    • max julen 28.05.2019 15:39
      Highlight Highlight Chrigi-B, er hat "noch" keinen strategischen kieg gestartet!
      aber was er an unruhe verbreitet, ist schlimmer!

      du möchtest sicher die stellvertreterkriege von obama damit ansprechen....

      ich frage dich und dein gewissen, war es falsch die talibanen, die alkaida und den IS zu bekämpfen???
      Obama wurde darum gebten von den regierungen, sich militärisch zu beteiligen!

      dann müssen wir den US president Franklin D. Roosevelt wärend dem 2. WK als teufel abstempeln, da er ja millionen von leute getötet hat!
      (FÜR DIE BEFREIUNG EUROPAS)!
  • Pisti 28.05.2019 12:48
    Highlight Highlight Trump macht den Menschen also Angst. Da sieht man wie einfach sich die Leute von den Medien beeinflussen lassen.
    Fakt ist die Welt war noch nie so friedlich wie und vor allem wegen Trump.
    • strieler 28.05.2019 14:18
      Highlight Highlight wo genau hat er etwas bewirkt, dass, sagen wir es mal so - weniger Krieg bedeutet?
    • DemonCore 28.05.2019 14:49
      Highlight Highlight Ah ja klar, Trumps Rückzug aus dem Iranabkommen letztes Jahr, gefolgt von dem diesjährigen Aufmarsch am Golf mit erhöhten Waffenverkäufen nach Saudi-Arabien, das hat unsere Welt sicher gemacht. Get a clue.
    • alessandro 28.05.2019 15:14
      Highlight Highlight Indem er John Bolten anstellt? Knallharter Lobbyiste der Rüstungsindustrie...
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 28.05.2019 12:11
    Highlight Highlight "Auffallend oft werde US-Präsident Donald Trump namentlich genannt, schreiben die Autoren. Nationalismus und Rechtspopulismus werden ebenfalls als Bedrohung wahrgenommen."

    Und trotzdem wählen fast 30% die Schweizer Rechtspopulisten.
    • Eskimo 28.05.2019 12:25
      Highlight Highlight Die "Bedrohung" ist auch von den Medien erfunden.
    • roger.schmid 28.05.2019 14:26
      Highlight Highlight Eskimo:"Die "Bedrohung" ist auch von den Medien erfunden."

      Stimmt. Die immer zahlreicheren Terroranschläge von Rechtsextremen sind bestimmt nur erfunden.. und auch in der Vergangenheit ist man mit Nationalismus immer gut gefahren..
    • alessandro 28.05.2019 15:12
      Highlight Highlight Darum wird es bei den einen ja auch als Bedrohung empfunden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LaktoseintoleranterVeganerLGBT 28.05.2019 11:55
    Highlight Highlight "Über 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Schweiz der EU nicht beitreten, jedoch die wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärken soll"

    Warum wandern die SP-EU-Turbos nicht einfach in ein EU Land aus und machen dafür Flüchtlingen Platz die unseren Eigensinn verstehen und begrüssen? Eine WIN WIN Situation für Alle!
    • mbr72 28.05.2019 13:23
      Highlight Highlight Tut mir aufrichtig leid für die Blitze... aber du musst es eher als Auszeichnung sehen. :-D
    • DemonCore 28.05.2019 13:44
      Highlight Highlight Leuten mit denen man nicht einverstanden ist die Ausreise empfehlen, ein Klassiker. Aus der DDR, oder?

      Sonst sind doch die Rechten so gegen die (fiktive) Austauschpolitik??
    • Fabioactive 28.05.2019 15:07
      Highlight Highlight wäre das nicht schön, wenn mal die SVP EU-Gesetze machen würde, anstatt von der EU Gesetzte zu übernehmen?
  • paulinapalinska 28.05.2019 11:36
    Highlight Highlight „...14% sind der Ansicht, dass Homosexuelle den Zusammenhalt der Truppe beeinträchtigen.“ Inwiefern? Oft weiss man doch gar nicht, ob jemand schwul ist oder nicht. Wie soll es da Probleme geben bzw. woher kommt diese Angst? Und Angst vor was?
    • Al Paka 28.05.2019 12:27
      Highlight Highlight Kenne leider ein paar Leute, die z.B. nicht mit einem Schwulen duschen wollen... 😒

      Ich sage immer: "Wo ist das Problem? Ist doch kein Unterschied, dir tut höchstens etwas der Arsch weh."
      (Ist natürlich nicht ernst gemeint😉)

      Aber die haben glaub ich ernsthaft Angst davor...
    • Ich hol jetzt das Schwein 28.05.2019 13:10
      Highlight Highlight Das ist, weil Schwule bekanntermassen und ganz im Gegensatz zu Heteros immer geil sind und auch keinen spezifischen Geschmack haben und deshalb alles von ihrem eigenen Geschlecht ungefragt anspringen und zu begatten versuchen. ;-)
    • DemonCore 28.05.2019 13:43
      Highlight Highlight Das sind wahrscheinlich die 14% die Angst haben von einem Homo angemacht zu werden, wobei das a) praktisch nie vorkommt und b) auch nicht schlimmer ist, als von einer Frau an der man kein Interesse hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Count Suduku 28.05.2019 11:06
    Highlight Highlight Kein wunder bei der Medialen Stimmungsmache gegen Trump.
    • Sagittarius 28.05.2019 12:38
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