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Schweizer Armee: Bewaffnete Bürgerwehr soll die Militär ergänzen

Bewaffnete Bürgerwehr soll die Schweizer Armee ergänzen

14.01.2026, 08:0614.01.2026, 13:37

Die Schweiz will aufrüsten und sich wieder besser auf ihre Verteidigung konzentrieren. Entsprechend hat der Bundesrat eine neue sicherheitspolitische Strategie vorgestellt.

Ein Punkt dieser Strategie ist, dass die Schweizer Bevölkerung auf die neue Bedrohungslage eingeschworen werden soll.

Soldaten ddes Gebirgsinfanterie Bataillon 29 er Schweizer Armee ruecken vor bei einem Gefechtsschiessen, aufgenommen am Dienstag, 27. Mai 2025, in Chur. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller).
Die Soldaten der Schweizer Armee sollen von bewaffneten Zivilisten ergänzt werden.Bild: keystone

Der Blick berichtet nun von einem Vorschlag des Instituts für Globale Angelegenheiten (Siga). Der Thinktank will mit «unkonventionellen Ideen und kreativen Ansätzen» eine Antwort für die Schweiz auf die aktuelle Bedrohungslage der Welt finden.

Das Institut hat mehrere Vorschläge gemacht, eine davon ist eine Milizarmee und die andere eine bewaffnete Bürgerwehr. Als Vorbild dieser Bürgerwehr diene der estnische «Kaitseliit». Eine paramilitärische Freiwilligenorganisation, die 22'000 bewaffnete Zivilisten beinhaltet und die Armeen der baltischen Staaten unterstützt. Im Krisenfall könnten diese Zivilisten mobilisiert werden.

Laut dem Institut sollen sich Schweizer Bürger in ihrer Freizeit dort engagieren und somit den gesellschaftlichen Verteidigungswillen stärken. Auch eine Uniform-am-Arbeitsplatz soll es geben.

Die SP-Ständerätin Franziska Roth hält die Idee für überflüssig, wie der Blick schreibt. Sie findet, es handle sich bei der Idee des Instituts um eine Ansammlung an Massnahmen aus Staaten, die ganz andere Ausgangslagen hätten, als die Schweiz.

Franziska Roth, SP-SO, spricht zum Kriegsmaterialgesetz, an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 4. Dezember 2025 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Die Solothurner Ständerätin Franziska Roth.Bild: keystone

Auch FDP-Ständerat Johann Dittli sieht die Idee kritisch. Er würde den aktuellen Armeebestand lieber verdoppeln, um alle Infrastrukturen des Landes sichern zu können, wie der Blick berichtet. (nib)

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Steibocktschingg
14.01.2026 08:35registriert Januar 2018
Das nennt sich Milizarmee und haben wir schon. Es besteht keine Notwendigkeit einer paramilitärischen Truppe, die nur potentiell unsere Sicherheit gefährdet.
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Grüner Kobold
14.01.2026 08:34registriert Oktober 2018
Ziemlicher grober Schnitzer im Artikel. Ein Paramilitär ist per Definition kein Zivilist sondern ein Kombattant bzw. militärischer Akteur und wird nach Kriegsrecht auch so behandelt.

Zivilisten sind Personen, die nicht Teil bewaffneter, militärisch organisierter Kräfte sind
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foggwulf
14.01.2026 08:30registriert November 2024
Wir haben eine Milizarmee, wir brauchen keine paramilitärische Bürgerwehr. Man könnte es ermöglichen, freiwillig länger zu dienen um die Armee günstig zu vergrössern; wenn das nicht reicht, dann die Dienstzeit erhöhen.
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